Die hier in schöner Aufmachung herausgegebenen erhaltenen Fragmente von Archilochos zeigen uns, dass bereits um 680 v. Chr. ein Dichter existierte, der, anders als Homer, neben der gefühlsmäßig schönen Lyrik, die er schrieb und sang, auch das Persönliche, auch den Hass ansprechen konnte. -
Archilochos, der Soldat und Lyriker zugleich war, also etwa ein Vorläufer unserer Ritterdichtung, hat einige Versmaße erfunden, so den Jambus, bei dem in antiker Tradition (wie auch beim Trochäus) jeweils zwei Zeilen als ein Versmaß (Metrum) gezählt werden, so dass der Trimeter sechs Versfüße aufweist. Eine weitere Neuschöpfung war der tanzartige, trochäische Tetrameter.
Da leider nur noch Fragmente vorhanden sind, ist der Stil dieses Dichters oftmals nur über andere Dichter zu erahnen, die ihn beispielhaft erwähnten. Archilochos hatte einen starken Einfluss in der Antike auf Catull und Horaz.
Von Kennern wird er neben Homer als der bedeutendste Dichter der altgriechischen Dichtung angesehen.
In dieser schönen Aufmachung in zweisprachiger Herausgabe werden viele Fragmente bearbeitet und von Rainer Nickel besprochen.
mehr unter:
Kommentare
Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.