Bayern erfahren: Faszination Porzellan

Porzellanikon an den Standorten Selb und Hohenberg ist Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan Sie möchten sich näher mit der Porzellanherstellung beschäftigen oder sich an der Vielgestaltigkeit der Kostbarkeiten aus weißem Gold erfreuen? Dann liegt ein Besuch des Porzellanikons in Selb und Hohenberg auf der Hand. Es ist nicht nur bayernweit

gtfe.jpgPorzellanikon an den Standorten Selb und Hohenberg ist Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan

Sie möchten sich näher mit der Porzellanherstellung beschäftigen oder sich an der Vielgestaltigkeit der Kostbarkeiten aus weißem Gold erfreuen? Dann liegt ein Besuch des Porzellanikons in Selb und Hohenberg auf der Hand. Es ist nicht nur bayernweit in punkto Vielfältigkeit einzigartig, mit seinen 9000 Quadratmetern Schaufläche ist es Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan.

Gezeigt wird nicht nur, was seit der erfolgreichen Nacherfindung des Porzellans in Europa vor 300 Jahren im deutschsprachigen Raum manufakturell und industriell produziert wurde, sondern auch wie und unter welchen Bedingungen. Außerdem wird der gesamte Bereich der so genannten Technischen Keramik präsentiert. Schließlich beherbergt das Porzellanikon auch noch das Rosenthal Museum. Untergebracht in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik wirkt das Porzellanikon in Selb als erstes Industriemuseum Bayerns mit seinen mächtigen Schloten und dem burgartig-verschachtelten Gebäudeensemble wie ein wehrhaftes Labyrinth.

Eine architektonische Besonderheit im Porzellanikon ist, dass von den zehn ehemals vorhandenen, mächtigen Rundöfen noch sechs völlig erhalten und begehbar sind. Das Porzellanikon erschließt sich heute über den ehemaligen Scherbenhaufen. Wo sich einst Porzellanscherben türmten, hat man ein ambitioniertes Renaturierungsprojekt gestartet. Begehbar ist der Wald umsäumte ehemalige Löschteich mit historischem Pumpenhäuschen, sichtbar blieb der Werksanschluss an die Eisenbahnlinie.

In Hohenberg a.d.Eger fand das Porzellanikon mit dem Deutschen PorzellanMuseum in der ehemaligen Direktorenvilla des Familienunternehmens C.M. Hutschenreuther schon 1982 eine Bleibe mit Tradition. 1995 wurde das historische Haus um einen modernen Anbau aus Glas und Stahl auf 2000 Quadratmeter erweitert und zeigt heute rund 12.000 Exponate, mehr als 150.000 Porzellane birgt das Depot. Wollten Sie schon immer mal Geschirr sehen, von dem man zu
Zeiten August des Starken speiste? Erkennen Sie das Festtagsservice Ihrer Großmutter wieder? Im Deutschen PorzellanMuseum werden Sie viel Neues sehen, sich aber auch an viele Details Ihrer eigenen Wohn- und Esskultur erinnern. Im Rosenthal Museum – seit 2004 Bestandteil des Porzellanikon – ist man umgeben von der legendären Produktpalette und vielen Klassikern aus der mehr als 125-jährigen Firmengeschichte.

All das im entkernten alten Brennhaus der ehemaligen Porzellanfabrik, einem Ort des Wirkens der Weltmarke vor deren Umzug in das neue Werk in Selb. Highlights sind sicherlich die Koproduktionen mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern der Moderne unter der Ägide Philip Rosenthals: Walter Gropius, Salvador Dalí, Niki de St Phalle, Günther Uecker – eine kleine Auswahl derer, die sich von Rosenthal für
Porzellan begeistern ließen und nach Selb kamen.

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