Ostersonntag ist Tierversuchstag

Internationaler Tag gegen Tierversuche Am kommenden Ostersonntag ist, wie an jedem 24. April, Tierversuchstag. Anders als Welteitag, Tag der Milch, Tag des Butterbrots usw. ist dieses kein Tag der Propaganda für Tierversuche, sondern dagegen (wobei auch die genannten Tierausbeutungspropagandatage seit einigen Jahren von Tierechtlern zur Aufklärung umgenutzt werden und so

Internationaler Tag gegen Tierversuche

Am kommenden Ostersonntag ist, wie an jedem 24. April, Tierversuchstag.

Anders als Welteitag, Tag der Milch, Tag des Butterbrots usw. ist dieses kein Tag der Propaganda für Tierversuche, sondern dagegen (wobei auch die genannten Tierausbeutungspropagandatage seit einigen Jahren von Tierechtlern zur Aufklärung umgenutzt werden und so zum Bumerang für die Tierausbeutungsindustrie wurden).

Dabei ist es bemerkenswert, wie viele Ressourcen Tierschützer gerade in dieses Randaspektthema investieren. Eine Graphik über die Zahlen der für Tierversuche getöteten Tiere im Vergleich zu den für Nahrungsmittel getöteten setzt die Unverhältnismäßigkeit in ein bezeichnendes Licht.

Dabei geht es primär um Tierversuche in der Kosmetik und der Medizin, Tierversuche für “Tiermast” werden ausgeblendet.

Immerhin gibt es gelegentlich Kritik von Tierversuchsgegnern an Experimenten, bei denen Kühe mit Löchern im Bauch in Labors gefangen gehalten werden, um jederzeit Zugriff auf ihren Mageninhalt zu haben – zur Erforschung von Methoden, um den Treibhausgasausstoß für die Milchproduktion zu verringern und so dem Drüsensekretkonsum zu ein wenig Greenwashing zu verhelfen. Dabei wäre es weit einfacher, Sojabohnen direkt zu Milch (oder auch Tofu, texturiertem Pflanzenprotein usw.) zu verarbeiten, statt einen Großteil in Gülle und Methan zu verwandeln, wobei etwas Kuhmilch abfällt.

“Besonders pikant ist dabei, dass der Tierversuchstag in diesem Jahr in die Zeit fällt, in der Christen feiern, dass ihr Halbgott sich in einen Untoten, einen Zombie verwandelt hat”, bemerkt Achim Stößer von Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus. “Die Zeit des Jahres mit dem höchsten Eierverzehr.” Einen ähnlich hohen Eikonsum gibt es sonst nur noch zum zweitwichtigsten Fest der Christen – für das Backen von “Weihnachtsgebäck”, als ob für Plätzchen Tierprodukte erforderlich wären. Aber dass Religion und Tierausbeutung Hand in Hand gehen ist kein Wunder. Schließlich ist eine der Hauptursachen für Speziesismus und damit Tierausbeutung gerade in christlich dominierten Gesellschaften eben die Religion. Sie hat einen so massiven Einfluss auf das Denken, dass selbst viele Atheisten noch zumindest unterbewusst dem Wahn erliegen, der Mensch sei kein Tier, sondern die Krone der Schöpfung, und dass er sich die Erde – samt Fauna – “untertan” machen soll und darf (Gen 1:28).

Tierschützer bemängeln allenfalls, dass die bemalten Eier unerkannt, da sie nicht gestempelt werden müssen, nicht aus einer der von ihnen bevorzugten Formen der Gefangenhaltung stammen könnten. Dass für jedes Ei ein qualgezüchtetes Huhn einen Tag lang gelitten hat, nach einem Jahr Leid umgebracht wird, für jede Henne ein männliches Küken getötet wird kümmert niemanden außer Veganern. Und das ganz unabhängig davon, ob die Ausbeutungsanlagen “Käfighaltung”, “Freilandhaltung”, “Volierenhaltung”, “Bodenhaltung” (mit und ohne “Wintergarten”), “Kleinvolieren” oder “Biohaltung” genannt werden (Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace interessieren vordergründig ohnehin gerade mal potentiell schädliche Ostereierfarben).

Da fallen auch die “Osterlämmer” kaum ins Gewicht, die nicht zuletzt deshalb basierend auf dem Pessachfest auf dem elektrischen Opferaltar enden, weil es den Anhängern dieser symbolischkannibalischen Religion nicht genügt, “Hostien” – in der Antike Bezeichnung für Opfertiere – genannte Oblaten zu verzehren. Brotersatz, der per Zauberspruch in das “Fleisch” ihres “Erlösers” verwandelt wird, der auch unter den Namen Agnus Dei (Lamm Gottes, vgl. 1 Kor 5,7, 1 Petr 1,19, Offb 5,6 ff. usw.) verehrt wird.
Die Alternative ist einfach und naheliegend: eine vegane Gesellschaft und damit eine Gesellschaft ohne Tierausbeutung, ob für die Ernährung, Tierversuche oder religiöse Rituale und Bräuche.

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