Seltsame Wortschöpfungen – Ein Kommentar

Wenn man so wie ich oft in England war, fragt man sich wie die Deutschen auf die abstrusesten Berufsbezeichnungen kommen. Die neueste, die ich Über Facebook fand, heißt “Department Manager”. Was stellt man sich darunter vor? Die Frage stellte ich mir auch, da es im Englischen keinen Beruf gibt, der

Wenn man so wie ich oft in England war, fragt man sich wie die Deutschen auf die abstrusesten Berufsbezeichnungen kommen. Die neueste, die ich Über Facebook fand, heißt “Department Manager”.

Was stellt man sich darunter vor? Die Frage stellte ich mir auch, da es im Englischen keinen Beruf gibt, der dieser Wortschöpfung gerecht wird.

Bei diesem Begriff handelt es sich um Verkäufer/in. In meiner Suchmaschine fand ich ich folgende Beschreibung fÜr diese Stelle: “(…) als Department-Manager bist du 80% Deiner Arbeitszeit im Verkaufsraum und bist fÜr die WÜnsche der Kunden da (…)”

Ja leckt mich am Allerwertesten!

Was fÜr eine Wortschöpfung fÜr einen Beruf, der nur verkaufen soll?! Diese Wortschöpfung allein regt mich gar nicht so auf, sondern die Art und Weise wie Menschen sich hinter solchen Begriffen verstecken und glauben, etwas besseres zu sein! Warum ich mich aufrege?

Nun ja, ich habe auch einen Account bei Facebook und kenne da so einige. Auch einige, welche mal studierten und heute eben als Verkäufer/in arbeiten. Ja warum zum Teufel wird denn nicht mal gesagt was man in Wahrheit ist? Da wird Soziologie studiert, schmeisst Studium irgendwann hin und wird Verkäufer/in. Kann man das nicht sagen? Warum suchen Geschäfte wie H&M, Reno usw “Department Manager”? Warum diese Wortschöpfungen, die es im Englischen als Berufsbezeichnung gar nicht gibt und warum schmÜcken sich unbdedarfte Studienabbrecher mit diesen Wortschöpfungen? Ich krieg da echt Magenschmerzen!

Facility-Manager = Hausmeister

Department-Manager = Verkäufer

Ja merkt denn niemand von diesen 90% arbeitswÜtigen Konsumsklaven, dass sie nur eine LÜge leben? Die sind sogar bereit dafÜr, ihre wahre Beschäftigung zu verleugnen, um ja die brökelnde Fassade ihres ohnenin auf Sand gebauten Kartenhauses aufrecht zu erhalten.

Department-Manager! Ja beim gottverdammichnochmal, das ist ein Mensch, der mir im Schuhladen Schuhe zeigt und verkauft, der Weibern bei H&M SchlÜbber zeigt und verkauft und wenn nichts im Laden los ist, die Regale aufräumen muss!

Wir haben entweder keine Arbeit und wenn wir Arbeit haben, managen wir. – Alles klar!

Ich bin LebenskÜnstler. “Life-Artist” klingt bestimmt besser.

GrÜnwald bringt es auf den Punkt:

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