In Anbetracht der kÜrzlich stattgefundenen Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten in MÜnchen kritisiert Isabell Zacharias, Integrationspolitische Sprecherin der SPD in Bayern, es gäbe zwar tolle Konferenzen mit schönen Themen, aber die Umsetzung sei wie immer. “(…) da kommen keine großen Gesetzesinitiativen”, so die Politikerin, im Interview mit den Deutsch TÜrkischen Nachrichten. Auch die Schelte von Initiatorin Maria Böhmer in Richtung Medien könne sie nur bedingt nachvollziehen.
“Das dauert mir alles zu lange. Wir haben höchste Not”, so die SPD-Politikerin mit Blick auf die tatsächliche Umsetzung von Ideen, die im Rahmen solcher ZusammenkÜnfte entstehen. Und selbst wenn es konkrete Ergebnisse seien, dann oft die des kleinsten gemeinsamen Nenners. Als vorbildhaft bezeichnet sie hingegen eine Initiative in Finnland, die sich seit Jahrzehnten um die hieisigen Familien kÜmmere – und zwar um alle, ob arm oder reich gebildet oder bildungsfern. Die nun vorgeschlagene Elternschule sei die richtige Idee, aber nur, wenn sie fÜr alle gelte.
Das Appell der Integrationsbeauftragten Frau Böhmer und Herrn Neumeyer zur Rolle der Medien hält sie zwar fÜr richtig. Sie räumt jedoch ein: “Der Leser ist ein Voyeur. Er ist nur an dreckigen Geschichten interessiert. Wenn die Zeitungen einen höheren Absatz erzielen, wenn mal wieder ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund jemanden niedergeschlagen hat, dann bringen sie auch solche Geschichten.” Sie fasst deshalb zusammen: “Letztlich sind wir Leserinnen und Leser, die entscheiden, wie Medien gestaltet werden.”
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