Es ist schon eine Herausforderung für 600 bis 700 Ballgäste live vor Ort zu kochen. Aber genau das wird Bernhard Reiser beim 21. Sport- und Medienball am 9. April tun.
“Wir bauen zwei komplette Restaurantküchen vor Ort auf und kochen alles frisch. Es wird kein Flying Buffet oder Fingerfood geben, sondern die Ballgäste können à la carte bestellen”, so der Gourmetküchenchef Reiser. Rund zweieinhalb Monate Vorbereitungszeit bedarf eine Veranstaltung dieser Größenordnung, die nur mit einem guten Team und entsprechendem Know-how zu schultern ist.
Engagement in “beiden Welten”
“Wenn wir á la Minute und live kochen, müssen viele Rädchen ineinandergreifen, damit nichts schief geht”, betont Reiser, der im letzten Jahr mit dem deutschen Gastronomiepreis ausgezeichnet wurde. Auf die Frage, welche Rolle Sport- und Medien in Bernhard Reisers Leben spielen, kontert der gebürtige Schwabe prompt: “Eine große, da ich mich in beiden Welten engagiere.” Ein besonderes Highlight für ihn ist es, als Ernährungscoach die DFB-Damen bei der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land begleiten zu dürfen.
Eine weitere Neuerung des Sport- und Medienballs ist die neue Location. Erstmals in seiner 20-jährigen Geschichte wird das gesellschaftliche Ereignis von Würzburg nicht im Congress Centrum Würzburg, sondern im Vogel Convention Center stattfinden.
500.000 Euro für die Würzburger Sporthilfe
“Das ist keine Entscheidung gegen das Congress Centrum, sondern für das VCC”, betont Rudi May, der als Präsident der Würzburger Sporthilfe seit 21 Jahren diesen Ball ausrichtet. Aber heuer ist nicht alles anders: Mit der “Joe Williams Band” und dem “Gloria-Sextett” stehen gute alte Bekannte auf der Bühne. Die sieben Musiker rund um Sängerin “Bine” der “Joe Williams Band” begleiteten schon live Gloria Gaynor oder Johnny Logan und erhalten bei ihren rund 120 Auftritten im Jahr stets herausragende Kritiken. Mit dem “Gloria Sextett” präsentiert sich eine der traditionsreichsten Tanz- und Showbands Deutschlands. Ihr Repertoire: internationale Tanzmusik in modernem Tongewand.
Und auch in diesem Jahr kommt der Erlös des Balles jungen, talentierten Sportlern der Würzburger Vereine zugute. Der Sport- und Medienball hat bisher über 500.000 Euro in die Kasse der Würzburger Sporthilfe gespült und ist damit die wichtigste Einnahmequelle für die Sportförderung in Würzburg.
Wir haben auch wirklich keine anderen Probleme. Was soll es also? Was geht es uns an, was in dem Rest der Welt passiert.
Solidarität mit einer, gebeutelten Nation? Fehlanzeige! Wozu auch? Das ist doch mehr als 9000 km weit entfernt.
Man gewinnt fast den Eindruck, diese Feierklientel befürchtet durch die aktuellen Ereignisse in der Welt in den Hintergrund zu geraten und an Popularität einzubüßen.
Da trifft sich die selbsternannte Crème de la Crème, die Neureichen, die Sportmoderatoren, die mit ihren Jahresgehältern von einer halben Million zwar nicht ganz so reich sind und jene, die den Reichtum geerbt haben, ohne jemals einen Finger dafür gerührt haben. Habe ich jemand ausgelassen? Ach ja Jene, die zwar hart dafür gearbeitet hatten, aber von der Justiz nie erwischt wurden.
Natürlich sind auch ein paar darunter, die ganz normal ihren derzeitigen Reichtum erworben haben; die wurden jedoch nur zur Funktion als Alibiträger eingeladen.
Dazu kommen noch die Köche, die ihre Einkommen den Zwangsabgaben von Millionen zur Kasse gebetener der GEZ verdanken, weil die TV Sender sie für stundenlange tägliche Sendungen nicht nur honorieren, sondern ihnen auch noch
die Werbung für ihre Restaurants gestatten.
Wieviel wird diese Klientel wohl für die Leidtragenden einer japanischen Katastrophe spenden?
Dieser Beitrag, meine Damen, war ein sehr “platte” Form von Kultur!