Eigentlich sollten wichtige Entscheidungen in der vergangenen Woche gefallen sein. Die Finanzhilfen fÜr Portugal sind verabschiedet worden und Draghi wurde als Nachfolger von Trichet nominiert. Dagegen ist die Frage Umschuldung Griechenland erneut verschoben worden. Die Meinungsverschiedenheiten insbesondere Über einen Haircut sind zu groß.Auch in den USA ist der Termin fÜr die Anhebung der Schuldengrenze durch den US-Kongress nicht genutzt worden. Jetzt muss die US-Regierung akrobatische Finanzierungstricks anwenden um voraussichtlich bis August noch liquide zu sein. Die Finanzmärkte gehen aber weiterhin von einer Einigung mit Anhebung der Schuldengrenze aus. Es blieb erstaunlich ruhig.
Es bleibt zu hoffen, dass sich niemand verzockt und sowohl in der einen Frage wie auch in der anderen Turbulenzen der Finanzmärkte eine rasche Lösung erzwingen, da es keine Spielräume mehr fÜr Hinhaltetaktiken gibt.
Nachhaltige Lösungen kaum zu erwarten
Wie bereits in den zurÜckliegendem Jahr sind dauerhefte bzw. nachhaltige Lösungen kaum zu erwarten. Weder wird es zu einer grundlegenden Sanierung der griechischen Staatsfinanzen im Juni kommen, noch wird es zu einem glaubwÜrdigen langfristigen Abbau der US-Staatschulden kommen. Mithin muss es noch sehr viel schlimmer werden, um die gegensätzlichen Interessen zu einer grundlegenden Lösung zu zwingen. Derzeit wird weitergewurstelt wie bisher. Es gibt das Prinzip Hoffnung und stirbt bekanntlich zuletzt. Ecce homo.
Photo: Paul Georg Meister, via pixelio.de
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