Tagebuch Monat Februar 2011 an der Gedenkstätte für die Maueropfer, Bereich Spreebogen
Di., 1.2.11:
Um 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig. Ich erledige bei “Copy Clara” etwas, esse bei Waltraud eine Wurst, kaufe bei Lidl ein und bin 15.10 Uhr wieder zu Hause.
Mi., 2.2.11:
Ich trinke um 12.00 Uhr Kaffee, fahre um 13.20 Uhr zur Bank und zum Finanzamt, kaufe beim Vietcong etwas ein und bin 15.30 Uhr wieder in der warmen Bude…
Do., 3.2.11:
Ich will mit dem Papierkram für das Finanzamt beginnen, aber der Drucker streikt. Helmut und Andreas sind nicht zu erreichen… Um 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal das Übliche. Hans besucht mich kurz. Ich brenne nur eine halbe Fackel ab, bin um 15.20 Uhr auf dem Bahnsteig und 16.00 Uhr zu Hause.
Fr., 4.2.11:
Um 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal das Übliche. Ich murkse noch etwas im Keller und bin 15.30 Uhr wieder in der Wohnung.
Sa., 5.2.11:
Um 9.40 Uhr steht Adam Lauks vor der Tür, mit dem ich zur Mahnwache am KGB-Gefängnis Potsdam-Leistikowstraße fahre. Dirk Jungnickel, Carl-Wolfgang Holzapfel, Tatjana Sterneberg, Lothar Scholz u.a. sind da, etwa 20 Personen. Presse ist auch vertreten… Um 14.30 Uhr setzt Adam mich vor der Tür ab… Anja ruft mich an… Der RBB bringt etwas über die Mahnwache in Potsdam…
So., 6.2.11:
Um 11.50 Uhr trinke ich Kaffee, es regnet leicht… Andreas und Karsten sind noch immer nicht zu erreichen… Um 14.00 Uhr auf dem Bahnsteig, der Zug ist weg… Am Mahnmal besucht mich kurz BSR-Rainer. Um 15.40 Uhr auf dem Bahnsteig, 16.10 Uhr zu Hause.
Mo., 7.2.11:
Um 12.20 Uhr trinke ich Kaffee und bin um 13.10 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal das Übliche. Der Chinese und Hans besuchen mich. Um 16.00 Uhr auf dem Bahnsteig und um 16.30 Uhr zu Hause.
Di., 8.2.11:
Um 11.15 Uhr auf dem Bahnsteig. Heute habe ich die Sperrholtztafel dabei und lege darauf aus… Hans bringt mir ein Brot mit Kakaobutter. Um 15.15 Uhr auf dem Bahnsteig und um 16.00 Uhr zu Hause. Spende: 3,- EUR.
Mi., 9.2.11:
Um 11.25 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal das Übliche. Hans bringt mir wieder ein Brot mit Kakaobutter. Ich bin um 15.30 Uhr auf dem Bahnsteig und um 16.00 Uhr zu Hause. Karsten kommt um 19.30 Uhr und hilft mir, ein Regal mit Folie zu bekleben.
Do., 10.2.11:
Um 11.00 Uhr trinke ich Kaffee und bin um 11.45 Uhr auf dem Bahnsteig. Hans bringt mir Quarkspeise, Tatjana Sterneberg und Carl-Wolfgang Holzapfel besuchen mich kurz. Ich bin um 15.10 Uhr auf dem Bahnsteig, fahre noch zum Hellweg-Baumarkt, murkse im Keller und bin um 17.40 Uhr geduscht. Spende: 3,50 EUR.
Fr., 11.2.11:
Um 12.40 Uhr auf dem Bahnsteig, am Mahnmal das Übliche. Sabrina schenkt mir Süßigkeiten. Ich bin um 16.30 Uhr auf dem Bhansteig und um 17.00 Uhr zu Hause. Spende: 3,50 EUR… Mein Haftkamerad Diego Heyfelder mailte, er sei ab 1. Januar Rentner und wolle bald einen Abstecher nach Berlin machen… Nach drei Wochen Demonstration in Kairo ist endlich Mubarak zurückgetreten…
Sa., 12.2.11:
Um 11.00 Uhr trinke ich Kaffee, bin um 11.50 Uhr auf dem Bahnsteig… Am Mahnmal das Übliche. Hans holt seinen Löffel, Adam Lauks besucht mich mit Petra. Ich erreiche “meine” Bahn und bin 16.10 Uhr zu Hause.
So., 13.2.11:
Als es schneite, legte ich mich wieder hin. Jetzt ist es 12.40 Uhr… Stasi-Stolpes “Info-Radio” lügt die Opfer von Dresden auf “etwas weniger als 25000″ herunter. Selbst Knopp und Kronzucker lügen nicht so dreist, geben allein für Swinemünde richtigerweise 25000 an… Ich fahre zur Wahl wegen der Wasserbetriebe. “Mein” Wahllokal ist aber woanders, ich meckere und bin und bin um 13.30 Uhr ohne Bücher auf dem Bahnsteig. Von Marco und Miriam bekomme ich zwei “Bremslötze” und Pappbrötchen geschenkt… Am Mahnmal brenne ich nur eine halbe Fackel ab, es ist grau, windig und kalt. Um 15.00 Uhr auf dem Bahnsteig und um 15.30 Uhr wieder zu Hause… Karsten kommt, wir machen das Regal fertig. In Phönix sehe ich beide erstklassigen Teile des Peter Scholl-Latour-Films: “Das Ende der weißen Weltherrschaft”, dann scanne ich noch einige Fotos. Im Fernsehen wird zu Dresden genauso gelogen, wie im Radio…
Mo., 14.2.11:
Kamerad Adam Lauks holt mich um 12.30 Uhr ab. Bei Kierey hole ich einen Blumenstrauß, dann beginnt um 13.30 Uhr die Beisetzung von Kamerad Hans Joachim Rückert von der Vereinigung 17. Juni 1953 auf dem Waldfriedhof Klein Machnow. Carl-Wolfgang Holzapfel und Tatjana Sterneberg sind auch da. Adam setzt mich am Hellweg-Baumarkt ab, wo ich noch etwas für das Regal kaufe und mit dem Bus weiterfahre. Um 15.10 Uhr wieder zu Hause.
Di., 15.2.11:
Um 14.00 Uhr auf dem Bahnsteig. Ich bleibe nur kurz am Mahnmal, bin 15.00 Uhr auf dem Bahnsteig und 16.30 Uhr zu Hause. Andreas kommt und brutzelt… An Siegmar Faust tippe ich eine Mail…
Mi., 16.2.11:
Ich trinke um 11.00 Uhr Kaffee und sehe ins Weltnetz, dann tippe ich eine Mail an die JVA Mannheim und das Stadtarchiv Mannheim. Um 14.00 Uhr erreiche ich “meine” Bahn. Es ist sonnig aber kalt, immer noch wenige Touristen… Um 16.00 Uhr wieder zu Hause. “Klartext” berichtet von zwei Stasi-Leuten in der Volksrepublik Brandenburg, die noch immer im Dienst sind:
http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/klartext_vom_16_02/ungebremste_karrieren.html
Dann jammerten sie über Zossen, ich sehe mir den Film im Weltnetz an:
http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/klartext_vom_09_06/nichts_dazugelernt.html
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In einem linken Forum schreibe ich:
Eure Initiative nennt sich: “Zossen zeigt Gesicht”. Warum macht Ihr aber Eure Gesichter auf den Fotos unkenntlich? Vor wem habt Ihr Angst? Während in der “Urania” in Berlin eine bolschewistische Hetzveranstaltung am 8. Januar ablief, wurden vor dem Eingang ehemalige Stasi-Häftlinge von Euren Antifas verprügelt! Da wurde jedem gezeigt, was uns blüht, wenn Ihr abermals die Macht bekommt! Ihr habt absolut kein Recht, auf andere zu zeigen, Ihr Heuchler!
Was der Rot-Rosa dominierte Senat von Berlin von den Opfern an Schandmauer und Stacheldraht hält, zeigte das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten, indem es im vorigen Jahr sämtliche Blumenkübel- und Kästen vom Mahnmal am Reichstag entfernte! Eure Opfer, soweit Ihr älter als 40 seid, sollen der Vergessenheit anheimfallen. An der Gedenkstätte Ebert/Ecke Scheidemannstraße soll kein Tourist anhalten. Aber wir vergessen auch nicht! Alles klar?
Damit Ihr ruhig schlafen könnt, damit Ihr nicht meint, ich sei Rassist:
Ich war in zweiter Ehe 14,5 Jahre mit einer Polin verheiratet, und mein Vater wurde am 21.9.1944 in Mannheim-Käfertal erschossen!
Das Todesurteil des Feldkriegsgerichts beim Kommandeur der 21. Flak-Division, Wiesbaden, befindet sich in Faksimile-Druck neben vielen anderen Dokumenten zur Zeitgeschichte in meiner Biographie “Ich war auch dabei”.
Etwas zu Eurer Erbauung:
Die Toilettenfrau Angela Brederecke, KPD, läßt in ihrem Forum “Die rostige Laterne” freiweg sogar zu Mord und Totschlag aufrufen, verherrlicht Stalin, Mielke und andere bolschewistische Götzen u.s.w. Ich frage mich nur, warum sie dann aus Hannover mit ihren Genossen nicht nach Nord-Korea geht, um dort Gras zu fressen!? Bolschewisten dürfen, aus eigener Machtvollkommenheit, zu Mord und Totschlag aufrufen, haben Narrenfreiheit im heutigen Deutschland… Wolf Biermann sang 1976: “Ich bin gekommen vom Regen in die Jauche”! Henryk M. Broder, deutsch-jüdischer Publizist, zum Holocaust-Mahnmal: “Setzt neue Maßstäbe für Größenwahn, Kitsch und Idiotie” – danke, Herr Broder!
Gustav Rust, mehr als neun Jahre Polit-Haft unter Ulbricht und Honecker, befaßte mich etwa 6 Jahre lang mit dem Selbststudium des Marxisnmus, diskutiere Euch 24 Stunden, ohne Luft zu holen, in Grund und Boden!
http://medienkollektiv.blogsport.de/2010/01/28/zossen-gedenkveranstaltung-durch-neonazis-gestoert/
Do., 17.2.11:
Erst um 11.50 Uhr trinke ich Kaffee. Mein Eintrag von gestern bei den Linken ist gelöscht, die Genossen vertragen keine abweichenden Meinungen… Ich bin 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig. Es ist kalt und windig, ich esse nur die Bockwurst von Tanja und bin um 14.50 Uhr wieder zu Hause.
Fr., 18.2.11:
Ich trödle lange am Rechner herum, schreibe etwas zu Falcke in Mayers Forum, bin um 15.20 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal brenne ich nur eine halbe Fackel ab, “Icke” besucht mich kurz, bin 16.25 Uhr auf dem Bahnsteig, kaufe bei Lidl etwas ein und bin 17.00 Uhr zu Hause. Bei “Titanic” finde ich ein gutes Gedicht zu den Plagiaten von zu Guttenberg:
Prädikat: adlig
Guttendoktor: abgeschrieben!
Hält man ihn für so durchtrieben?
Ist ihm ernsthaft zuzutrauen
Halbzitate wegzuklauen,
Plagiate einzureichen,
und sich Titel zu erschleichen?
Dreimal muß man dies verneinen:
Nein und nein und nein! Wir meinen,
daß Karl-Theo-Kurt-Anton-
Ludwig-Friedrich Fürstbaron
Guttenberg zu Graf von Rotz
Bismarck-Habsburg-Hotzenplotz
unter tausend Adelsnamen
zwei, drei durcheinanderkamen -
und so fand Karl-Theo-Kurt:
“Doktor ist man von Geburt…”
und:
Meine Freundin steht mit ihrem fünfjährigen Sohn im Stadion von Eintracht Frankfurt. Inbrünstig skandiert der Junge plötzlich einen zuvor aufgeschnappten, allerdings falsch verstandenen Fangesang: »Hier €“ regiert €“ die SED!« Nachdem es rund um die beiden für einen kurzen Moment still geworden ist, meint schließlich jemand: »Wenigstens hat er nicht SPD gerufen.« Christian Jöricke
Elektronische Postkarte:
http://www.titanic-magazin.de
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An Adam Lauks schreibe ich:
Mensch, Adaaam!!!
Ich habe eben “Spiegel-Online” aufgerufen: 1228 Einträge zu Guttenberg!!! Denkst Du, wenn ich mir am Reichstag einen “kalten Arsch” geholt habe und zu Hause auch Arbeit habe, daß ich dann 1228 Einträge absuche, nach Deinem Eintrag??? Warum rufst Du Deinen Eintrag nicht auf und kopierst ihn einfach in die Mail? Wenn er überhaupt erschien, ist klar…
Du schreibst dort? Lese erst einmal den “Spiegel-Online”-Hetzartikel gegen mich!
Hier der Link dazu, samt Diskussion:
http://www.readers-edition.de
Und hier noch ein Link zu mir:
http://www.readers-edition.de
Als Krenz am 13. 0der 14. Januar 2002 seinen Urlaub in der JVA antrat, quälte ich mich bis nach Hakenfelde. Von dem Foto ließ ich dann eine Ansichtskarte drucken. Ein “Bild”-Reporter Stein (damals saß die Redaktion noch in Hamburg) quatschte mich an und winkte seinen Fotograf heran. Was stand dann in diesem Sudelblatt!? Wir hätten in der “Roten Hölle” von Bützow “Zwei oder drei Scheiben Brot und Wassersuppe aus Gemüseresten” täglich bekommen! Es war ein Schweinefraß, aber “Bild” muß derartig übertreiben, daß sogar ein Bekloppter sich an den Kopf faßt und denkt, daß ich bescheuert bin und von mir aus dermaßen übertreibe! “Bild” ist nun mal das Fachblatt für Analphabeten!
Einige Jahre später kam Fluchthelfer Rainer Schubert (15 Jahre Hohenschönhausen und Bautzen II, davon knapp neun Jahre abgesessen, dann Freikauf), der ständig an seiner Homepage herumbastelt und mein damaliges Forum schließen ließ (“schöne” Kameraden, pfui Teufel!) mit einem “Bild”-Fotograf und stellte sich irgendwo mit einem Pappschild an den Reichstag. Ich sollte, weil ich damals noch mit Knastanzug und “Acht” am Mahnmal war, mitkommen. Ich sagte dem Fotograf, daß “Bild” kein Foto mehr von mir bekommt! Diese Halunken schmieren dann irgendeinen Blödsinn dazu, und die Berliner denken, der Mist kommt von mir!
Ich krieche hier niemandem mehr hinten rein! Seit elf Jahren pflege ich nun das Mahnmal. Bei mir (und später, wenn er gerade da war, Kamerad Rudolf Schröder) war das holländische Fernsehen “van Daag”, iranisches, bulgarisches, chinesisches (Taiwan), schweizer, norwegisches Fernsehen u.s.w. Radio Polska III interviewte mich in der Stadtbibliothek, dann kam später das polnische Fernsehen ans Mahnmal. Als mich gerade wieder Kamerad Manfred Lehmann besuchte, der in Cottbus auch verprügelt wurde (wie ich in Bützow 1959) besuchte, kam Hundertsechs und sprach mich an. Ich sagte, daß ich nur einer von 250000 bis 300000 ehem. pol. Häftlingen sei und zeigte auf Manne: “Der hat ooch politisch jesessen”. So gab Manfred ein Interview. Am anderen Tag kam er und
machte ein enttäuschtes Gesicht, weil es garnicht gesendet wurde!
Ich lasse mich von den hiesigen Medien nicht mehr verscheißern, lieber Adam.
Ich setzte vor etwa einer Woche mein Tagebuch Okt. 2010 bei Readers rein, dazu kannst Du etwas schreiben… Hier der Link:
https://www.readers-edition.de/2011/02/06/mein-tagebuch-oktober-2010
Kameradschaftliche Grüße, Gustav
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Am 15.2.11 schrieb ich an Siegmar Faust:
Lieber Siegmar,
ich klickte den ganz unten angegebenen Link an, besah mir die Seiten des Menschenrechtszentrums Cottbus und stellte fest, daß Ihr dort in der Linkliste den verkommenen Ralf Kotowski aufführt, der jahrelang nicht nur gegen mich im Weltnetz hetzt.
Hier, bei Dr. Mayer, kannst Du Dich überzeugen: http://f3.webmart.de
Mit “Frührentner F aus dem Vogtland” ist Mario Falcke gemeint, der in der “Roten Laterne” der KPD-Toilettenftrau Angela Brederecke Ralf Kotowski beisteht…
Kannst Du meine Homepage auch aufnehmen? Und meine Bücher? Ich war zweimal in Cottbus inhaftiert und übergab Dr. Kittan ein Exemplar meiner erweitert neu aufgelegten Biographie “Ich war auch dabei”.
Wann findet in Cottbus wieder eine Veranstaltung statt?
MkG, Gustav
An Kameradin Heidemarie Winkler schrieb ich am 11.2.11:
Liebe Heidemarie,
ich sah im Weltnetz nach verschiedenen Begriffen etc. und entdeckte dort auch Deine Homepage.
Nun möchte ich Dich bitten, meine Bücher, insbesondere meine Biographie “Ich war auch dabei” mit in Deine Homepage aufzunehmen.
Wie geht es Dir gesundheitlich? Mir geht es einigermaßen.
Im vorigen Jahr entfernte das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten sämtliche Blumenkübel- und Kästen vom Mahnmal!
Hinter der Aktion der Bürokraten steht die Politik. Es soll alles vergessen werden…
Die VOS weigert sich, die erweiterte Neuauflage meiner Biographie wieder zu besprechen. 1996 rezensierte sie Kamerad Xing-hu Kuo.
Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav
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Auf beide Mails kam bis heute keine Antwort… Im Briefkasten lag die Januar/Februar-Nummer von “Kameraden”.
Sa., 19.2.11:
Erst gegen 4.20 Uhr eingeschlafen, jetzt ist es schon 13.30 Uhr… Ich rufe Hartmut Langer und seine “Daggi” in Baruth an… “Info-Radio” meldet tausende Demonstranten und Gegendemonstranten in Dresden. Ausgerechnet Thierse ruft zur Gegendemonstration auf… Erst 15.35 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal wie gestern. Um 16.40 Uhr Bahnsteig und um 17.10 Uhr zu Hause
So., 20.2.11:
Um 14.50 Uhr auf dem Bahnsteig. Am Mahnmal weht ein eiskalter Wind, sodaß ich zu Harald zurückfahre, dort meine Bockwurst esse und um 16.00 Uhr wieder zu Hause bin.
Mo., 21.2.11:
Ein Dr. Stefan Mörz aus Ludwigshafen meldete sich, ich antworte ihm:
Sehr geehrter Herr Dr. Mörz,
die erste Auflage meiner Biographie enthielt nur das Feldurteil über meinen Vater. Das Urteil auf der ersten Seite, auf der Rückseite die Ablehnung des Gnadengesuchs durch Generaloberst Bruno Lörzer in Vertretung von Göring.
Nur die Schrift auf diesem Blatt war einwandfrei leserlich. Die Gründe dagegen waren durch das Durchschlag- und Blaupapier
sehr verwischt und umfaßten viele Seiten. Man muß sich vorstellen, daß vorn, in den Schützengräben, jeder gebraucht wurde und die
Wehrmachtjustiz die Gründe des Urteils in achtfacher Ausführung tippen ließ! Die Herrschaften hatten wohl Angst, daß jemand
auf den Gedanken kommen könnte, ihnen auch eine Knarre in die Hand zu drücken…
Als ich beim Neubau des Blockes 8 des Großkraftwerks Neckarau eingesetzt war, arbeiteten wir täglich 10 Stunden, sodaß ich natürlich keine große Lust hatte, irgendwelche Recherchen in Mannheim und Ludwigshafen anzustellen. Ich hätte dazu auch freinehmen müssen, und schrieb ja meine Biographie erst 1995/96…
Mein Vater war in den Zwanzigern jahrelang auf Wanderschaft, meist in Mainfranken, am Neckar etc. aber auch in Holland, Paris,
Spanien u.s.w. Er war Musiker. An Main und Neckar half er oft bei der Lese. In den Gründen des Urteils sind viele Ortschaften aus der Gegend aufgeführt, zumal er die Orte, während seiner Flucht aus der Knollkaserne, aufsuchte… Ich kann mich nur an den Namen Fahlbusch, der Köchin der Leichten Flak-Abteilung 776, erinnern, notierte mir beim Einsatz in Neckarau sämtliche Telefon-Nummern aus Mannheim und Ludwigshafen und rief an. Alle Angerufenen reagierten ganz normal, nur eine Frau legte sofort den Hörer auf, hatte vielleicht ein schlechtes Gewissen? Vielleicht war sie die Köchin, die meinen Vater ans Messer lieferte? Jetzt wird sie natürlich lange
verstorben sein…
Ja, für an Heimatkunde Interessierte ist meine Biographie bestimmt zu empfehlen, weil viele Familiennamen und Orte im Feldurteil
genannt sind…
Sie schreiben: “Butanolfabrik”, im Urteil heißt es: “Lutanolfabrik”, was natürlich ein Fehler ist. “Butanol” ist richtig, findet sich auch
in “Wikipedia”…
An Fotos bin ich interessiert, soweit sie scharf genug sind. Im Weltnetz findet man zur Knollkaserne leider kaum etwas. Aus dem
Nachlaß meines Vaters habe ich noch einen alten Stadtplan von Ludwigshafen, auf dem aber keine Knollkaserne zu finden ist.
Der Plan ist vielleicht zu alt und zeigt auch nur das eigentliche Stadtgebiet, nicht die Randbezirke…
Zu erwähnen ist noch, daß meine Mutter mir erzählte, mein Vater sei auch in oder bei Calais eingesetzt gewesen sowie in Dirschau/Westpreußen. Was Calais anbelangt, so hängt es bestimmt mit der Luftschlacht um England zusammen, und in Dirschau waren die Weichselbrücken zu schützen. Von Calais habe ich nur ein Foto, das vier Kameraden zeigt und von Dirschau ein Bild, wo mein Vater mich auf dem Arm hält, weiter ein Foto, das ihn im Kreis der polnischen Familie zeigt, bei der er einquartiert war.
Die Bilder sind in der Biographie enthalten…
Meine Mutter sagte mir, mein Vater sei von 1942 bis zu seinem Tod Soldat gewesen, was nicht stimmen kann. Er ist bestimmt
schon früher eingezogen worden…
Für den Fall, daß jemand meine Biographie erwerben möchte, bitte direkt bei mir bestellen.
Im Voraus besten Dank, und freundliche Grüße, Gustav Rust
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Ich bin um 14.05 Uhr auf dem Bahnsteig. Es ist sonnig aber kalter Wind, sodaß ich bei Sabrina nur meine Wurst esse und um 15.20 Uhr wieder zu Hause bin… Um 23.00 Uhr sende ich an ein Streicherforum:
Ich wurde Januar 1940 geboren, nach drei Monaten verzogen meine Eltern mit mir nach Baruth/Mark, heute: Teltow-Fläming. Nach mehr als neun Jahren Polit-Haft durfte ich 1975 legal ausreisen.
Wie fast überall randalierten und plünderten Soldaten der Roten Armee auch in Baruth/Mark, zumal hier, nördlich der Stadt, die 9. Armee aus dem Kessel von Halbe ausbrach…
Mein Vater wurde 1944 in Mannheim-Käfertal standrechtlich erschossen. Seine Musikinstrumente waren 1945 fast alle zerstört, als meine Mutter mit mir wieder die Wohnung betrat. Nur eine Zither und eine der Geigen waren noch erhalten…
Als ich 1962 in Dresden einen Lehrgang besuchte, nahm ich die Geige einmal mit, ging mit einem Kollegen zu einem älteren Musikalienhändler und zeigte sie ihm. Der Text auf dem eingeklebten Zettel lautete: “Antonius Stradiuarius, Cremonensis, anno facibat 1742″. Ich hatte vorher irgendwo etwas über den (damaligen!) Wert einer Stradivari gelesen, und nun blickte ich mit meinen 22 Jahren ziemlich dumm aus der Wäsche. Der Glatzkopf reichte sie mir mit bedauerder Miene und meinte, solche Geigen hätten “früher die Zigeuner aus Böhmen mitgebracht”. Enttäuscht schleppte ich sie wieder zum Bahnhof und verstaute sie am Wochenende mit Bogen im Kasten im Kleiderschrank… Bei meiner legalen Ausreise “mit Sack und Pack”, wie ein Rentner, weil ich meine Haft hinter mir hatte, nahm ich sie, als Andenken an meinen Vater, den ich kaum kennenlernen konnte, mit. Wo und wann mein Vater die Geige einmal kaufte, weiß ich nicht. Er wurde 1903 geboren und war jahrelang auf Wanderschaft, u.a. mit anderen Wanderen, die ein Instrument beherrschten, in Paris, Holland, Spanien etc. Die Geige hat natürlich für mich einen hohen ideellen Wert, wie hoch aber ist der ungefähre materielle Wert?
Mit Dank im Voraus und freundlichen Grüßen, Gustav Rust
Di., 22.2.11:
Erst um 15.00 Uhr auf dem Bahnsteig, 17.00 Uhr wieder zu Hause. Um 18.10 Uhr gehe ich nach unten und fahre zum Dokumentationszentrum Bernauer Straße. Meine Biographie und den Wälzer lege ich auf eine Bank, begrüße Kameraden, stehe dann aber auf, gehe und denke: “Ihr sülzt da oben, und wir Opfa sollen Beifall klatschen…”. Um 20.30 Uhr wieder zu Hause. Später lese ich im Weltnetz u.a. wieder über die Stennes-Revolte:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46414816.html , http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44437194.html ,
http://wehrmacht.vndv.com/Sa/saindex.htm
Mi., 23.2.11:
Das Radio meldet 10° Minus, ich trinke um 10.00 Uhr Kaffee, fahre zum Hellweg-Baumarkt, murkse im Keller und bin 14.30 Uhr geduscht… Im Reichstag bekam zu Guttenberg heute von vielen Seiten jede Menge “Feuer”, sein zum Teil erschwindelter Dr.-Titel wurde ihm heute von der Universität Bayreuth aberkannt. Fast überall in Nord-Afrika ist der Teufel los… Ich mache um 22.20 Uhr am Papierkram für das Finanzamt etwas weiter und schreibe an Wolfgang Doppel im Schwarzbunten Forum:
…oder schicke Dich noch einmal auf die FDJ-Schule, haahh, haahhh, haaahhhh…
Danke für Dein Lob!
>Gustav ich danke dir von Herzen zu deinem Tagebuch bei Readers Edition,…
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Es ist ja möglich, daß Dr. Mayer hier vorbeisieht…
Wie kommst Du in Deiner überreizten Phantasie darauf, Mayer wäre mein “Führer-Kamerad”?
>Eingangs hierzu, ich glaube nicht, dass du hier dies zum Besten gibst, ohne Kenntnis deines benannten Führer-Kameraden.
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Jetzt mußt Du aber (richtig!) lesen lernen oder zum Doktor! MAYER warf mir vor vielen Monaten vor, ich würde im “Stasi-Forum” schreiben!!! ER und NICHT ich bezeichnete dieses Schwarzbunte als “Stasi-Forum”! Bist Du kaputt!
>Eigerntlich steht gleichwohl die Frage- wieso versuchst du auf einem Forum zu publizieren, welches du als Stasiforum verleumdest?
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Weißt Du nicht, daß wir wieder Großdeutschland haben? Ja, ja, lieber Fauler, und das behauptet ausgerechnet ein SPD-Mann!!! Aber, was soll man von diesen Flaschen halten? Die würden noch behaupten, von uns gewählt worden zu sein, wenn nur noch 10 % zur Wahl gehen! Als “Flaschen” wurden sie vor mindestens drei Jahren von den Deutschen Konservativen, Hamburg, in einer Beilage bezeichnet (Flaschen, und auf den Etiketten Gesichter)…
>”wir verteidigen die Interessen und Grenzen Deutschland(Deutsches Reich) am Hindukusch!!!!”
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Der sog. Dachverband heißt UOKG = Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft. Alles klar?
Du meinst wohl, Dieter Dombrowski. Er hat aber politisch gesessen! Die Spalter-Gründung von Roland Brauckmann heißt richtig:
CHG = Cottbuser Häftlingsgemeinschaft! Der am 31.Okt.2007 gegründete Verein, bei dem Dombrowski der Obermimer ist, heißt Menschenrechtszentrum Cottbus!
>Kommen wir zu den Ausführungen “Cottbuser Häftlingskommitee”!
>Dank dir hierfür für deine aufschlussreichen persönlichen Ausführungen. Die Wenigsten dieses Pseudovereines stellen ehemalige Häftlinge der STVE Cottbus dar, egal ob es sich hierbei um die Crew des fragwürdigen CDU Politikers heute im Lande Brandenburg beheimatet, Dieter Dombroskie handelt, oder der Rest der Führungsgrew handelt.
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WAS hat denn Siegmar Faust gefälscht!? Nenne es doch bitte! Und er hat mit Porno-Zeug GEHANDELT!!!??? WANN und WO??? Er wurde vor Jahren dort abgesägt, weil er während seiner Dienstzeit im Weltnetz Pornos ANSAH, weiter garnichts, KEIN Handel, Du Kaputter!
>Klar sicher gehört ein Sigmar Faust(bekannter Fälscher und als ehemaliger BSTU Mitarbeiter in Sachsen als BSTU Mitarbeiter Pornoerzeugnisse vertreibend) zu diesem Kommitee, aber ich wüßte aus dem Stand ungezählte ehemalige Mithäftlinge ehemals in Cottbus einsitzend, die nicht einmal Kenntnis haben von jenem(Pseudo)-Häftlingskommitee, die zudem aufrechter in jener STVE für ihre Mithäftlinge eintraten und auch heute gleiches vollziehen ohne auf charismatische CDU-Vorteile in hieseiger Gesellschaft zu spekulieren.
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Es lohnt wirklich nicht, sich mit Dir zu unterhalten, schade um die verplemperte Zeit! WER “stiftet” mich “an”? Ich brauche niemanden, der mich zu irgendetwas anstiftet! Hier kannst Du schreiben, im Forum der DKP-Toilettenfrau Angela Brederecke:
http://dierostigelaterne.wordpress.com/tag/schule/ Zu den dortigen Kommentaren kannst Du Deinen Senf dazugeben!
>Steht also die berechtigte grundlegende Frage, was ist dein Ziel, oder das deiner geistigen Brand(An)stifter und vielleicht Provokateure.
>Darüber könnten wir gerne “sachlich” debattieren/diskutieren. >MfG sloslite
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So, und nun bezahlst Du mir meine kostbare Zeit für die Nachhilfe. Klar? Danke! Gustav
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Ich lese noch Karl Marx: http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_347.htm Der letzte Satz lautet:
“Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum.” (vom Schacher!) Um 1.50 Uhr lege ich mich hin…
Do., 24.2.11:
Ich sehe ins Weltnetz, beantworte Mails und schreibe bei Reinhard Binder an “Franzose”:
…ja, ich lebe noch, zum Verdruß, nicht “nur” für einige Linke, sondern auch für manch ein Opfer, das seit Jahren das Lied von der “Freiheitlich-demokratischen Grundordnung” singt. Aber Freiheit gibt es nur, wenn man kräftig mitsingt, haahh, haaahhhh, haaaaahhhh…
Ich wußte nichts von der Mahnwache an der Urania, sonst wäre ich auch dort gewesen. Die Verbandsfürsten wollen mich auch nicht sehen, haben Angst vor Medienschelte, gelte ich doch als Nazi… Dazu kommt, daß sie nach Möglichkeit in die Wohnzimmer flimmern… Ich habe auch meinen Beitrag für 2011 an die VOS nocht nicht überwiesen, nehme bei Versammlungen/Feiern etc. von denen, die die erweiterte Neuauflage meiner Biographie nicht besprechen, keinen (Kuchen-)Krümel mehr!
Diese Berufsdemokraten zittern um Zuwendungen von Martin Gutzeit und dem (NVA-)Aktenvernichter Eppelmann… Wir dagegen dürfen Beiträge zahlen und bei Podiumsdiskussionen Beifall klatschen. Auf dem Podium sülzen sie, und wir sollen klatschen? Stalin und Ulbricht klatschten sich auch selbst Beifall, das können die Diskutanten auf dem Podium auch…
Bis jetzt habe ich auch noch keine Presseerklärung gelesen, die sich damit befaßt, daß das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten sämtliche Blumenkübel- und Kästen vom Mahnmal am Reichstag entfernte – da schweigt nicht nur VOS-Lässig (SPD) sondern auch Carl-Wolfgang Holzapfel von der Vereinigung 17. Juni 1953! Sonst sondern sie bei jeder Gelegenheit Erklärungen ab, hier nicht. Ich sammelte mit Kamerad Rudolf Schröder (+) knapp 20000 Unterschriften von den Touristen gegen den Abriß der Checkpoint-Kreuze und des Mahnmals am Reichstag… Die Opfer des Bolschewismus sollen vergessen werden, weiter nichts! Um das Mahnmal am Reichstag abreißen zu können, wurden die gleichen Kreuze von der Bundestagsbauverwaltung an das Spree-Geländer geschraubt und stehen in der offiziellen Homepage von Berlin. Das Mahnmal aber, an dem ich meinen kleinen Bücherstand betreibe und das ich nun allein pflege, wird systematisch totgeschwiegen. Die Sonntagsreden der Politiker und Verbandsfürsten sind pure Heuchelei…
Kameradschaftliche Grüße, Gustav Rust
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Um 15.00 Uhr fahre ich zum Hellweg-Baumarkt und hole noch eine Holztafel, die ich gleich nach oben bringe… Um 16.10 Uhr auf dem Bahnsteig. Waltraud verwöhnt mich und legt mir zwei Bockwürste auf die Pappe. Am Mahnmal das Übliche. Um 17.40 Uhr auf dem Bahnsteig, 18.10 Uhr zu Hause. Ich nehme das Gestell mit nach oben, schleppe einen Teil meiner Biographie in das zweite Zimmer und mache einige Aufnahmen von den Regalen für das Finanzamt. Um 19.20 Uhr sehe ich nach Post… Carl-Wolfgang Holzapfel hatte und hat keine Zeit, meine Biographie zu signieren, sondert aber schon wieder eine Presseerklärung ab. Jetzt wegen der Stalinistin Kollontai. Die Gras-und Körnerfresser in Marzahn-Hellersdorf wollten eine Straße nach ihr benennen! Mayer sah ins Schwarzbunte und schlägt mir vor, zum Nervenarzt zu gehen. Ich antworte ihm:
WAS stimmt denn daran nicht??? Schaltest Du etwas von mir frei oder nicht? Warum warst Du, als Kopf der damaligen Botschaftsbesetzer, nur wenige Wochen in Haft?
Hinter dem ganzen Theater mit den Foren, die alle schon geschlossen wurden, steckt System. Halte mich und andere Opfer bitte nicht für blöd. Gustav
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Erich Loest hat Geburtstag. Ich schreibe an Deutschlandradio Kultur:
Seit elf Jahren pflege ich ehrenamtlich die Gedenkstätte für einen Teil der Maueropfer am Reichstag. Jede Menge Interviews wurden mit mir und teilweise mit VOS-Kamerad Rudolf Schröder (+) gemacht – von ausländischen Radio- und Fernsehstationen, versteht sich. Von deutschen nicht!
Vor Jahren stand ich mit Klapptisch und Büchern vor dem BStU-Dokumentationszentrum in der Mauerstraße, mit Knastanzug und “Acht” am Handgelenk. Viele Opfer begrüßten mich… Erich Loest kam, sah mich kurz und schräg an und rannte hinein. Nun hatte er, wegen meines Äußeren, erkannt, daß ich ein ehem. pol. Häftling bin, hielt es aber nicht für nötig, mich auch nur mit einem Kopfnicken zu grüßen, dieses Edelopfer. Er hat Geburtstag? Wir anderen Opfer auch – jährlich, ich am 18. Januar…
Das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten räumte sämtliche Blumenkübel – und Kästen vom Mahnmal. Also stelle ich fest, daß alle Sonntagsreden der Politiker und Aufarbeiter pure Heuchelei sind. Interviewen Sie doch bitte einmal das Grünflächenamt, woher es die Frechheit nimmt, die Gedenkstätte zu schänden! Fragen Sie doch einmal im Reichstag nach, was aus dem sog. “fraktionsübergreifenden Mahnmal Nähe Brandenburger Tor” wurde, von dem vor Jahren geredet wurde! WO ist es denn??? Fragen Sie bitte das Grünflächenamt, wann das Mahnmal Scheidemann/Ecke Ebertstraße weggerissen wird, um weitere Spuren des bolschewistischen Terrors zu verwischen. Es sollte nämlich schon 2003 abgerissen werden. Vorher schraubte die Bundestagsbauverwaltung die gleichen Kreuze an das Spreegeländer – als Alibi! Mit Kamerad Rudolf Schröder (+), der mir mehrmals
wöchentlich half, sammelte ich knapp 20000 Unterschriften zum Erhalt der Checkpoint-Kreuze und der Gedenkstätte am Reichstag. Eine Unterschriftensammlung ist friedlich (wie es von den Berufsdemokraten immer gefordert wird). Wohin führt aber unsere Friedfertigkeit? Dazu, daß unsere Mahnmale geschändet werden – entweder von ehem. Genossen, von 68ern oder sogar von offiziellen Stellen, wie am Reichstag!
Bis zum Erbrechen wird Ulbrichts “frommer Spruch” wiedergekäut, niemand hätte die Absicht… Niemand, absolut keiner der hochbezahlten Historiker forscht nach den Lieferanten des Stacheldrahts für den 13. August 1961! Darüber wird der Deckel gehalten, wie auch über die Stasi-Akten von Kohl und Merkel! Ich bekam 1975 zwar alle Vergünstigungen, die mir zustanden aber keinen C-Ausweis. Man warf mir vor, ich hätte im zarten Alter von 17 Jahren, als Leiter des Schießens in der GST Hennigsdorf, das Regime unterstützt! Warum sind dann aber jede Menge SED-und Stasi-Kader in Parlamenten und Verwaltung??? Angela Merkel war FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda und ist Kanzlerin! Kohl übernahm 60 Leute aus Mielkes Personenschutz! Waren das nun Täter oder Widerständler? Laufend wird auch vom “Sturm” auf die Stasi-Zentrale gesülzt. “Sturm”? – die Tore öffneten sich nach INNEN, und die “Stürmenden” wurden zu den Fressalien und Saufereien geleitet! Erst später randalierten sie dann in den Büros und warfen Akten aus den Fenstern, statt sie zu sichern…
Damit Sie nicht vergessen, mich an meinem nächsten Geburtstag zu interviewen: 18. Januar – alles klar? Danke!
Wolf Biermann sang 1976 “Ich bin gekommen vom Regen in die Jauche”. Jauche mit Bananen, garniert mit Heuchelei – Guten Appetit und nochmals Dank!
Unfreundlich, Gustav Rust, mehr als neun Jahre Polit-Haft unter Ulbricht und Honecker, signiere am Mahnmal am Reichstag meine erweitert wieder aufgelegte Biographie.
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Dr. Mayer antwortet:
Du darfst gern mein Gerichtsurteil lesen. Meinetwegen auch ein paar Tausend Seiten Stasiakte, die bei mir zuhaus in einem großen Karton verstauben.
Warum er, als Kopf von 18 Besetzern der Dänischen Botschaft, nur wenige Wochen in Haft war, verschweigt er tunlichst…
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Im Forum Ost.blog entdecke ich ein Foto von “meiner” Gedenkstätte und schreibe:
Wann hast Du das Foto gemacht? Warum hast Du mich nicht angesprochen? Hast Du Berührungsängste? Der Kranz, der am Mahnmal hängt, ist von Spenden der Touristen finanziert. Kamerad Rudolf Schröder (+) half mir mehrmals wöchentlich bei der ehrenamtlichen Pflege des Mahnmals. Ich bin nun seit elf Jahren täglich dort, signiere die zweite (erweiterte) Auflage meiner Biographie “Ich war auch dabei” und biete einige Bücher anderer NKWD- und Stasi-Opfer an.
Das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten räumte im vorigen Jahr sämtliche Blumenkübel- und Kästen weg! Schon 2003 sollte das Mahnmal abgerissen werden, wogegen wir knapp 20000 Unterschriften sammelten. Vergessen ist angesagt! Eines Tages wird es, wenn ich hinkomme, weg sein. Die Bundestagsbauverwaltung montierte die gleichen Kreuze ans Geländer der Spree, um das Mahnmal wegreißen zu können. Es erscheint auch nie im Fernsehen, nur die Alibi-Kreuze an der Spree! Auch auf der offiziellen Homepage von Berlin findest Du nur die Alibi-Kreuze und dazu den verlogenen Kommentar, daß sie “nun wieder da sind”! Das bezieht sich aber auf das richtige Mahnmal, das 1995 an die Ecke Scheidemann/Eberstraße versetzt wurde, wegen der Bauerei. Als alles fertig war, hieß es, daß kein Platz dafür vorhanden sei! Von offizieller Seite nur Heuchelei, und in den Foren Jammerei…
Erich Loest? Der grüßte mich vor Jahren vor dem BStU-Dokumentationszentrum nicht einmal mit einem Kopfnicken, dieses Edelopfer! Ich trug Knastanzug und am linken Handgelenk eine “Acht”, er erkannte mich also als ehem. pol. Häftling…
Noch bevor die Veranstaltung in der Bernauer Straße richtig begann, ging ich. Ich habe keine Lust, die Sülzereien da oben zu hören und beklatschen zu dürfen/sollen. Stalin und Ulbricht beklatschten sich auch selbst. Diskussion? Nach stundenlangen Reden auf dem Podium bleibt bei solchen Veranstaltungen eine lumpige halbe Stunde für die Opfer, die nicht alle über ein Auto verfügen. Das kenne ich nun schon seit Jahren! Die vom Podium? Die werden hoch bezahlt, inclusive Taxe zum Hotel/Bahnhof etc., die kommen dann nicht erst um 0.00 Uhr nach Hause!
Wer mehr über mich wissen möchte, sehe in meine Homepage unter “Bücher” und lese dort die Pressestimmen.
Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav Rust
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Bei Reinhard Binder schreibe ich:
Kamerad Dr. Mayer ist sauer…
und sperrte sein Forum:
“Geschütztes Forum
Sie haben keinen Zugriff auf dieses Forum.”
Dort werden vielleicht irgendwelche Staatsgeheimnisse diskutiert? Ich fragte ihn nur per Mail, warum er, als Kopf der Botschaftsbesetzer 1988, wenige Wochen in Haft war – als Obermimer von 18 Leuten!
Gorbatschow und Schewardnadse boten Bonn bereits 1985 die (Teil-)Vereinigung an, wovon heutzutage in den Verblödungsmedien keine Rede ist. Wer seit dem Mauerfall führende Positionen im VEB Aufarbeitung einnimmt, ist für mich suspekt! Den nördlichen Teil von Ostpreußen wollten sie uns SCHENKEN! Genscher winkte ab: “Kein Interesse”! Das habe ich aus der “Jungen Freiheit” von damals. Wenn wir von den REPs Veranstaltungen hatten, lag immer ein Stapel “JF” aus…
MkG, Gustav Rust
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Im Ost.Blog macht ein Mädchen Reklame für blödsinnige Musik! Ich schreibe ihr:
Was hat denn so ein nebensächlicher Schrott in so einem Forum zu suchen? Gehe einmal in meiner Homepage auf “Bücher” und lese zum Inhalt von Dr. Gustav Sichelschmidt: “Deutschland verblödet – WEM NUTZT DER DUMME DEUTSCHE?”
Unfreundlich, Gustav Rust
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Vor Tagen verschwand der Kassenwart der Gras-und Körnerfresser aus der Volksrepublik Brandenburg mit der “Knete” von mehr als 40000,- EUR. Das sind die Genossen, haahh, haaahhhh… Im Forum von Rainer Schubert entdecke ich einen prima Film, über die Linken:
http://www.livingscoop.com/watch.php?v=OTA3
Fr., 25.2.11:
Es ist, als ich Kaffee trinke, 12.30 Uhr… Gestern war Dr. Mayers Forum gesperrt, heute kann ich wieder darin lesen, wenn er auch nichts von mir freischaltet. Peter Kämpfe belobhudelt Roland Jahn und lobt überschwenglich einen “Spiegel”-Artikel von Wensierski und Berg – Berg verfaßte mit einem Kollegen den Hetzartikel gegen mich. Das sind Kameraden! Mayer verlinkt zu einem “Tagesspiegel”-Artikel der auch des Lobes voll ist für Jahn. Jahn soll sogar Druckmaschinen in die Mauer-Republik geschmuggelt haben, wie man immer wieder liest. Andererseits wird ständig darüber gejammert, die Stasi hätte alle Pakete geöffnet etc. Und da soll Jahn sogar Druckmaschinen geschmuggelt haben? Wie er das anstellte, bleibt sein Geheimnis und das der Verblödungsmedien. Unter einem Foto steht, er sei “noch immer Sozialist” – na also! Um den Posten zu bekommen, schleimte er, Merkel (IM “Erika”) sei sein “großes Vorbild”! “Spiegel”-Online berichtet, er sei “illegal in die DDR eingereist”. Wie er das bewerkstelligte, wird nicht geschildert… Jahn sitzt bei Eppelmann im VEB Aufarbeitung, in der Havemann-Gesellschaft etc. Ulbricht meinte: “…Wir müssen alles in der Hand haben”… “Info”-Radio meldet, in der BStU ist der Personalratschef als ehemaliger Stasi-Mitarbeiter enttarnt worden. Überall das Gleiche, damals bei der Bundespolizei, heute bei der BStU. Die Akte von Clemens gibt die BStU nicht an die Presse… Ich bin um 14.20 Uhr auf dem Bahnsteig, der Zug ist weg, Pause… Nachdem die Sonne weg ist, stecke ich eine halbe Fackel an. Ein Mädchen schiebt ihr Rad über die Ebertsraße, ein älterer Berliner mit VW muß halten, ein anderer Berliner mit Skoda fährt auf… Um 17.40 Uhr auf dem Bahnsteig, Einkauf bei Lidl, 18.20 Uhr zu Hause. Spende: 3,50 EUR. Die neue “Freiheitsglocke” kam, vor einigen Tagen kam ein Heft der “Aktion gegen das Vergessen” sowie ein ellenlanger Brief mit Bücherreklame der Deutschen Konservativen. Das Zeug kann man garnicht alles lesen, Siegerist schreibt sowieso immer dasselbe… Ich schreibe noch an das AG Oranienburg wegen meiner Eingabe an das Kreisgericht 1967, scanne alten Papierkram und tippe eine Mail an Herrn Lamster vom Bundesarchiv. Dann sehe ich um 23.30 Uhr noch einmal ins Weltnetz, scanne zwei Fotos von 1953, Kröchlendorff/UM und Wunscha/OL, sehe wieder ins Netz und tippe eine Mail wegen der Seiten von Kröchlendorff/ Uckermark:
Sehr geehrte Damen und Herren,
in meiner Biographie (1945-1995) “Ich war auch dabei” (zu sehen in meiner Homepage unter “Bücher”), schildere ich auch meinen vierwöchigen Aufenthalt im Kinderkurheim Schloss Kröchlendorff, 1953. Die Zeitangaben in der Chronik Ihrer Homepage stimmen also nicht immer.
Die Kirche wurde 1968 entweiht und anschließend ausgeplündert? Das kommt von der sog. “Arbeiter- und Bauernmacht” – sehr “kulturvoll”! Unter Stalin wurden die Kirchen in der UdSSR bekanntlich als Getreidelager und sogar Schweineställe benutzt – “Russisch Kultura”! Schön, daß das Schloß nicht abgerissen wurde, wie z.B. das von Putbus/Rügen.
Auf dem Detail-Bild bin ich lachend in der Mitte, mir hängen die Haare in die Stirn.
Wenn Sie möchten, dürfen Sie das Gruppenbild in Ihre Homepage einbauen. Als Quellenangabe erbitte ich: “Archiv Gustav Rust, Berlin” oder einfach nur meine Homepage: “www.gustav-rust.de”. Bitte keine Dankesworte dazusetzen.
Freundliche Grüße nach Kröchlendorff, Gustav Rust
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Ich werfe zweimal die Waschmaschine an, sehe weiter ins Weltnetz, u.a.: http://www.kroechlendorff.de/ , http://www.oberlausitz-museum.de/krobnitz.php , http://www.devastiert.de/orte/wunscha.php und gehe um 3.40 Uhr endlich ins Bett…
Sa., 26.2.11:
Obwohl ich erst um 5.00 Uhr einschlief, trinke ich jetzt schon um 9.00 Uhr Kaffee und tippe etwas ins Gästebuch der Hoheneckerinnen:
Frage:
Wozu soll dieser Text hier gut sein? Als Drohung dienen? Und mit gleich drei Ausrufungszeichen… Kameradinnen, schreit mich bitte nicht an, ich bin sensibel – danke. Drohtext: “Und noch ein wichtiger Hinweis an die Trolle und Geschichtsrevisionisten: Die IP jedes Schreibers wird automatisch vom System gespeichert und steht bei Bedarf jederzeit zur Verfügung!!!”
Ein einziges Buch ist aufgeführt. Die Kameradin war “nur” drei Wochen in Stasi-U-Haft? Und bekam zu rauchen und Kaffee? Das las ich bisher nur bei Kameraden, die ein oder zwei Jahre in U-Haft waren (Fluchthelfer etc.)
Das obere Foto (von Kamerad Roland Brauckmann) zeigt einen Teil der Stasi-U-Haft Cottbus, Spreeufer, wo ich 1960 sechs Wochen saß – ohne Zigaretten und Kaffee. 1995 versprach mir der AG-Direktor noch telefonisch, daß beim Umbau zu Gerichtszwecken “zwei Todeszellen im Keller erhalten bleiben”. Aber nichts blieb vom NKWD-Terror dort erhalten, Spuren verwischen ist überall, nicht “nur” in Cottbus, angesagt. Wie auch in der “Rummeline” in Berlin, wo alle sechs “Tigerkäfige” im Keller beseitigt wurden, trotz Schild: “Denkmalsschutz”! Einige Fotos, die ich 1995 machte, befinden sich in meiner HP. Dann enftfernte das Grünflächenamt Mitte/Tiergarten sämtliche Blumenkübel- und Kästen vom Mahnmal am Reichstag, das ich nun schon 11 Jahre ehrenamtlich pflege und einen kleinen Bücherstand betreibe. Die UOKG brachte, von Steuergeld finanziert, vor Jahren eine kleine Broschüre heraus: “Die Frauen von Hoheneck” (mit Fotos, auch von Schlüsselknechten und “Wachteln”!). Als sie vergriffen war und ich nach dem Rechte-Inhaber fragte, hieß es, die Rechte seien dem Verlag überlassen worden (Westkreuz-Verlag)! Als ich dort fragte, wollten sie, bei einer Auflage von mehr als 500, 5,- DM haben! Bei dem Preis würde ich noch heute darauf sitzen! Warum überließ die (damalige) UOKG die Rechte kostenlos einem Verlag? Es war doch Steuergeld! Ich ließ 1996 meine Biographie: “Ich war auch dabei” auf eigene Kosten drucken und legte sie jetzt, erweitert um viele Fotos und Akten, wieder auf, ebenso meinen 740-Seiten Wälzer in Deutsch und Englisch: “In den Fängen von NKWD und Stasi mit Schandmauer und Stacheldraht” (Häftlingsschicksale anhand von Akten und Fotos). Allein die Übersetzung ins Englische kostete mich mehr als 12500,- DM… Aber es darf nicht vergessen werden!
Meine Homepage: www.gustav-rust.de
Viel Erfolg und kameradschaftliche Grüße, Gustav Rust
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Um 11.00 Uhr erreiche ich mit Sperrholztafel und Bücher “meine” Bahn, den Papierkram an das Amtsgericht Oranienburg werfe ich am Brandenburger Tor ein, statt zur Post zu fahren. Ich hole von “Neuland” den Laubbesen und zwei große Müllsäcke. Der Chinese steckt das Tannengrün ein und harkt, bekommt 5,- EUR, die ich mir zu Hause vom Spendengeld zurücknehme… Zu meiner großen Freude besucht mich Kamerad M.L. Er bekommt einen Kaffee, wir quatschen. Er will am Abend anrufen, ich sage ihm, daß ich zu Hause nachsehe, ob er als Zeitzeuge in der Homepage der Cottbuser Häftlingsgemeinschaft oder in der des Menschenrechtszentrums aufgeführt ist, wie Brauckmann und Siegmar Faust ihm, unabhängig voneinander, versicherten… Zwei etwa 20-Jährige fragen mich nach dem Verteidigungsministerium, einer verzieht die Mundwinkel zu einem Mona-Lisa-Lächeln: “Wat wolltan da? Haben wa Kriech? Ick hab hier keen Radijo. Wollta Euch freiwillich melden zum Hindukusch? Hat Euch ausjerechnet SPD-Struck mit sein Großdeutschland bis zum Hindukusch, uffjehetzt? Olle Adolf der Vabrannte würde vor Wut wieda een Tobsuchsanfall kriejen, weila von een Rosanen noch übatrumft wird” “Wir wollen demonstrieren” “Wat hasten da in den zafleddaten Beutel? Een Stücke Brot, een Stücke Speck und ne Zwiebel, wie bei de Iwans? Da drüben, de Polezisten wissen wo det is. Wenne aba in den Beutel ne Handgranate hast, vasteck se hier beim Großen Kurfürsten untat Laub”… Ein junger Mann nimmt mein Urteil von 1960 in Englisch. Um 16.00 Uhr auf dem Bahnsteig, 16.30 Uhr zu Hause. Einnahme: 5,- EUR, keine Spende. Ich setze Kartoffeln auf, aber Andreas ist nicht zu erreichen und Karsten im Krankenhaus Herzberge auch nicht… Ich rufe die CHG-Homepage auf. Der 1997 platzierte Gedenkstein ist endlich gut sichtbar versetzt worden, die CHG bedankt sich bei Kamerad von der Heyde, daß er immer Blumen niederlegt – ich legte schon mehrmals einen großen Strauß nieder, wenn ich dort war, mußte extra eine Vase kaufen und mitschleppen, aber bei mir bedanken sich solcherlei Typen nicht. Nur Kamerad Manfred Krafft, Peitz, war immer mit mir am Stein, auch, wenn ich dort eine Fackel zum Gedenken abbrannte… Siegmar Faust beantwortete bisher nicht meine letzte Mail, Carl-Wolfgang Holzapfel reagiert auch nicht mehr auf unbequeme Fragen. Martin Sachse hatte schon recht, wenn er einmal meinte, daß sie alle nur ihr eigenes Zeug machen, egal, welchen Verband es betrifft. Dr. Kittan schrieb 2010 wenigstens einen Artikel in der “BZ Online”, weil ich das Mahnmal am Reichstag zehn Jahre lang pflege. In den o.g. Seiten klicke, lese und suche ich vergebends nach einer Zeitzeugenliste ehem. Pol. Häftlinge ab etwa 1950. Nur eine kurze Liste mit NKWD-Opfern, die in Workuta waren, weiter nichts! Wieder 1,5 Stunden Zeit verplempert, diesmal, weil Roland Brauckmann und Siegmar Faust M.L. “die Taschen vollgehauen haben”, wie es im Knast hieß! Ich stoße wieder auf die (UOKG-) Erklärung, in der ich als einziger namentlich genannt werde. Falcke quatschte die oft betagten Kameraden buchstäblich besoffen, wie mir Benno Prieß schon vor Jahren bei einem seiner Besuche “meines” Mahnmals sagte, alle waren müde und hoben die Hand, wie in der Volkskammer unseligen Angedenkens:
Distanzierung von politisch-extremen Äußerungen und Handlungen
Beschluß der Mitgliederversammlung vom 7. Dezember 2003
Die Mitgliederversammlung der UOKG am 6./7. Dezember 2003 in Berlin distanziert sich von allen politisch-extremen Äußerungen und Handlungen des Herrn Gustav Rust und Gesinnungsgenossen im Internet und in der Öffentlichkeit.
Herr Rust und Gesinnungsgenossen sind nicht befugt, für die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft und der ihr angeschlossenen anwesenden Gemeinschaften zu sprechen.
Bund der Vertriebenen e.V.
Bautzen Komitee e.V.
BSV – Bund der stalinistisch Verfolgten e.V. (LV Berlin)
Forum zur Aufklärung und Erneuerung e.V.
Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen
Initiative Internierungslager Jamlitz e.V.
Initiativgruppe Buchenwald 1945 – 1950 e.V.
Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf e.V.
Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen e.V.
Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen
VERS – Verband ehemaliger Rostocker Studenten
VPHdS – Verband politischer Häftlinge des Stalinismus e.V.
Lagergemeinschaft Workuta / GULag – Sowjetunion
Waldheim Kameradschaftskreis
Cottbusser Häftlingsgemeinschaft
Doping-Opfer-Hilfe e.V.
Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.
Bellevue-Gruppe e.V.
Föderative Vereinigung Zwangsausgesiedelter e.V.
Arbeitsgemeinschaft ehem. politischer Häftlinge in der ev. Kirche
Arbeitskreis ehemaliger politischer Häftlinge in der früheren DDR
Interessengemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen
Initiative verfolgter Schüler und Studenten
Initiativgruppe NKWD-Lager Tost
DDR-Museum in Pforzheim
Spurensuche e.V.
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Der ZDF-Film einer Sendung, die ich mir ansah, ist auch anzuklicken (Peymann rastete aus, fast hätte ich eine “Klapper” angerufen):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/, http://www.hinter-der-mauer.de/
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Erst räume ich Bücher um, scanne einige Fotos aus Peter Dehoust: “So nicht, Herr Bubis!”, esse, dann sehe ich nach Post. Carl-Wolfgang Holzapfel bombardiert mich schon wieder mit einer seiner Presseerklärungen: “Denn isset keen Wunda, daß de keene Zeit hast, meine letzte Mäl zu beantworten…” denke ich… Ronny Tretbar von devastiert.de antwortete wegen Wunscha/Schlesische Oberlausitz… Ich tippe eine Antwort, dann gebe ich bei Googl ein: “Goldbestände der Deutschen Reichsbank, Gotha, 1945″. Bei Dehoust: “So nicht Herr Bubis!” ist ein Foto, das jede Menge Goldsäcke zeigt. In der Bildunterschrift heißt es, die Amerikaner hätten 1945 das Reichsbankgold bei Gotha gefunden, beschlagnahmt und weggeschleppt – ein hochinteressantes Buch, genau wie vom gleichen Autor: “Ignatz Bubis – Die Wahrheit”… Bubis stritt sich auch mit vernünftigen Juden, wurde dann kleinlaut und verstummte… Gleich der erste Link ist der vom Verlag Oldenbourg: http://www.oldenbourg-link.com/doi/abs/10.1524/9783486702033.1
Für Linke ist es natürlich ein Nazi-Verlag… Nach leichter Änderung in: “Goldbestände der Deutschen Reichsbank 1945″ finde ich:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/1129/blickpunkt/0003/index.html , “Preußische Allgemeine Zeitung”, Archiv: http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv98/304o98.htm… Die Bandscheibe spielt verrückt, ich lege mich um 2.00 Uhr hin…
So., 27.2.11:
Erst um 12.00 Uhr trinke ich Kaffee und schreibe an Kamerad Fritz Schaarschmidt:
Lieber Fritz,
Du schreibst bei Dr. Mayer: “Wer mehr über die Geschwister Proksch wissen möchte, sollte sich unbedingt das Buch kaufen, was nur selbstfinanziert in den Druck gehen konnte…”.
Meine Biographie erschien 1996 auch selbstfinanziert, jetzt die zweite Auflage ebenfalls. Auch meinen Wälzer “In den Fängen…” finanzierte ich selbst. Ich bettelte nicht bei (NVA-)Aktenvernichter Eppelmann, CDU, um Druckkostenzuschuß.
Quasi als “Dank” dafür, rezensiert die VOS nicht noch einmal meine Biographie oder ein anderes meiner Bücher. Und Mayer schaltet von mir nichts mehr frei – Ausgrenzung ist AUCH bei allen “Schwarzen” angesagt, was viele nicht wahrhaben wollen. Als ich Mayer um eine Rezension bat, brach er in meinem Forum einen Streit mit Dr. Hartmann, auch Katholik, vom Zaun. Das ist aber in Wirklichkeit nur alles (politische) Schaumschlägerei für die Öffentlichkeit, speziell für uns Opfer, auch der Staatsschutz liest mit… Lese einmal von Knabe: “Die unterwanderte Republik”… Für eine Rezension hatte niemand Zeit oder ich bekam erst garkeine Antwort, wie bei Dr. Bilke aus Kronach, der sich in Leipzig mit seinem Vernehmer traf. Wenn sich einer mit diesen Strolchen trifft, muß er doch gut behandelt worden sein… Die LG Fünfeichen ließ ihre Doku in Schwerin bei einer SED/Stasi-Druckerei herstellen, und selbst die Opfer übernehmen unbesehen alle gefälschten Opferzahlen, ob aus den Sowjet-KZ, dem 17. Juni 1953 oder von der Schandmauer… Denke bitte auch an die Hetzartikel von “Spiegel-Online” und “taz” gegen mich und an die Beseitigung der Blumenkübel- und Kästen vom Mahnmal am Reichstag. Für den Erhalt der Checkpoint-Kreuze und der am Reichstag, sammelte ich mit Kamerad Rudolf Schröder (+) knapp 20000 Unterschriften – WAS taten die Verbände? Ausgrenzung von uns beiden!
Ich muß zum Mahnmal…
Schönen (Rest-)Sonntag, und kameradschaftliche Grüße, Gustav
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Ich denke an Ingrid, meine erste Ehefrau, die mir Olaf gebar und heute Geburtstag hat und bin erst um 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig. Bedeckt aber nicht sonderlich kalt, ich lege aus und stecke eine halbe Fackel an. Frontschwein Heinz, 2. SS-Pz.-Div. “Das Reich”, kommt, sonntäglich aufgedonnert, über die Straße, ich erhebe mich: “…Wo det heute bedeckt is, rennste mit Sonnenbrille rum. Haste bei De Mäsär anjeheuat oda sojar beim CiEiCi? Willste de Vafassung schützen, die wa janich haben? Du hast Dein Schlapphut vajessen…”. Wir quatschen und lachen… Eine Irin kauft: “Die Berliner Mauer”. Ihr Englisch verstehe ich kaum, winke Marco heran, der gerade zur Toilette marschiert: “Der Jung-Män is aussen Westen, der kann Englisch, ick kann bloß Deutsch und Französisch”. Sie quatschen, dann nimmt sie auch noch mein Urteil von 1960 und Schirmers: “Sachsenhausen- Vorkuta”. Marco dreht sich um, weil sie immer weiter quatscht, ich lache, fasse ihren Pelzmantel an: “De eirisch Mäddäm hat big Männie!” Sie versteht und lacht, reicht mir die Hand, überschüttet mich mit einem Schwall unverständlicher Worte und geht… Ich gehe zu Miriam und Marco: “Ick hab keene Scheibe Brot mehr zu Hause und bloß noch eene Katoffel. Vakoofta ma vier Pappbrötchen?” Miriam packt sie ein: “Dafür mußte doch keene teure Alu-Folie nehm” maule ich “Ick vewöhn Dich” “Nu haste mich vorn Hungadoot zu Hause jerettet. Wenne mich vawöhn willst, mußt de bloß noch mitkomm und Staub wischen”. Marco grinst. “Ick halt dich uffte Leita ooch fest, wenne de Jadinen abnimmst, ick koof da vorher noch een Minirock, damit ick wat sehe, und nischt drunta. Bei so een Anblick bin ick vawöhnt”. Weil sie Feierabend machen, bringt sie mir später noch Bratwürste… Vier jungen Spanierinnen zeige ich mein Urteil von 1960 und den Text am Hochkreuz, gebe ihnen das Flugblatt. Nachdem sie lasen, bringt mir eine 5,- EUR: “Gracia”. Ein junger Mann macht jede Menge Fotos vom Hochkreuz mit Fackel, sieht dann auf die Auslagen. Wir kommen kurz ins Gespräch: “Kennen Sie Heinz Kuttnik?” “Ja, olle Heinz is in Ordnu ng, besucht mich manchmal hier…”. Er bestellt Grüße von mir… Um 17.15 Uhr auf dem Bahnsteig, an der Tankstelle hole ich Zigaretten. Ich muß warten, mein Blick fällt auf die “Bild am Sonntag”: “So leidet Guttenberg”. Mir werden die Augen feucht, ich denke: “Kanna sich nich von seine Frau oda IM `Erika´ und seine CDU/CSU-”Jenossen” trösten lassen? Oda, wenn alle Stricke reißen, kanna inne Kirche jehn…” Um 18.50 Uhr zu Hause. Einnahme: 25,- EUR, Gesamt-Spende: 7,20 EUR… Nach dem Essen rufe ich Post ab, der Webmeister von “www.kröchlendorff.de” meldet sich:
Sehr geehrter Herr Rust,
vielen herzlichen Dank für Ihre Mail und die Fotos! Und auch danke für den Hinweis auf die Fehler auf der Kröchlendorffer Homepage!
Sehr gern verwenden wir das von Ihnen zugesandte Bild. Das Urheberrecht wird natürlich beachtet. Die Homepage muss sowieso überarbeitet und aktualisiert werden. Das ist längst überfällig…
Leider habe ich Ihr Buch jetzt nicht vorliegen. Deshalb diese Fragen: Haben Sie denn noch so viele Erinnerungen an die Zeit in Kröchlendorff? Und können Sie sich noch an Namen (der Erzieherinnen) erinnern?
Vielen Dank erst einmal und alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen, Hauke
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Ich tippe die Antwort nach Kröchlendorff, will zitieren, scanne dann aber 10 Seiten aus “So nicht, Herr Bubis! – Eine deutsche Antwort” und hänge sie Herrn Hauke an die Mail… Um 0.20 Uhr (!) lese ich weiter Post. Carl-Wolfgang Holzapfel wirft schon wieder mit einer Erklärung um sich, die letzte kam erst vorgestern. Statt direkt am Reichstag zu demonstrieren – als Einzelkämpfer oder mit Tatjana, noch besser mit anderen Opfern zusammen. Einzelpersonen dürfen dort mit einem Pappschild demonstrieren. Wenn sich auf oder an jedem der Granit-Klötze einer postiert, wäre dem Gesetz Genüge getan, jeder wäre für sich, was nicht ausschließt, daß sie auch einmal zu einer Pause zusammenstehen. Ich rege mich schon wieder auf und denke: “Seita de mickrije Rente jekricht habt, sondata bloß noch Aklärungen ab, statt uffte Straße zu jehn, jedenfalls de meisten… Ick hab schon in mein damalijet Forum jetippt und in andere, daß übahaupt bloß die ne Rente hätten kriejen dürfen, die richtich durchjedrückt haben, wie de VOS-Kameraden Heinz Grünhagen in Strausberch, der jejen de janze dortije SED-Kamarilla jekämft hat, bis een Jedenkstein für de Teilnehma und Opfa vom Siebzenten Juni Dreiunfuffzich stand, wie VOS-Kamerad Ewald Kurbiuhn, der mit seine Kameraden dafür sorchte, daß der Bahnhofsvorplatz nach den Tach benannt wurde und VOS-Kamerad Xing-hu Kuo, (I)GfM- und HvD- Kamerad Erhard Jöhl (Göhl) aus Darmstadt, die den letzten Waggon vom Grotewohl-Expreß kooften und denn den Streit mitte Leipzija ausfochten u.s.w., bissa in Hohenschönhausen landete…”. Weil ich nicht mehr weiß, ob Kamerad Göhls Vornahme mit oder ohne “h” geschrieben wird, gebe ich seinen Namen bei Googl ein, lese dort (http://www.yasni.de/erhard+g%C3%B6hl/person+information) und muß schon wieder lachen: “Jutta Gallus fährt in die Freiheit und findet ihre Gönner”. Gleich am Anfang, quasi als Motto, steht geschrieben:
“Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden (5. Mose 25.4)”.
“Lach nich zu ville” denke ich “Sonst fällt dein Blutdruck wieda ins Bodenlose. Reech dich lieba weita uff. Olle Mose dachte woll an den Ochsen, der imma im Kreis looft und drischt und der braucht Luft, wenna ackan soll. Aba sowat kann man ooch uffte Quatscherei beziehn, zumal se hier ständich de Freiheit bemühn, welche Freiheit und für wen se jemeint is, sagen de Heuchla nich, meinen woll ihre, die mit Daumen und Zeijefinga. Wehe, wenn dir wieda eena am Reichstach det Maul vabieten will und ne Rolle Klebeband ausse Tasche zieht, denn zitierste Mose!… Ach, olle Carl-Wolfjang Holzappel und de Vabände mittet Papier. Vor Jahren saachte dir ja eena vonne ostzonalen Historika im Bundesarchiv, die haben ja da fast alle een Nummanschild aus Stasi-Stolpes Volksrepublik Brandenburch, daß wa jenuch Papier haben. Denn sondat mal weita eure Aklärungen ab und bekleckat Euch mit Ketschap und leecht Euch am Potsdama Platz anne jeklauten Mauasegmente. Da kommt wenichstens mal een Reporta und det Vablödungsfernsehn. Da flimmata mal für een paar Sekunden inne Wohnzimma, und morjen is wieda allet vajessen, und der vateilt da für teuret Falschjeld Wisa mit Stempel anne Touristen und die freuen sich wie kleene Kinda und bei mir am Mahnmal haben se denn uff eenmal feuchte Oogen. Is det allet lustich oda ooch nich. Wenn ick da Wisa vateilen würde, müßten se üba de Maua klettan, ick würde da obendruff ne Banane leejen. Oda uff de Ostseite halb vafaulte Äppel ausse Miete vonne LPJee `Frölicha Untajang´, wie wa se alle virzen Tage im Knast krichten, mitten HO- oda Konsumschild, und uffte Westseite würde eena Bananen untat Volk schmeißen und rufen: `Herzlich willkomm, Brüda und Schwestan ausse Zone inne Freiheeiiit!´… Vonne VOS krichste nich mal ne Urkunde, een Fetzen Papier, obwoll wa davon jenuch haben…”. In dem Text mit Jutta Gallus heulen sie dann über die Funktionäre der (I)GfM, einer war aktiv in der NTS und ist Ehrenvorsitzender der (I)GfM. Mir fällt das NTS-Flugblatt von 1953 ein, das in meiner Biographie und in den Übersetzungen des Urteils von 1960 enthalten ist, besonders die Karikatur mit der Überschrift in Russisch und Deutsch:
“Große Veränderungen Der Kampf gegen den Persönlichkeitskult” Stalin war gestorben, der Machtkampf zwischen Malenkow, Berija und Chruschtschow entschieden. Malenkow, noch fetter als Chruschtschow, fand sich als Fabrikdirektor in Sibirien wieder, Berija bekam etwas später seinen verdienten Genickschuß. Der dicke Chruschtschow sitzt in der Karikatur mit einer Hühnerkeule in der Hand am Tisch, das Volk sieht zu. Auf dem unteren Bild hält er dem Volk einen Maiskolben hin… Mir fällt dazu ein Zitat ein, aus: “Die Polemik über die Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung”, Verlag für fremdsprachige Literatur Peking, 1967, das mir Kreisstaatsanwalt Waldemar Weihs, Zossen, wegfilzte:
“Chruschtschow prägte ein berüchtigtes Schlagwort: Gulaschkommunismus. Aber bekanntlich sind Kartoffeln und Rindfleisch (zwei der wichtigsten Zutaten für Gulasch – die Redaktion) vom Tisch der sowjetischen Werktätigen verschwunden”…
Ich lese noch die obere Googl-Anzeige aus einer “Freiheitsglocke” von 2009, dann tippe ich die Mail nach Kröchlendorff weiter: http://www.yasni.de/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.vos-ev.de%2Ffg%2FFG_2009_06_680.pdf&name=Erhard+G%C3%B6hl&cat=document&showads=1 …
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Es ist schon 2.30 Uhr, als ich die Mail endlich fertigtippe und die 10 Scans anhänge:
Sehr geehrter Herr Hauke,
ich war ja nur vier Wochen dort mit anderen Kindern zur Kur, die aus allen Gegenden der “Besenkammer” (Knast-Jargon) “DDR” kamen.
An Namen von Erzieherinnen oder Kindern kann ich mich nicht mehr erinnern. Wir schliefen in Sälen.
Wenn ich mich recht erinnere, verlief im ersten Stock ein langer, lichtdurchfluteter Korridor, entlang der Fensterfront,
von dem sich dann nach hinten Säle und/oder große Zimmer anschlossen (Speisesaal, Bibliothek, Schlafzimmer für sich und die Gäste?). Das Treppenhaus lag wohl in der Mitte, ich kann mich aber auch irren. Vielleicht waren jeweils links und rechts, also in den
Turmbereichen, Treppen? An der Rückseite des Schlosses war auch eine Freitreppe…
Weil ja einer den anderen nicht kannte, ging ich meist allein spazieren, oft im Park. An große Buchen aller Arten kann ich mich noch erinnern, überall lagen Bucheckern herum, die ich auch aus den Parks in Baruth/Mark kannte (Grafen, seit 1888 Fürsten zu Solms-Baruth, weiterführend: zu Solms-Baruth-Klitschdorf)…
Selbstironisch schreiben Sie über die Dorfstraße. Sie hätten aber die damalige sehen (und erleben) müssen! Nur mittelalterliches, total vergammeltes Kopfsteinpflaster. Die Straße war, im gepflasterten Bereich, äußerst schmal. Wenn dann die Herrschaften in der
Kutsche kamen, mußten die Bauern mit ihren Pferdewagen nach einer sandigen Seite (sog. “Sommerweg”) ausweichen… Als wir dort ankamen, schien die pralle Sonne auf die flachen, uralten Bauernhäuser, die wohl aus Fachwerk bestanden oder auch nicht, vielleicht im 19. Jahrhundert geputzt wurden, damit der Staub schön haftete. Rauhputz war ja auch zu Zonen- und “DDR”-Zeiten beliebt, der Dreck wurde vom Regen nicht so schnell abgewaschen, alles blieb grau in grau… Fassadenfarben gab es nicht oder sie waren von schlechter Qualität. Auch bei uns, südlich von Berlin, waren die Häuser in den Dörfern des Glogau-Baruther Urstromtals und auf dem
Niederen Fläming meist rauhverputzt – trostlos. Aber alle Trostlosigkeit wurde für mich damals 13-Jährigen, übertroffen, durch den Anblick dieser mit Kopfsteinen gepflasterten Straße und ihre Vertiefungen sowie die flachen, ärmlich aussehenden Häuser. Da konnte auch die strahlende Sonne nichts ändern.
Geschichte interessierte mich schon von Kindesbeinen an. So freute ich mich dann über das Schloß und den Park. Die Schloßkirche war nicht so sehr mein Fall, weil in für mich zu strenger Spätgotik errichtet.
Allerdings würde ich, hätte ich dort etwas zu sagen, den absolut geschmacklosen Bettenbunker sofort abreißen lassen! Stahlbeton und riesige Glasflächen, z.T. übergroße glatte Betonwände – ekelhaft! Das beißt sich förmlich mit dem schönen Schloß. Die Fahnenmaste würde ich eigenhändig mit dem Schneidbrenner beseitigen, bin ich doch gelernter Schweißer. Solche Maste zerschneiden jedes Foto-Motiv! Diese Lackaffen wollen uns “europäische Bildung” (was immer das ist) beibringen? Diese von der Höhensonne oder Lötlampe braunen, mit Friedmän-”Schmalz” eingeschmierten, ekelhaft glatten Heinis mit “Kulturstrick” und Sektglas?
Die sind nicht einen Deut besser als die SED-Genossen der 50er Jahre, die quer über die Fassade des sog. “Frauenhauses” (Palas, Rest der alten Burg/ des alten Schlosses Baruth) 1952 ein riesiges, knallrotes, mit irgendeiner bolschewistischen Parole weiß beschriftetes Transparent spannten und dadurch sämtliche eingelassenen Wappen verdeckten! Da war ich zwölf Jahre alt, meine Mutter schenkte mir für 16,50 Alu-Chips eine Pouva “Start” (Kamerawerk Carl Pouva, Dresden), und ich konnte nicht die Wappen aufnehmen!
Das war mein erster Kulturschock, der zweite folgte 1953 im Spezialkinderheim Bad Saarow-Pieskow, Karl-Marx-Damm,
wo wir im Winter auf dem Eis des Scharmützelsees zum Sperrgebiet der Iwans schlichen und in leerstehenden deutschen Häusern nach Brauchbarem Umschau hielten, das sporadisch herumlag – in der Mitte eines großen Zimmers ein riesiger, vertrockneter Kothaufen! “Russisch Kultura”!
Der dritte Kulturschock folgte dann in Kröchlendorff (siehe oben)…
Der vierte erwischte mich angesichts der heutigen Beton-und Glasklötze, die uns von den Verblödungsmedien auch noch abgebrüht als Architektur aufgeschwatzt werden! Ausnahmslos jeder heutige, meist hochbezahlte “Aufarbeiter unserer Geschichte” (lies: “Scharlatan”) mokiert sich über die NS-Architektur. Diese ist aber geradezu kümmerlich, verglichen mit den Beton- und Glas-Bunkern heutiger Zeit!
Alles wird dann “gekrönt” mit sog. “Lovparaden”. Die kaputte Elfriede Jelinek bekam für “Pimperei” auf der Opernbühne von
Wien den Nobelpreis!
Der fünfte Kulturschock: Hinterbliebene stellten für die im Sowjet-KZ Buchenwald durch NKWD/MWD ermordeten Angehörigen Holzkreuze auf. Eine besondere “Zucht” der westzonalen 68er Kulturbolschewisten reiste extra aus Aachen an (das ist die Stadt, die dem Kriegsverbrecher Churchill den Karlspreis verlieh) und stülpte über jedes Kreuz einen Müllsack! Als die Lagergemeinschaft Buchenwald (?) Klage erhob, deklarierte das bescheuerte Gericht es als “Kunst”! Was meinen Sie, wie es rauschen würde im Blätterwald, wenn jemand über die Betonklötze des Holocaust-Mahnmals Müllsäcke stülpte? Wäre das dann auch “Kunst”? Gestern fiel mir beim umräumen eines Teils meiner Bücher von Peter Dehoust “So nicht, Herr Bubis! – Eine deutsche Antwort” in die Hand.
Ich blätterte und kam kaum noch davon los. Es ging um Walser, Friedman, Bubis, jede Menge andere Leute, die endlose damalige Holocaust-Mahnmal-Debatte und um die verhinderte Uraufführung des Stückes: “Die Stadt, der Müll und der Tod” u.s.w. Ich mache mir die Mühe zu zitieren: Nein, ich scanne die Seiten und hänge sie Ihnen an. Jetzt ist es schon wieder 2.40 Uhr, ich las noch im Weltnetz…
Ein Erlebnis im Schloß von Kröchlendorff schildere ich in meiner Biographie, die Sie unter “Bücher” in meiner Homepage finden, dazu auch Pressestimmen. Mir fehlen Lust und Zeit, das Erlebnis mit Gleichaltrigen zu schildern, es würde zu weit führen…
Nun zu der Überarbeitung der Homepage:
Entweder können Sie schreiben: “Archiv Gustav Rust, Berlin” o.ä. oder Sie setzen das Urheber-Zeichen und meinen Namen und Berlin dazu. Noch besser wäre es, wenn Sie das Zeichen und meine Homepage dazu setzen, es sei denn, Sie beabsichtigen eine Linkliste anzulegen, dann bitte die HP dorthin – danke.
Ich bitte auch näher auf die von Arnims einzugehen. Die Kröchlendorffer Arnims waren ja wohl “nur” eine Nebenlinie. Da wäre wirklich eine Linkliste, getrennt nach Themen, erstklassig. Statt vieler Tipperei einfach Links setzen, der Leser kann dann
sofort im Weltnetz alles finden und lesen, was ihn interessiert:
Heimatgeschichte:
Links von den Quitzows (Schlacht am Kremmer Damm), “Edle Gänse von Putlitz” (Wolfgang zu Putlitz ist in meiner Biographie
verewigt, weil ich ihn persönlich kannte, geben Sie einfach seinen Namen bei Googl ein; sein Bruder Gebhard zu Putlitz, der sich 1948
im Sowjet-KZ Bautzen zu Tode stürzte, ist erwähnt und auch die Schwester Armgard von Pilgrim, Geborene zu Putlitz, die ich 1975, nach meiner Übersiedlung nach West-Berlin, in der Güntzelstraße besuchte), von Bredows etc. bis etwa 50er Jahre oder bis heute…
Älteste Einwohner befragen nach Begebenheiten aus der Ortsgeschichte, auch die Zugezogenen, wie z.B. Heimatvertriebene, woher u.s.w., und gleich auch jeweils einen Link dazu vom Herkunftsort!
Genealogie:
Namenslisten der Alteingesessenen sowie der Zugezogenen – ganz wichtig für Genealogen (Kirchenbücher und/oder seit 1874 Standesämter nach Namen und Familien durchsuchen…).
Vereine:
Geschichtliches nicht vergessen, wie z.B. Feuerwehr, Kriegervereine etc…
Das sind nur Beispiele. Viele Orte zeigen Kinder- und andere Feste, Fresserei und Sauferei, tanzen etc., das sieht man in jeder Homepage, überall dasselbe Zeug wie im Fernsehen, nur die Personen wechseln.
Bauen Sie lieber alte Fotos ein und historische Ansichtskarten. Die Alten im Dorf sollen ihre Alben öffnen. Wenn sie tot sind,
ist es zu spät! Ich kenne doch “meine” Deutschen:
Kaum, ist jemand verstorben, wird “ausgemistet”, Feldpostbriefe, Lebensmittelkarten, Bezugsscheine, Kundenkarten (noch in der “DDR” üblich, während des Beginns der Zwangskollektivierung und später, 1962, nach Abschluß der Maßnahme für Butter und Fleischwaren) u.s.w. gehen in den Müll – leider!
Nur das Familienalbum bleibt in der Schublade – wenn überhaupt! Wenn dort nichts beschriftet ist und, soweit überhaupt vorhanden,
die Enkel fragen, wer dieser und jener ist, bekommen sie ihre Vorfahren gezeigt und erklärt, ansonsten fliegt alles in den Müll.
Dann dauert es nicht lange, und auch in Mitteldeutschland ist die “Masse Mensch” verblödet. Weiterführend: Dr. Gustav
Sichelschmidt: “Deutschland verblödet – Wem nutzt der dumme Deutsche?” (bei mir unter “Bücher”)… Das Kreisarchiv durchforsten, u.a. nach Artikeln aus der Parteipresse. Bekanntlich prügelten manche Bauern die Genossen mit Wagenrungen u.s.w. vom Hof und bekamen fünf- und siebenjährige Haftstrafen. Was sollten sie machen gegen 50 und 60 Genossen, die sich wie Heuschrecken auf die Dörfer stürzten? So viele Schädlingsbekämpfer gab es garnicht, die man ohne Telefon hätte rufen können – Zeitgeschichte, keine Spinnerei aus den Verblödungsmedien, sondern Tatsachen, nur harte Fakten zählen. Ich halte es mit Leopold von Ranke, der forderte (Geschichte so zu schreiben) “WIE ES WAR”!
Es ist 3.50 Uhr!
Viel Spaß beim lesen des Auszuges von Peter Dehoust, und freundliche Grüße nach Kröchlendorff,
Gustav Rust
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Erst muß ich mit Paintshop pro 6 jede zweite Seite um 180° drehen, dann die 10 Seiten anhängen, um 5.45 Uhr geht die Mail endlich raus, und ich kann mich hinlegen…
Mo., 28.2.11:
Weil an Schlaf wieder nicht zu denken war, in “Phönix” wieder Dokus über die Lenin/Stalin-Zeit laufen, schalte ich erst gegen 8.00 Uhr aus. Vor einigen Stunden, als ich das Dehoust-Buch holte, fuhr Trotzki noch mit dem Panzerzug durch die Weiten Rußlands und der Ukraine, Soldaten brachten Feldgeschütze in Stellung, und jetzt sehe ich überflüssigerweise das Zeug an, das ich schon kenne… Um 12.00 Uhr trinke ich Kaffee und mache um 13.00 Uhr auf dem Bahnsteig Pause, weil die Bahn weg ist… Kaum bin ich am Mahnmal, begrüßt mich feixend Kamerad Volker aus Cottbus: “…Ich bin jetzt Berliner, wohne in Hohenschönhausen” zückt er seinen Ausweis “Du meinst Rucksackbalina, wie det richtich heißt. Wie icke und alle Zujezogenen. In Hohenschönhausen haste Dich niedajelassen? Als jewesena Polit-Knasta bei de Jenossen? Und ooch gleich jeschmeidich anjepaßt, mit Streichholzlänge wie bei de Kampfgruppen. Det glatte haste Dir woll von Jüsi (Gysi) abjekiekt. Der is noch glatta als Du. Jejen den is een Aal noch ne Schruppfeile, wie det im Knast hieß. Der muß sich nich inschmiern, wie Mista Friedmän. Det is ma allet vadächtich. Haste endlich Deine Stasi-Akte dabei? Wenichstens det Deckblatt vom Urteil? Oda den Bescheid vonne Opfarente?” sehe ich ihm unter die Revers “Das interessiert mich doch nicht mehr” “Neee?? Aba mich! Da bin ick wie Mielke, der ooch allet wissen mußte! Wat meinste, wat hier schon für Leute warn inne elf Jahre, die ick hier bin, wat die ma schon allet azählt haben. Azähln kann man ville. De Taschen warn so voll, daß de Laga vonne Waschmaschine dran glooben mußten. Manchmal vajeß ick, det Zeuch rauszunehm” “Warte” will er ablenken und zückt einen 5,- EUR-Schein “Du hast mir doch damals drei Euro geborgt” “Ach ja, daran hab ick doch janich mehr jedacht “Das stimmt so” “Wieso?” “Wegen der Zinsen” “Nischt is, zwee Teuro kommen als Spende inne Büchse” klappert es “Von Dir borge ich mir nichts mehr, das war keine Spende, sondern Zinsen” “Ick bin doch keen Jeldvaleiha, keene Priwatbank und quetsche Dir, ohne jejenständliche Arbeet (nach Marx), ohne Wertschöpfung, wie det heute heißt, Zinsen ab! Ick valeihe doch, nach Marx, keene `wertlosen Papierschnipsel´. Stell Dir mal vor, ick besuche Weihnachten oda Ostan in Baruth meine Kumpel und jeh weejen de Musik inne Sebastianskirche. Vieleicht hat der Pasta da irjendwo een paar Eia für mich vesteckt? Inne Fürstenlosche oda uff den eenen Turm bei de Glocken und ick suche da, wie eena vonne Stasi oda vom Innenminista de Mäsär, hab keene Durchsuchungsalaubnis und schnüffle da rum! Da kommt uff eenmal Jesus rin, der ja wieda uffastanden is und heutzutage mit Hartz Vier unta de Brücke pennt. Der schmeißt mich raus, wie damals de Jeldwechsla!” Volker lacht und geht. Heuchlerisch fragte er auch noch, wo in Hohenschönhausen die Gedenkstätte ist, ich rufe ihm lachend hinterher: “Fraach mal bei Dokta Hubertus Knabe nach, ob de Dich da inquartiern kannst, die haben so ville Zellen frei! Im Grotewohl-Expreß, Bauart `Langa Halbastädta´ is ooch Platz, ne kleene Küche und ne Dusche hatte de Trapo ooch. De vastoppten Leitungen mußte in Jang bringen. Die mußten doch für uns den `Neejaschweiß´ uffbrühn! Für det Waschbecken mischte am besten Rostlösa mit Kalklösa. Die krichten doch ihr Wassa offte vonne anjerostete Kriechslok, Baureihe Zweeunfuffzich oda andre Reihen! In eene vonne Zellen sparste een Haufen Miete und kannst gleich Uffklärung betreiben!” Endlich kann ich in Ruhe weitermachen… Ein junges australisches Pärchen nimmt: “Die Berliner Mauer”… Um 17.15 Uhr auf dem Bahnsteig und etwa 17.50 Uhr vor der Tür. Einnahme: 10,- EUR, Spende: 3,- EUR… Bei der Suche nach der Checkpoint Charlie-Postkarte mit Ulbrichts heuchlerischem Spruch, “…Niemand hat die Absicht…”, fällt mir ein alter Briefumschlag in die Hand. Inhalt: drei Gratis- Briefchen Gesundheitstee aus der Apotheke. “Vonne Elbschaussee kama bestimmt nich. Oda machen sich de Milljonäre Sorjen um deine Jesundheit?” denke ich. Etwas “Grünfutter” ist auf das Kuvert gemalt und der Spruch: “Ehre sei Gott in der Höhe, Friede (?)? auf Erden…”. Ausgeschriebene Handschrift in Druckbuchstaben, abgestempelt am Geburtstag meiner Mutter, dem 27.12.2004, Briefzentrum 20. Dittrich, Krausestr. 23, 22049, HH. “Da kiekste doch gleich mal nach, ob det den übahaupt jibt” grüble ich und kaue “Kannst ja denn anrufen und dich bedanken…Teeee! Jibtet in Hamburch keene Kafferösterei?”… Im Briefkasten war die Bitte um eine Unterstützungsunterschrift zur Wahl im September… Briefzentrum Hamburg 20/22 ist das Zentrum… Um 21.50 Uhr sehe ich nach Post und versuche die englische Mail eines Nicholas Joplin (“Niko”), der sich für die Geschichte des Kalten Krieges interessiert, mit Googl zu übersetzen. Niko interessiert sich auch für die Arbeit Reinhard Gehlens kurz nach dem Krieg. Ich kopiere das Original und Googl-Zeug und zeige es morgen Denis, Marco und Miriam oder sende es an Helmut und/oder Dr. W. Hartmann… Dann lösche ich Adressen und tippe sie neu ein etc… Bei Googl suche ich etwas, schließe aber den Explorer, jetzt weißt ich den Suchbegriff nicht mehr, den ich eingab, muß ins Bett, bin kein Mensch mehr. Aber so schnell gibt man als Steinbock nicht auf, so stoße ich auf Johannes R. Becher. Ganz interessant, man lernt nie aus. Eine seiner schwülstigen Lobeshymnen auf Stalin habe ich ja in meinen Wälzer “In den Fängen…” aufgenommen. Hier aber ist noch eine zweite, längere zu finden. Zum Dank für seine Kriecherei vor Stalin und seinen “willigen Helfern” (Goldhagen, der behauptete, wir Deutschen trügen ein Killer-Gen in uns, alle anderen nicht? Sind wa doch ne Herrenrasse?) auf eigener Schleimspur, ist sein Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ein Ehrengrab! “Bei sowat wird dir doch glatt der Samen flockich, wie wa im Knast saachten” denke ich und muß doch wieder lachen, als eine “Augustine” mit einem Nachgeborenen diskutiert: http://www.literature-online.de/thema526.htm
“Aujustinchen, Du bist wundabar” denke ich bei ihren Zeilen “Diese elendige Schleimerei, komm mich mal besuchen, krichst een Westkaffe, wenne willich bist, ooch mehr”:
Herrscherlob ist schwachsinnig. Ich wiederhole es. Wer Herrscherlob für Massenmörder verfasst, ist selber schwach-sinnig. Hitler und Stalin waren Massenmörder, wie man entweder weiß oder, besser noch, studieren sollte. Du machst Dich lächerlich mit Deiner Pseudo-Argumentation (“Menschen mit Behinderungen”!!!! – ja, hirn- und herzenskrank) und zeigst Dich in dem, was Du bist.
a.
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Auch in diesem (Literatur-)Forum funktioniert die Registrierung nicht! Eigentlich wollte ich mich bei “Augustine” bedanken. Ich habe aber Wichtigeres zu tun und höre auf… Dann suche ich doch weiter und finde den Artikel bei Googl wieder, kann ihn an Denis von “Neuland” senden, die Mail kommt aber zurück. So drucke ich den Artikel für morgen aus… Um 1.40 Uhr lese ich noch schnell einen Eintrag an mich bei Kamerad Reinhard Binder und suche Herrn D. in Hamburg. Anrufen muß ich dort am Tage: Tagespflege Dulsberg,
Tel.: 040-693 96 97 http://www.alterundpflege.de… Meine Antwort an Robby bei Kamerad Binder:
Lieber Robby,
ich sendete Dir nun über “pn” eine Nachricht. In Zukunft bitte nur hier im Forum, da werde ich genauso benachrichtigt – danke.
Zossen oder die Kreisverwaltung Teltow-Fläming unterschreibt NICHT die SchweigepflichtsENTBINDUNGSERKLÄRUNG, alles klar? Ich hatte mich falsch ausgedrückt. Die ehemaligen oder NOCH-Genossen hüllen sich in SCHWEIGEN, reagieren einfach nicht (siehe das Schreiben vom LG Potsdam). Gemeint ist meine Einweisung ins Kinderheim 1952, später, 1953 die in das Spezialkinderheim Bad Saarow-Pieskow, Karl-Marx-Damm… Wenn Du bei Googl nach diesem Heim suchst, findest Du NUR das ALTE CARITAS-HEIM, ebenfalls K.-M.-Damm, sogar historische Ansichtskarten, aber DORT WAR ICH NATÜRLICH NICHT. Die Bolschewisten stempelten mich als schwererziehbar ab, weil ich nach meiner Verlegung aus dem Heim Schönblick (zwischen Schönhagen und Stangenhagen) nach Sperenberg, zweimal von dort im Winter bei Schneeglätte die 18 km über Neuhof bis Baruth/Mark marschierte und mich kategorisch weigerte, wieder in ein Heim zurückzukehren. Das hatte absolut nichts mit Hänseleien (Neudeutsch: Mobbing) zu tun, sondern damit, daß ich ohne Vater aufwuchs (1944 in Mannheim-Käfertal erschossen – Urteil des Feldkriegsgerichts beim Kommandeur der 21. Flak-Division Wiesbaden, jetzt, in der Neuauflage meiner Biographie mit Gründen, ich tippte die seitenlangen Gründe mühevoll ab, nur das eigentliche Urteil war gut lesbar) und Muttersöhnchen war. Darüberhinaus lag meine Mutter oft in Krankenhäusern etc. Aber für die Partei rieb sie sich total auf – alles geschildert und mit Dokumenten in Faksimile-Druck belegt. Nicht abgetippt, wie die Berufs-Historiker es oft tun. Das sind 50 Jahre meines bewegten Lebens, nicht “nur” zwischen 1958 und 1975 (legale Ausreise nach West-Berlin) mehr als neun Jahre Polit-Haft… Weiter tippe ich jetzt nichts, wozu habe ich sonst mein Leben drucken lassen? Ziehe Dir die Pressestimmen rein, die gleich bei meinen Büchern anzuklicken sind (unter “Bücher” in meiner Homepage) – nochmals: danke.
Was z.B. meine Gefangenenpersonalakte aus zweimaligem Aufenthalt in Cottbus-Spreestraße (Stasi, hier einmal 1960, Mauerstraße, Bautzener Straße, und den HAL Schacksdorf (bei Finsterwalde) und Seese (bei Lübbenau) betrifft, reagiert das Archiv des neuen Knastes in Cottbus-Dissenchen ebenfalls nicht – trotz Einschreiben mit Rückschein, “mein” Anwalt tut auch nichts in dieser Sache, weil er entweder Mitglied der FDP ist oder mit ihr sympathisiert oder, weil er nichts daran verdient. Ich lernte ihn 1978 auf einer Baustelle in Langenbrand im Schwarzwald kennen, er war damals noch Student…
Die Herrschenden haben mich hier und heute “jefressen, wie zehn Fund Schmierseife”, wie es zu meiner Zeit im Knast hieß, genau, wie die Genossen damals. Als Kamerad Benno Prieß seine beiden Bücher herausbrachte, der mit 17 aus Bützow/Meckl. vom NKWD verschleppt wurde (bei mir unter “Bücher” zu sehen, auch täglich am Reichstag), kaufte ich sie mir. Für “Erschossen im Morgengrauen” bekam er zweimal das Bundesverdienstkreuz, stellte ich fest, daß diese Doku natürlich nicht vollständig ist, auch nicht sein konnte. Erst 1993 übergab Moskau Listen mit allen(?) im GULag verreckten Deutschen an das DRK. Weil die Opfer aus Baruth/Mark bei Benno Prieß auch nicht enthalten waren, recherchierte ich in Baruth bzw. versuchte es. Den Brief adressierte ich an den “Rat der Stadt Baruth/Mark, Thälmannplatz 4, Baruth/Mark, Kreis Teltow-Fläming, Volksrepublik Brandenburg”. Am Telefon bekam ich nur eine patzige Antwort. Meine Kumpels sagten mir an einem Wochenende in “meiner” Eckkneipe, es sei die Frau des ehemaligen ABV Manfred Schulze gewesen (ihn kannte ich seit Jahren). Wegen der patzigen Antwort beschritt ich den postalischen Weg als Einschreiben mit Rückschein. Eine Antwort kam bis heute nicht, den Rückschein erhielt ich nie, sodaß ich bei der Post eine Suche anleierte und den Einlieferungsschein vorlegte. Aus Mannheim kam dann die Nachricht, das Schreiben sei in Baruth nicht eingegangen und nicht (oder nicht mehr) auffindbar! Offenbar hatten Stasi-Stolpes Knechte den Brief kassiert und hochgezogen, oder, was zu der Zeit (1993) eher zutreffen dürfte, die Knechte hatten es nach alter Untertanenmanier sofort bei der “Tante in Köln” (VS) abgeliefert! Nun liegt es höchstwahrscheinlich für 30 Jahre oder länger unter Verschluß, wie die Akte von IM “Erika” – alles klar? Noch ein “Danke”!
Dann bitte ich noch den ganzen Terror am Mahnmal gegen mich in die Betrachtung einzubeziehen und meine aktive
REP-Mitgliedschaft von 1990 bis 2001…
Jetzt gehe ich aber ins Bett, bald wird es hell, und ich habe mir die zweite Nacht um die Ohren geschlagen.
Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav Rust
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