Aufnahme in gesetzliche Krankenkassen: BVA und Stiftung Warentest machen Druck

Nach der Insolvenz der Betriebskrankenkasse City BKK stehen nun nahezu 170.000 Menschen vor der Situation, sich einen neuen Versicherer zu suchen. Doch soll es mittlerweile zu Fällen gekommen sein, bei denen Kunden von gesetzlichen Versicherern abgewiesen wurden. Trotzdem rät das BVA nicht locker zu lassen und auf sein Recht zu

498111_R_by_Andrea Damm_pixelio.de.jpgNach der Insolvenz der Betriebskrankenkasse City BKK stehen nun nahezu 170.000 Menschen vor der Situation, sich einen neuen Versicherer zu suchen. Doch soll es mittlerweile zu Fällen gekommen sein, bei denen Kunden von gesetzlichen Versicherern abgewiesen wurden. Trotzdem rät das BVA nicht locker zu lassen und auf sein Recht zu pochen, sich frei eine neue Versicherung wählen zu können.

“Vorstände zur Verantwortung ziehen” – BVA empört

Nachdem bekannt wurde, dass einige gesetzliche Krankenversicherungen versuchen, ihre gesetzliche Pflicht zur Aufnahme der versicherungslosen Menschen zu umgehen, kÜndigte der Präsident des Bundesversicherungsamtes – Maximilian Gaßner – an, die Verantwortlichen, ergo die Vorstände, zur Verantwortung ziehen zu wollen. Er forderte jeden betroffenen Versicherten auf, sich umgehend beim BVA zu beschweren, damit dieser Ungerechtigkeit entgegen gewirkt werden könne.

Zwar handelt es sich bei den Versicherten der BKK City vielfach um ältere und kranke Menschen, diese haben jedoch auch einen Anspruch auf Krankenversicherung vor dem Gesetz. Mit unzulässigen Fragebögen sollen einige Versicherer versucht haben, diese Menschen im Vorfeld herauszufiltern und vom Wechsel abzubringen. Nach den ersten Beschwerden hat Gaßner bereits die ersten Kassenvorstände zu einem klärenden Gespräch geladen.

Beistand aus der Politik und von VerbraucherschÜtzern

Neben dem BVA schaltete sich auch das Gesundheitsministerium ein. Stefan Kapferer, der Staatssekretär fÜr Gesundheit, stellte die betroffenen Versicherer in aller Öffentlichkeit an den Pranger. Er betonte, dass jene, die dem BÜrger ihr Recht auf freie Kassenwahl beschneiden wÜrden, sich strafbar machen.  Am 30. Juni schließt die City BKK, bis dahin werden noch viele Menschen nach einem neuen Versicherer suchen. Die Stiftung Warentest bot bereits ihre Hilfe bei Problemen an.

Photo: Andrea Damm, via pixelio.de

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