Die Ehefrau des baden-württembergischen SPD-Chefs, Nils Schmid ist überzeugt, eine der wichtigsten Herausforderungen für Migranten sei es, eine neue Identität zu entwickeln, die auf ihre Zukunft in dem für sie bislang fremden Land zugeschnitten sei. Im Interview mit den Deutsch Türksichen Nachrichten spricht Tülay Schmid daher nicht nur über ihre Vorstellungen von einer “gelungenen Integration”, sondern auch über ihre eigenen Erfahrungen als Kind türkischer Gastarbeiter.
“Was wir nicht brauchen, sind Gutmenschen mit Helfersyndrom. Vergesst den grünen Multi-Kulti-Kram von gestern”, so das Appell der jungen Frau. Schmid fordert vielmehr dazu auf, sich mit den bisherigen Werten auseinanderzusetzen, die aus der mitgebrachten Kultur stammen, was “viel aktive Arbeit insbesondere bei den Migranten selbst” nötig macht und vor allem “mit pauschalem Mitgefühl der Mehrheitsgesellschaft nicht zu bewältigen” sei. Tülay Schmid, die selbstbewusst wie scherzhaft erklärt, ihren Mann integriert zu haben, sieht die Verantwortung und die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung sowohl bei den Deutschen als auch bei den Migranten. Integration ist für sie keine Einbahnstraße.
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