Dunkel wars, der Mond schien helle…

Das erste “End of Live – Festival” im Hammelburger Wasserhaus ist erfolgreich über die Bühne gegangen Seit September letzten Jahres arbeitete die “Schwermetallabteilung” des Wasserhauses an ihrem “End of Life €“ Festival”. Am vergangenen Samstag hatte die harte Arbeit endlich ein Ende und konnte Früchte tragen. Schon am Mittag enterten

nre.jpgDas erste “End of Live – Festival” im Hammelburger Wasserhaus ist erfolgreich über die Bühne gegangen

Seit September letzten Jahres arbeitete die “Schwermetallabteilung” des Wasserhauses an ihrem “End of Life €“ Festival”. Am vergangenen Samstag hatte die harte Arbeit endlich ein Ende und konnte Früchte tragen.

Schon am Mittag enterten die ersten Blackmetal-Fans den Parkplatz des kleinen Live-Clubs und fieberten auf den Einlassbeginn um 19 Uhr hin. Vier Bands sollten an diesem Abend das Publikum in Ekstase versetzen und lockten zahlreiche Musikfreunde von Nah und Fern.
Das an diesem Abend nicht ganz so schwere Los, die erste Band zu sein, wurde “KREW” zuteil. Als die Fuldaer die Bühne betraten, drängten bereits die Scharen in Richtung Bühne und zeigten sich in bester Feierlaune.

Zum Feiern war auch den Jungs von “Vehemenz” zumute. Die Musiker der wasserhauseigenen Schwarzmetall-Kapelle hatten bereits bei der Organisation des Konzertes vollen Einsatz gezeigt und wollten nun auch auf der Bühne beweisen, was in ihnen steckt. Mit Mehl färbten sie sich die langen Mähnen und Bärte grau, um anschließend unter dem Jubel der Gäste ihre vom Trommelfeuer geschwängerten Songs zu zelebrieren.

Ganz in weiß, doch im Herzen immer noch Blackmetal

Nach diesem großartigen Aufwärmprogramm für die Halsmuskulatur wurde es Zeit für die erste Hauptband des Abends. Komplett in Weiß bot “Todtgelichter” einen optischen Kontrast zum zumeist schwarz gekleideten Publikum. Auch musikalisch vollzog sich eine Veränderung. Denn seit ihrem neuesten Studioalbum passt diese Formation nicht mehr so ganz in das Blackmetal-Schema. Eingängig, melancholisch und melodiös klingen die neuesten Schaffenswerke der Hamburger. Sänger Nils teilt sich außerdem seit kurzem die Gesangsparts mit Frontfrau Marta, die mit ihrer kräftigen und druckvollen Stimme auf der ganzen Linie überzeugte.

All dies konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass “Todtgelichter” immer noch wissen, in welcher Musikrichtung ihre Wurzeln liegen. Das Publikum honorierte diese Wandlungsfähigkeit mit tosendem Applaus und reichlichen Rufen nach Zugabe.

Den grandiosen Abschluss des Abends bildeten “Agrypnie”. Dass das keine unbedeutende Musikgruppe ist, konnte der fleißige Kneipenbesucher aus Hammelburg bereits am Vorabend des Konzertes feststellen, denn eigens aus Österreich angereiste “Agrypnie”-Fans machten bereits am Freitag die Schenken der Weinstadt unsicher. Professionell und publikumsnah brachte das Soloprojekt des ehemaligen “NOCTE OBDUCTA”-Sängers, Torsten “der Unhold” Hirsch, das Vereinsheim der Musikinitiative zum Beben. Mit einer Best-of-Show ihrer bisherigen drei Alben brachten Sie es auf über eine Stunde Spielzeit. Doch so einfach ließen die Gäste eine Band solchen Kalibers nicht von der Bühne. Erst nach etlichen Zugaben fand dieser gelungene Abend ein Ende mit der berechtigten Hoffnung auf Wiederholung.

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