Das Leben ist hart, Plasberg auch – Replik zu „Weich aber unfair“

Hart und daher auch ziemlich fair habe ich die Fragestellung von Frank Plasberg empfunden. Wie immer. Sein Thema war: “Grün wählen – gerne, aber grün leben?” Es ging um die allgemeine Bereitschaft der Menschen zur Umstellung auf die neuen Herausforderungen, welche die erneuerbaren Energien mit sich bringen. Und ob wir

ehew.jpgHart und daher auch ziemlich fair habe ich die Fragestellung von Frank Plasberg empfunden. Wie immer. Sein Thema war: “Grün wählen – gerne, aber grün leben?” Es ging um die allgemeine Bereitschaft der Menschen zur Umstellung auf die neuen Herausforderungen, welche die erneuerbaren Energien mit sich bringen. Und ob wir auch bereit sind, den Preis dafür zu zahlen. Das mit dem Preis und mit den “Hochspannungsleitungen über dem eigenen Haus” gehört zu der beliebten Propaganda der Stromkonzerne. Also gab es in der Sendung wunderbare Gelegenheit, diese “Argumente” zu zermahlen.

Einer gegen alle

Leider zermahlten sich die Diskutanten selbst. Obwohl sie lange vor der Sendung über das Thema Bescheid wussten (wie üblich), waren sie zu 80% auf die Fragen unvorbereitet. Mehrheitlich zwar für erneuerbare Energien, traten sie sich dusselig gegenseitig auf die Füße. Frau Juta Ditfurth tat dies ausgesprochen vorbildlich. Deswegen schaffte sie nicht, die Fragen zu nutzen, um positive Klarheiten herzustellen, optimistische Argumente einzubringen. Als Prophetin des grünen Lebenswandels hat sie durchgängig versagt, mehr als alle anderen Propheten der Menschheitsgeschichte. Einfach nur Geplänkel…

Nur die Fragen waren vorbereitet

Die Vertreter und Befürworter der erneuerbaren Energien erfuhren keinen ernsthaften Widerspruch. Es war daher zu keinem Zeitpunkt begründet, das Gleichgewicht zu verlieren.

Meiner Meinung nach fühlten sie sich bereits vor der Sendung auf der Siegesstraße, haben sich gar nicht vorbereitet und sich einfach nur auf das Honorar für ihren Auftritt gefreut.

Nur Plasberg stellte wie gewohnt Fragen (Fragen sind kein Widerspruch), damit die Sendung wie gewohnt spannend bleibt. Und auch, um von der privaten Allergien bei den Diskutanten abzulenken, welche die sachliche Auseinandersetzung behinderten. Trotzdem waren die ansonsten intellektuellen Diskutanten nicht im Stande, die Diskussion zu meistern. Sie hätten Plasberg mit seinen Fragen ganz klein machen können. Stattdessen sind sie so ziemlich kleinlich aufgetreten.

Die Zuhörer im Saal

Das Publikum war mehrheitlich für erneuerbare Energien, hat viel Beifall gezollt, wo ihm nur die Diskutanten die geringste Gelegenheit dazu gaben. Die Bereitschaft, grün zu leben, war bei dem Publikum hörbar vorhanden. Doch niemand schaffte es, diese Bereitschaft zu stützen.

Hart tut weh

Ja, Plasberg war hart, der Artikel von Rolf Ehlers und die Kommentare zu seinem Beitrag beweisen es. Es ist kindisch, sich vorzustellen, dass “Hart aber fair” grundsätzlich nur Folgendes bedeutet: “Hart zu den Anderen und fair bitte zu uns.“

Kommentare

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