Der 27-Jährige Mark Zuckerberg ist bekanntermaßen immer wieder fÜr eine Überraschung gut. Erst im vergangenen Jahr erklärte er, dass er nun Chinesisch lernen wolle. Jetzt hat er sich einer neuen “persönlichen Herausforderung” angenommen und vertritt eine ganz eigene Philosophie in Sachen Fleischkonsum.
“Das einzige Fleisch, dass ich esse, ist von Tieren, die ich selbst getötet habe”, erklärt der junge Mann frei heraus. Auf den ersten Blick mutet das vielleicht als eine eher seltsame Form der Diät an. Doch seit Zuckerberg seine ersten Ziegen, Schweine und HÜhner erlegt hat, esse er seiner Meinung nach deutlich gesÜnder. Seitdem er diese Richtung eingeschlagen hat, hätte er eine Menge Über nachhaltige Landwirtschaft und das Großziehen von Tieren gelernt. Jetzt wÜrde er nicht mehr alles, und schon gar nicht gutes Essen, als selbstverständlich hinnehmen.
“Ich habe gerade ein Schwein und eine Ziege getötet.”
Seine neue Einstellung wurde am 4. Mai Über Facebook bekannt. An diesem Tag schrieb er seinen 874 privaten Freunden folgende Nachricht: “Ich habe gerade ein Schwein und eine Ziege getötet.” Mit dieser Aussage löste er einen Sturm teils hochgradig emotionaler Kommentare aus. Einige zeigten sich verwirrt, andere waren neugierig und Dritte absolut angeekelt. Zuckerberg reagierte und erklärte, dass auch diese Sache zu seinen persönlichen Herausforderungen gehörte, die er sich in jedem Jahr stelle. 2009 verpflichtete er sich zum Beispiel selbst dazu jeden Tag einen Schlips zu tragen. Nun wÜrde sich eben alles um Tiere und Fleisch drehen.
UnterstÜtzt wird Zuckerberg diesmal von Jesse Cool, eine bekannte Größe im Silicon Valley. Auch sie lebt in Palo Alto, gerade einmal acht Häuser von ihm entfernt. Sie besitzt das örtliche Restaurant “Flea Street Café”. Sie war es auch, die Zuckerberg mit örtlichen Landwirten bekannt machte und ihn bei der Schlachtung seiner ersten Tiere unterwiesen hat.”Er durchschnitt den Hals der Ziege mit einem Messer. Das ist die humanste Art es zu tun”, erklärte Cool danach.
Vollständige Verwertung der Tiere
Die Tötung des Tieres ist nur der Anfang. Danach werden sie zu einem Metzger in Santa Cruz gebracht, der diese ordnungsgemäß zerlegt. Zuckerberg und seine langjährige Freundin Priscilla bereiteten das, was er zuvor geschlachtet hatte, zu und aßen das, was viele Leute nicht konsumieren wÜrden. KÜrzlich gab es HÜhnchen – auch das Herz und die Leber. Aus den FÜßen wurde ein Sud gekocht. Auf Facebook postete er ein Foto des Vogels, inklusiver einer Liste der Speisen, die aus ihm gemacht wurden.
In einer Email an “Fortune” versucht der Facebook-GrÜnder nun seine BeweggrÜnde darzulegen. Wesentlich fÜr das jährliche setzen neuer Ziele erscheint dabei das Netzwerk selbst zu sein. In seinem Leben hätte er so viel Zeit in den Aufbau der Plattform gesteckt, dass er fÜr solche Dinge eigentlich keinen Raum hätte. Diesen schaffe er sich also ganz bewusst, um bestimmte Erfahrungen machen zu können. Das Lernen der Chinesischen Sprache hätte ihn zum Beispiel nicht nur an seine persönlichen Grenzen gebracht, sondern ihn auch eine Menge Über Land und Kultur erfahren und interessante Menschen kennen lernen lassen.
Menschen mÜssen sich wieder dankbar zeigen
In diesem Jahr ginge es ihm um die Dankbarkeit fÜr das Essen, das er täglich genießen dÜrfe. “Ich denke, viele Menschen haben es einfach vergessen, dass fÜr ihr StÜck Fleisch auf dem Teller ein Tier sterben musste”, erkärt er weiter. Sein Ziel bestehe also darin, eben das nicht zu vergessen und dankbar fÜr das zu sein, was er habe. Und genau das habe ihn im Verlauf dieses Jahr so gut wie zum Vegetarier werden lassen. Er ist der Überzeugung, dass die Verantwortung fÜr diese Lebewesen wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rÜcken mÜsse. Die Herkunft eines leckeren Bratens dÜrften sie jedenfalls nicht ignorieren.
Das erste Tier, das Zuckerberg geschlachtet hat, war ein selbstgefangener Hummer. Und er gab zu, dass die GefÜhle, die ihn dabei und natÜrlich auch beim Verzehr hinterher Überkamen, alles andere als angenehm gewesen waren.
Photo: jdlascia, via flickr
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