Warnung vor dem Verzehr von rohen Salat-Gurken, Tomaten und Salat
Bei ihrer fieberhaften Suche nach der möglichen Infektionsquelle fÜr die Verbreitung des gefährlichen Ehec-Darmbakteriums sind die Wissenschaftler nun fÜndig geworden. Sie konnten die Verkeimung mit dem Ehec-Baktierien-Stamm an insgesamt vier Salatgurken nachweisen. Drei der Salatgurken stammen aus Spanien. Bei der vierten Salatgurke handele es sich um eine Bio-Salat-Gurke, deren Herkunft noch nicht sicher ermittelt werden konnte.
Weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann nach den Erkenntnissen der Gesundheits-Behörden, dass möglicherweise weitere Nahrungsmittel eine Infektionsquelle fÜr die Verbreitung der Ehec-Bakterien in der Nahrungsmittelkette sein könnten, warnte die Gesundheitssenatorin, Cornelia PrÜfer-Storcks in Hamburg. Die Produkte wÜrden jetzt sofort aus dem Warensortiment genommen, erklärte sie weiter.
In der Folge der Ehec-Epidemie in Deutschland wurden bislang bis zu fÜnf Menschen getötet.
Die Stadt Hamburg meldet 300 Verdachtsfälle, die mit dem Ehec-Erreger möglicherweise infiziert wurden. Gemeldet werden auch Erkrankungen aus Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien und weiteren europäischen Ländern. Die Patienten hätten vor kurzem Deutschland besucht und seien jetzt erkrankt.
Wegen des Verdachts auf ein hämolytisches-urämisches Syndrom (HUS) werden derzeit 66 Personen in Hamburg stationär behandelt. Die in der Hansestadt Betroffenen sind zwischen neun und 77 Jahre alt. Überwiegend handelt es sich um Frauen mit 48 erkrankten Patientinnen und 18 männliche Personen, die in der Folge des gefährlichen Darmbakterienstamms infiziert wurden.
In Deutschland sind insgesamt bis zu 700 Menschen betroffen, die im Verdacht stehen, mit dem Ehec-Bakterien infiziert zu sein.
Erkrankt sind vor allem Menschen aus Norddeutschland, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden-WÜrttemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen und dem Saarland. Menschen, die an blutigem Durchfall und Übelkeit leiden, sollten möglichst bald die Hilfe bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus suchen. FlÜssigkeits- und Elektrolyt-Verluste in der Folge der wässrigen und blutigen Durchfälle sollten dringend ausgeglichen werden.
Als allgemeine Schutzmaßnahme wird von Gesundheitsexperten das Kochen von Speisen und hygienische Maßnahmen, etwa das Waschen der Hände vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang empfohlen.
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