“Bildung und Teilhabe nennt Ursula von der Leyen diese Verhöhnung der Kinder und ihrer Eltern. Ich nenne es Etikettenschwindel. Allein, dass bis dato nur wenig Informationen bei Betroffenen angekommen sind und dadurch nur wenige dieses Paket überhaupt rückwirkend beantragen, ist schon eine Farce und sicherlich auch beabsichtigt”, kritisiert Readers Edition Autorin Evelin Hohnwald das in ihren Augen gescheiterte Bildungs- und Teilhabepaket der Ministerin. Nun schaltet sich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates in die Diskussion ein.
Er stellt sich den Kritikern der Bildungscard, die durch das derzeit geringe Interesse an diesem Angebot auf den Plan gerufen werden, entgegen und erklärt: “Den anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen nutzt es nichts, wenn nun erneut über die Umsetzung der Bildungscard gestritten wird.” Information und Motivation für die Anspruchsberechtigten sollten vielmehr an erster Stelle stehen. Ministerin Ursula von der Leyen wäre, so ist Höppner überzeugt, sicher gut beraten, “stärker als bisher auf die Kompetenz der organisierten Zivilgesellschaft bei dieser Bewusstseinsbildung zu setzen”.
“Es braucht verbesserte Rahmenbedingungen, damit kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel ermöglicht werden kann.”
Der Deutsche Musikrat stehe mit seinem Netzwerk, insbesondere im Bereich des Laienmusizierens, beratend zur Verfügung, so der ausgebildete Musikpädagogen. Kindergarten, Schule, Musikschule und Musikvereine seien die Orte kultureller Erstbegegnungen für Kinder in ihrer prägenden Lebensphase. “Hier braucht es nicht nur mehr Information und Motivation, sondern im Zusammenwirken von Bund, Ländern und Gemeinden vor allem verbesserte Rahmenbedingungen, damit kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel ermöglicht werden kann.”
Nur für zwei Prozent der insgesamt 2,5 Millionen anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen sind, nach Angaben des Deutschen Musikrates, seit Anfang des Monats Anträge auf die im Bildungspaket vorgesehenen Leistungen gestellt worden. Hinter der Bildungscard verbirgt sich ein “Chipkartensystem, über das verschiedene Leistungen wie Nachhilfe, Vereinsbeiträge, Mittagessen in der Schule oder Unterricht in der Musikschule bezahlt werden können”.
Photo: Albrecht E. Arnold, via pixelio.de
Sie Frau Nicole Oppelt haben meinen Beitrag so gut wie nicht verstanden, oder? Anscheinend heißen Sie es für gut vom Sozial- in den Almosenstaat und Chipkartenstaat zu wechseln?
Hier ein wenig Lektüre. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich mit der Thematik mal ein wenig auseinander setzen. http://www.nachdenkseiten.de/?p=6542
Das rapide Ansteigen der Kinderarmut in Deutschland ist eine Bankrott-Erklärung an die Reformpolitik und eine Anklage gegen ein Gesellschaftssystem, das einen großen Teil der Kinder in die Armut drängt und jeder Zukunftsperspektive beraubt.
Auch Sie sollten endlich mal die Augen öffnen, denn die Schuld an all dem Elend, der Arbeitslosigkeit, den ausbeuterischen Niedriglöhnen, der Kinderarmut, der Altersarmut, der Zweiklassenmedizin usw. usf. trägt genau diese Politik, diese Bundesregierung, die nichts besseres zu tun hat, als den Heuchlern, die täglich ohne Arbeit Millionen scheffeln, nur auf Grund der Umverteilung von Arm zu Reich, in den Arsch zu kriechen.
Mit freundlichen Grüßen
Evelin Hohnwald