Was Dieter Bohlen den deutschen Zuschauern hinterlässt
Kurz vor seiner Sommerpause hat das senderkritische Blogger-Format “castingkritik.com” seinen Lesern noch ein kniffliges Bilderrätsel mit auf den Weg gegeben. Diese mussten herausfinden, welche Bedeutung eine Abbildung, die eine Art Hund mit weißen Hasenohren zeigt, haben könnte.
Das auf den ersten Blick beschauliche Tierchen ist jedoch alles andere als nett. Denn wie die Teilnehmer des Rätsels richtig erkannt haben, handelt es sich hierbei um einen “Wolf im Schafspelz“, eine der Bibel entlehnte Redewendung, die man fÜr jemanden gebraucht, der schadenbringende Absichten durch ein harmloses Auftreten zu tarnen sucht.
Abbilung lässt tief blicken…
Zwar sind weder Sender noch Produzent von Casting-Shows ernsthaft daran interessiert teilnehmenden Kandidaten Schaden zuzufÜgen, aber es ist sicherlich bezeichnend, wie grob fahrlässig, wenn nicht gar vorsätzlich, eine solche Wirkung bei Zuschauer und Kandidaten billigend in Kauf genommen wird. In gewisser Hinsicht kann man in diesem Fall auch von “Kollateralschäden” sprechen. Dinge, die eben passieren, wenn Skandale medienwirksam inszeniert und der Quote wegen strapaziert werden. Vom knuddeligen “Hoppelhasen” fehlt da jede Spur.
In diesem Zusammenhang besonders aufgefallen sind – wie schon in den Jahren zuvor – die RTL-Formate “Deutschland sucht den Superstar” sowie das “Das Supertalent”. In beiden Fällen wurde getrickst und geschummelt, dass sich die “Ohren” biegen und immer wieder war die Bohlen´sche “Schlachtbank” voll besetzt. Ob nun Minderjährige oder Obdachlose, die menschenfressende “Quotere” machte vor nichts halt und nur wenige haben sich daran gestört.
Und so steht es gerade mal 177 zu Einhundert Millionen. Allein das sollte zu denken geben.
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