Am vergangenen Freitagmorgen fand ein türkischer Arbeiter in der Nähe des Berliner Bundestags zerrissene, beschmutzte Seiten aus dem Koran, die achtlos auf die Straße geworfen worden waren. Er sagte, er sei sehr traurig gewesen. In einem Kommentar für die Deutsch Türkischen Nachrichten erklärt die Autorin Serpil Tirhis-Efe: “Es reicht einfach nicht aus, traurig zu sein!” Und fragt: “Was können Muslime dagegen tun?”
Auch sie habe der Fall natürlich traurig gestimmt. Zumal so etwas, man denke nur an die jüngsten Koran-Verbrennungen in den USA, nicht zum ersten Mal passiert sei. Tirhis-Efe mahnt: “Wir sollten uns im Klaren sein, dass die aktuellen Diskussionen sich nicht positiv auf die Einstellungen der Menschen auswirken. Man hat nun eben Angst vor dem, was man nicht kennt! Und der Islam gehört nun mal zum Topthema der heutigen Zeit.” Um der aktuellen Stimmung entgegenzuwirken sei es ihrer Ansicht nach unerlässlich, dass sich Muslime, entgegen der sich in Europa und auch in Deutschland radikalisierenden Atmosphäre, immer und immer für den interkulturellen und interreligiösen Dialog einsetzen würden.
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