“Vielfach beobachten wir, dass aus Gastarbeiterkindern erfolgreiche IT-Experten, Journalisten, Politiker, Ingenieure und Unternehmer geworden sind”, zieht Ercan Karakoyun nach 50 Jahren Anwerbeabkommen Bilanz. Innerhalb dieser Entwicklung spielten jedoch deutsche, tÜrkische und auch deutschtÜrkische Medien eine immer bedeutendere Rolle, erklärt er in den Deutsch TÜrkischen Nachrichten.
“Medien”, da ist er sich sicher, “stellen nicht nur den sozialen Wandel dar, sondern beeinflussen gesellschaftliche Realitäten fundamental, aus denen eine gemeinsame Basis fÜr soziales Handeln entstehen kann.” Die Einwanderung von TÜrken in die Bundesrepublik Deutschland und ihre daraus resultierenden Konsequenzen fÜr die Gesellschaft sei nach wie vor ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema. Dabei folgten die Diskussionen zum Teil nicht den Regeln der Sachebene und rationaler Argumentation, sondern wÜrden
auch populistische Motive bedienen. Es wÜrden Bedrohungsszenarien entworfen, die einer empirischen ÜberprÜfung meist nicht stand hielten. Die Medien, ganz gleich, ob seriös oder boulevard, tragen ihren Teil dazu bei. Auch hier findet Diskriminierung statt.
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An der breiten Zustimmung zu den unhaltbaren Thesen von Thilo Sarrazin bestätigt sich das hier Gesagte. Ebenso an der Haltung des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich, der mit seinen Äußerungen zur ausschließlich christlich-jÜdischen Leitkultur in Deutschland einer gesellschaftlichen Spaltung Vorschub leistet.