Das Büro für angewandte Archäologie, AGIL, lässt die Vergangenheit lebendig werden
Bambergs schönste Sehenswürdigkeiten liegen den Besuchern zu Füßen, wenn Comtesse oder Freiherr höchst selbst durch die alten Gassen führen. Überaus unterhaltsam plaudern sie über ihre Zeit und lassen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Unter dem Motto “Prunk, Pracht, Puder” begibt sich das Bamberger Büro für angewandte Archäologie, AGIL, auf vielfältige Weise seit Jahren auf Zeitreise.
In historischen Kostümen gewandet, stellen Dr. Lost Lohmann und sein Team das Zeitalter des Mittelalters und des Barock bei den beliebten Schauspielführungen in den Mittelpunkt des Interesses.
Neben reinen Gruppenführungen durch Bamberg oder den Park von Schloss Seehof, die der Fürstbischof selbst begleiten wird, stehen rund zweistündige Incentives mit kulinarischen und musikalischen Genüssen ebenso zur Auswahl. “Rendezvous im Barock” lädt nach einer Führung durch Bamberg in den Gartenpavillon des Fürstbischofs ein, wo ein 30minütiges Barockkonzert mit dem “Duo affettuaso” und Kaffee und Kuchen warten.
Nach dem großem Zuspruch im vergangenen Jahr bietet AGIL unter dem Motto “Culture Date” dieses Jahr gleich zwei besonders reizvolle Veranstaltungen an. Am 25. Mai ab 19 Uhr locken die “wilden Fünfziger” zu einem kulturhistorischen Blind Date Singles ab 30 Jahren ins nahe Forchheim. Am 24. September steht ab 19 Uhr in der Sammlung Ludwig im Alten Rathaus Bamberg ein Rendezvous im Barock auf dem Programm. Hierbei können sich die Besucher einen Blick auf die Entwicklung des Porzellans und der Fayence werfen und dabei ganz zwanglos ins Gespräch über barocke Lebensfreude kommen und ganz nebenbei vielleicht ihr Herzblatt entdecken.
Über diese Veranstaltungen hinaus bietet AGIL noch jede Menge andere historische Spektakel. Ein Blick auf die Homepage unter www.agil-bamberg.de lohnt auf jeden Fall.
Irgendwie fehlen mit die Armen und die Hungernden. Oder gab es in der Vergangenheit keine Armut und kein Hunger???
Oder lässt sich die Armut und der Hunger in der angewandte Archäologie (AGIL) nur schlecht anwenden?
Oder sind es die Besucher, die sich vor der Comtesse oder dem Freiherr höchst selbst bücken?
Ach ja, die Armut hat eigentlich kein Kostüm. Sie müsste nackt herumlaufen. Und schließlich gehört die Armut auch nicht zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Bambergs.
So kann man mit der angewandten Archäologie die Geschichte verzerren. Oder wie man auch sagt: Die Geschichte verklären…