Fast 130 Millionen Menschen leben in Japan. Allein 13 Millionen in der puslierenden Metropole Tokio. Nur etwa 100.000 unter ihnen sind muslimischen Glaubens. Lediglich 10.000 davon sind Einheimische. 200 bis 300 sind nicht wegen einer Eheschließung zum Islam konvertiert. Und die Zahlen werden noch kleiner: In ganz Japan gibt es lediglich fünf einheimische Imame, in Tokio selbst nur einen einzigen. Der Autor Adrian Storey hat ihn aufgespürt.
Studium der Religionen und eine einschneidende Begegnung
Abdullah Taqy ist vor gut 3,5 Jahren zum Islam übergetreten. Der Entscheidung voraus ging eine Begegnung mit einem ausländischen Muslim vor rund zwölf Jahren sowie das Studium zahlreicher Religionen. Vor 2,5 Jahren folgte schließlich die höchste Stufe, die ein Gläubiger erreichen kann. Auf Einladung der Regierung von Saudi Arabien absolvierte er seine Pilgerfahrt nach Mekka. Kurze Zeit später, wurde er in einer kleinen Moschee im Bezirk Kabukicho mit Hilfe des Mannes, den er zwölf Jahre zuvor erstmals getroffen hatte, zum Imam geweiht.
Bis es soweit war hatte er einen ganz und gar weltlichen Beruf. Abdullah Taqy arbeitet als Tattoo- und Piercing-Künstler. “Er ist wirklich einer unter 13 Millionen”…
1 in 13 million – The only native Japanese Imam in Tokyo from Uchujin on Vimeo.
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