Vor sechs Jahren veröffentlichten die UNO eine Vorhersage, dass im Jahre 2010 etwa 50 Millionen Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels flüchten würden. In Wirklichkeit ist keine einzige Insel untergegangen und die Bevölkerung in den bedrohten Gebieten wächst rasant.
Bis 2010 könnten 50 Millionen Menschen wegen der Erderwärmung auf der Flucht sein, erklärten das UNO-Umweltprogramm (UNEP) sowie die Universität der Vereinten Nationen (UNU) im Jahr 2005.
Doch jetzt distanziert sich die UNO gegenüber SPIEGEL ONLINE von der Prognose: “Dies ist keine UNEP-Vorhersage”, hieß es auf Anfrage. Die entsprechende Mitteilung auf der UNEP-Internetseite wurde gelöscht, sie ist nur noch im Google-Zwischenspeicher zu finden. Offizielle Statistiken zeigen, dass die Bevölkerung in angeblichen Gefahrenregionen sogar wächst. Und vorhergesagte Umweltkatastrophen sind bislang nicht eingetreten.
Das Umweltprogramm der UNO UNEP hat 2005 einen Fehler gemacht, als es eine Karte mit den Gebieten erstellt hat, die von den Auswirkungen der Klimaänderung betroffen sein würden. Aus diesen Gebieten würden 50 Millionen „Klimaflüchtlinge“ vertrieben werden, wegen steigenden Meeresspiegels, häufigerer und stärkerer Hurrikane, Ernteausfällen usw..
Die Realität sieht anders aus
Das Grundwasser ginge in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa zur Neige, schrieb die UNU 2005, es könnte “bis 2010 verbraucht sein”. Die Einwohnerzahl der Stadt stieg derweil: von 2004 bis 2010 um 585.000 Menschen auf nun fast 2,3 Millionen – vom Exodus aufgrund von Wassermangel kann mithin keine Rede sein.
Ähnliches gilt für Länder, die auf der UNEP-Weltkarte als besonders gefährdet eingestuft wurden: Ob Bangladesch, die Cook-Inseln, die Westsahara oder andere Länder – überall wuchs die Bevölkerung offiziellen Zahlen zufolge. Selbst das medienwirksam vom Untergang bedrohte Südsee-Eiland Tuvalu hält seine 10.000 Einwohner. Viele der vom Untergang bedrohten Inseln wurden trotz Meeresspiegelanstiegs sogar größer. Angespülte Sedimente lassen sie wachsen.
Der jüngste Zensus auf den Solomon Islands bei Australien ergab, dass die dortige Bevölkerung während des letzten Jahrzehnts um 100.009 auf über eine halbe Million gestiegen war. Auf den Seychellen im Indischen Ozean gab es einen Bevölkerungszuwachs von 81.755 Menschen im Jahre 2002 auf heute 88.311.
Auf den Bahamas wuchs die Bevölkerung um über 50.000. Die sechs am schnellsten wachsenden Städte in China liegen inmitten einer der von der UNEP genannten Gefahrenzonen, ebenso wie viele Küstenstädte in den USA. Nach letzten Berichten gab es keine Massenflucht Richtung Inland. Offensichtlich haben diese gefährdeten Menschen das Ganze nicht verstanden.
Desweilen wurde die Voraussage der UNO nach hinten korrigiert. 50 Millionen Umweltflüchtlinge drohen, jetzt bis 2020, einer Aussage der Umweltforscherin Cristina Tirado zu Folge. Diese Zahl von Migranten habe “die UNO vorausgesagt”.
Quellen
Ach Krüger,
den Artikel können Sie doch gleich in die Tonne kloppen: nichts als ein Plagiat, zusammengestoppelt aus Spiegel und eike, wobei bei letzteren seit einiger Zeit die Töne immer schriller werden, wohl weil den Greisen dort die Felle wegschwimmen.