Greenpeace warnt die Türkei vor erstem AKW-Bau

Greenpeace-Mitarbeiter Cenk Levi appelliert im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten an Ministerpräsdient Recep Tayyip Erdogan, den Willen seines Volkes zu berücksichtigen und vom Bau des ersten Atomkraftwerks in der Türkei abzusehen. Während auf Japan nach dem Erdbeben nun auch noch eine nukleare Katastrophe zurollt, schmiedet die Regierung in den

attre.jpgGreenpeace-Mitarbeiter Cenk Levi appelliert im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten an Ministerpräsdient Recep Tayyip Erdogan, den Willen seines Volkes zu berücksichtigen und vom Bau des ersten Atomkraftwerks in der Türkei abzusehen. Während auf Japan nach dem Erdbeben nun auch noch eine nukleare Katastrophe zurollt, schmiedet die Regierung in den Augen der Bevölkerung verheerende Pläne. Die erste Anlage soll bereits 2017 ans Netz gehen.

Levi stellt gleich zu Beginn heraus: “Die Katastrophe in Japan hat erneut allen gezeigt und bewiesen, dass Atomkraftwerke nicht sicher sind. Ebenfalls hat sie uns vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraftreaktoren in Wirklichkeit sind.” Wer dennoch stur an solch einem gefährlichen Projekt festhalte, gefährde die Zukunft der Türkei. Er befürchtet, dass künftig auftretende Probleme geheimgehalten werden könnten. Für das AKW, das sich nur 25 Kilometer von der Ecemis-Verwerfung befinden wird, sieht er schlimme Szenarien voraus, die ihn auch an die Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren denken lassen.

Der türkischen Regierung wirft er Realitätsverweigerung vor. “Unser Volk nimmt die Risiken eines Atomkraftwerks nach der Katastrophe in Japan sehr ernst. Die Diskussionen über Nuklearenergie und AKW sind wieder entflammt und die Anzahl der Gegner wächst”, berichtet Levi von der Stimmung im Land und betont: “In unserem Land brauchen wir keine Prestige- oder Machtobjekte. Wir brauchen zukunftsorientierte, intellektuelle und saubere Energiepolitik.”

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

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