“Das Leid der SPD mit Sarrazin fängt jetzt erst richtig an”, erklärt ZMD-Chef Aiman Mazyek im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten. Dass Thilo Sarrazin das Parteiausschlussverfahren übersteht, das hatte er befürchtet. Doch das würde sich nun als Eigentor für die Partei herausstellen. Viel zu sehr hätten die Genossen unter den Eskapaden Sarrazins gelitten.
Die pauschale Diffamierung einer Minderheit oder die Sündenbockspielerei, die anhand der Migranten vorgenommen worden seien, das entspräche nicht einem Werteverständnis einer freiheitlichen, toleranten, offenen Gesellschaft. Dagegen müsse man sich entschieden wehren. Das sei nicht nur eine Frage des ausgebliebenen Ausschlusses Sarrazins oder nicht. Sondern: “Habe ich den Mut, mich gegen eine zugegeben anwachsende Stammtischgesellschaft, die auf den Populismus reinfällt, zu wehren? Bin ich bereit, auch den rauen Wind, der mir da entgegenschlägt, auszuhalten?”
Mazyek vermisst “Politiker mit Standhaftigkeit”, die nicht „sowohl als auch“ sagen würden, sondern die eine klare Position beziehen und für ihre Haltung einstünden. Er mahnt: “Man muss sich nicht wundern, wenn so das Primat der Politik weiter bröckelt.” Den Parteiaustritt von Sergey Lagodinsky bezeichnet er in Anbetracht dessen als verständlich.
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man weiß schon gar nicht mehr, was der sarrazin gesagt hat. man schmeißt doch einen treuen parteigenossen nicht einfach aus der partei, nur weil der gesagt hat, ein teil der migranten sei blöd. das sstimmt ja vermutlich auch. man schmeißt ja obama auch nicht aus dem amt, nur weil der ein paar hundert unschuldige in guantanamo schmoren läßt. loyalität, nennt man das. guter spd mann, der sarrazin, guter deutscher.