Angst treibt Goldpreis weiter in die Höhe

Die Finanzkrise hat viele Anleger zutiefst verunsichert zurÜckgelassen. Das Vertrauen in Banken und Berater ist erschÜttert. FÜr viele Sparer steht mehr denn je die Sicherheit einer Anlage an vorderster Stelle. Das Risiko einer Anlage einzuschätzen ist fÜr den Laien aber oft gar nicht so leicht. “Nie war die Komplexität der

485119_R_by_Thorben Wengert_pixelio.de.jpgDie Finanzkrise hat viele Anleger zutiefst verunsichert zurÜckgelassen. Das Vertrauen in Banken und Berater ist erschÜttert. FÜr viele Sparer steht mehr denn je die Sicherheit einer Anlage an vorderster Stelle. Das Risiko einer Anlage einzuschätzen ist fÜr den Laien aber oft gar nicht so leicht. “Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will”, erklärt JÜrg Zeltner, Leiter des Wealth Management bei UBS.

Traditionell wenden sich die Deutschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerne Edelmetallen, allen voran Gold, zu. Des Deutschen liebstes Krisenmetall profitiert von Schuldenkrise und Inflationsangst und erlebt derzeit einen konstanten Preisanstieg. Da eine Investition in Gold nicht den Üblichen Schwankungen auf dem Finanzmarkt unterlegen ist, wie Aktien oder Fonds, steigt dessen Popularität als sicherer Hafen in Krisenzeiten fÜr gewöhnlich, obwohl mit Gold weder Zinsen noch Dividenden erwirtschaftet werden können.

Die Angst vor Staatspleiten, Inflation und einem Zusammenbruch des kompletten Bankensystems gekoppelt mit der Angst der Anleger, ihr ganzes Erspartes zu verlieren, treibt die Sparer zu Goldhändlern. Im Krisenjahr 2008 und während der Griechenlandkrise zwei Jahre später war der Ansturm in Folge der Angst vor einem kollabierenden Währungssystem sogar so groß, dass manche Händler der großen Nachfrage nicht mehr nachkommen konnten und ihre Geschäfte vorÜbergehend schließen mussten. Auch wenn diese Massenpanik selten lange anhält, bleibt die Tendenz dennoch steigend. Interessant ist, dass mittlerweile nicht mehr nur ältere Menschen auf das Edelmetall setzen, sondern auch jÜngere Menschen von der Inflationsangst gepackt werden und Gold kaufen.

Der Goldpreis stieg dabei in den letzten zehn Jahren konstant um mehr als das FÜnffache an.

Im Vergleich zur gleichen Zeit im Vorjahr erlebt Gold aktuell einen Anstieg von rund 25 Prozent. Wer angesichts der steigenden Kurven leuchtende Augen bekommt, muss sich aber bewusst machen, dass ein Anstieg im selben Tempo in Zukunft nicht garantiert werden kann. Experten widersprechen sich – manche warnen vor der Blase, die kurz davor ist, zu platzen, andere rechnen aufgrund von wachsender Inflationssorgen mit einem weiteren Anstieg auf bis auf das Doppelte des heutigen Preises.

Edelmetallhändler freuen sich und verdienen sich mit der Angst der Kunden eine goldene Nase. Von Gold aus dem Automaten Über Gold-Supermärkte bis hin zu online Shops wird alles getan, um den Hype um das Edelmetall voranzutreiben. Grundsätzlich gilt fÜr Gold, dass es vor allem als langfristige Geldanlage geeignet ist, die nicht kurzfristig verfÜgbar sein muss. So kann mit dem Verkauf gewartet werden, bis es wieder zu einer Preissteigerung gekommen ist.

Photo: Thorben Wengert, via pixelio.de

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