Nachdem man mir nun wegen der Verwendung eines Fotos vom Spitzwegerichkraut seitens der Inkasso-Anwalts-Mahngebühr-Eintreiber-Firma “Haas & Kollegen” erfolglos Geld abknöpfen wollte, schlagen diese nun wieder zu.
Diesmal traf es einen 17jährigen Schüler, welcher zu Testzwecken mit einem Content Management System (CMS) experimentiert und warum auch immer das Bild des Apothekers Zimmermann verwendete. Der Schüler schreibt, dass er pro Tag einen Besucher hat. Nämlich er selbst, da es sich um eine Testwebseite handelt. Die Kanzlei nun wirft dem 17-Jährigen vor, er habe das Bild einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und verlangte 900 Euro Abmahngebühr. Diesen Vorwurf konnte er zwar zurückweisen doch die Anwälte geben nicht auf und verlangen eine Gebühr von 200 Euro als Vergleichssumme und versprechen, dass sie mit ihrem Mandanten, dem Apotheker Zimmermann noch einmal “seriös” reden wollen.
Man schreckt nicht einmal davor zurück, die natürliche jugendliche Naivität eines 17jährigen Schülers auszunutzen.
Man gibt sich verständnisvoll und seriös und will dennoch wenigstens 200 Euro haben, wovon der Apotheker mit Sicherheit nichts sieht und die sich die Kanzlei “Haas & Kollegen” wahrscheinlich in die Tasche stecken werden.
Wie dreckig muss es diesen Wald- und Wiesenanwälten gehen, wenn sie sogar schon von 900 auf 200 Euro heruntergehen und diese zu dem noch bei einem Schüler eintreiben wollen? Hat diese Kanzlei nichts anderes zu tun?
Diese Kanzlei beschimpft Hartz-IV-Betroffene als Sozialschmarotzer und selbst haben sie nichts anderes zu tun als im Internet nach irgendwelchen Bagatell-Verstössen zu suchen, um Geld zu generieren. Da frage ich mich, wer wohl die wahren Schmarotzer sind und warum sich kein öffentliches Medium einmal dafür hergibt, auf diese erpresserischen Geschäftsmethoden hinzuweisen.
Nach den Medien sollte Sie lieber nicht rufen. Die Medien waren Vorreiter in Sachen Klgen gegen jugendliche Naivität. Das war in Zeiten, als das Internet von den Medien und der Politik, noch für eine kurzlebige Moderscheinung gehalten wurde und die Datenautobahn von Helmut Kohl dem damaligen Verkehrsminister Wissmann zugeordnet wurde; die Gleichen die heute dagegen beschließen wollen und mehr Blinden gleichen, die von Farbe reden.
Damals hatte ein 16jähriger Schüler ein Programm geschrieben, dass er ARD-Buffet nannte und dass alle derzeitigen Rezepte enthielt und erweiterbar für den Nutzer war.
Es wurde nicht einfach Widerspruch gegen den Namen eingelegt, was vertretbar gewesen wäre; nein, der Knabe wurde mit 5stelligen Schadenersatzsummen belegt. Erst auf den öffentlichen Unmut der Bevölkerung hin, ließ man von hoher Schadensumme ab. Leider konnte ich die Geschichte damals nicht nachverfolgen, wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes.
Wie willfährig gerade einen Vielzahl der heutigen Medien mit der jetzigen Regierung umgehen, kann man täglich nachlesen. Da fragt sich der Leser des öfteren, werden die dortigen Journalisten nicht schon direkt von der Bundespressestelle honoriert?