Wie die Pharmaindustrie unsere Frauen schmiert

Ist Ihnen das auch schon passiert? Frühmorgens, nach dem Aufstehen, die Augen erst halb geöffnet, nur einen Hausschuh, weil der andere vermutlich unter das Bett gerutscht war, stehen Sie nun im Bad und suchen verzweifelt Ihre Zahnbürste. Endlich finden Sie die Bürste hinter der Nachtcreme Ihrer Frau, die diese jeden

inhalg.jpgIst Ihnen das auch schon passiert? Frühmorgens, nach dem Aufstehen, die Augen erst halb geöffnet, nur einen Hausschuh, weil der andere vermutlich unter das Bett gerutscht war, stehen Sie nun im Bad und suchen verzweifelt Ihre Zahnbürste. Endlich finden Sie die Bürste hinter der Nachtcreme Ihrer Frau, die diese jeden Abend aufträgt auf ihr Gesicht, um immer so auszusehen, wie die 20-jährigen Models, die für diese Creme werben. Auch die Zellulitesalbe, die nicht nur Ihre Frau, sondern auch Ihre 25-jährige Tochter schon aufträgt und deren penetranten Eigengeruch die Hersteller nur durch reichliche Zugabe von Parfümen kaschieren konnten und die trotzdem immer noch wie billige Seife riecht, liegt auch noch auf der Ablage.

Nachdem Sie sich die Zähne geputzt und das Gesicht nun, tropfnass nach dem Waschen ein Handtuch benötigt, fällt Ihnen blitzartig ein, dass in der Waschbeckennähe nur noch Papierhandtücher hängen um zu vermeiden, dass Cremehände in die Baumwolltücher gewischt werden, da die Waschmaschine, die nur noch bis 60Grad wäscht, die Fettreste nicht entfernen könnte. Sie hatten also vergessen, sich zuvor ein reguläres Handtuch bereit zu legen. Da Sie jedoch im Augenblick auch noch nicht rasiert sind und ein Papiertuch durch den Bart zerrissen würde, tropfen Sie den Badezimmerboden nass, um zu Ihrem angestammten Handtuch zu gelangen. Der Ärger mit der Hausfrau ist nun vorprogrammiert!-

Nun verzagen Sie nicht gleich, denn eine Zeitschrift zeigt Ihnen, wie Sie nicht nur einem Donnerwetter, aufgrund der vorangegangenen Situation entkommen können, sondern auch Ihren Lieben verraten können, wie diese zukünftig ein erkleckliches Sümmchen jeden Monat sparen können.

Endlich einmal hat die Stiftung Warentest die vielen teuren Schmiermittel für die weibliche Haut entlarvt und deren zweifelhaften Nutzen von Dermatologen testen lassen und der WDR dazu die Bilder in Szene gesetzt. Der einhellige Tenor der prüfenden Ärzte lag in der Aussage, der Erfolg der Mittelchen liegt ausschließlich im Umsatz des Herstellers. Ausreichend wären rückfettende einfache Cremes, die den Feuchtigkeitsanteil der Haut regulierten; solche wären im Handel zwischen €1 – 5 zu haben. Lediglich das zusätzliche Auftragen von Essenzen aus natürlich gewachsenen Pflanzen, kann der Haut zu Rekationen verhelfen; dabei sollte allerdings bei allergischen Reaktionen, nicht auf ärztliche Konsultation verzichtet werden.

Auch das mit den Cremes mitgelieferte ÖKO Siegel hat der WDR abgekanzelt, denn das bescheinigt nicht die Versprechungen der Hersteller, sondern nur die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe.

Mich persönlich hat der Mut der Zeitschrift erstaunt. Auch der WDR, als öffentlich rechtlicher Sender, sprang hier einmal über seinen eigenen Schatten. Handelt es sich doch hier um ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie, die Apotheken und die Werbebranche.

Vielleicht trägt das nun dazu bei, dass viele Männer nicht mehr mit dem letzten Eindruck eines fettglänzenden Gesichtes neben sich, einschlafen müssen. Vielleicht könnte das einige Männer wieder dazu inspirieren, für die Sicherstellung zukünftiger Steuerzahler zu sorgen.

Und nun noch einen Scherzfrage:

Wie bezeichnet man es, wenn ein Schlafwandler Ihnen nachts, mit Schaum vorm Mund und einer Markenzahnbürste des Pharmahersteller Glaxo Smith Kline in der Hand, auf der Straße entgegenkommt?

Die Antwort: Als ORALVERKEHR

Kommentare

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  1. Absolut richtig! Es muss doch eigentlich jedem auffallen, dass Männer durchweg keine unreinere Haut haben als Frauen, obwohl sie auf diese rückfettenden Cremes verzichten!