Schwellenländer sind im Kommen

“Das 21. Jahrhundert gehört den Emerging Markets, ihre ökonomische und politische Bedeutung wird zunehmen”, so Jens Wilhelm, ein Vorstandsmitglied bei Union Investment, der fÜr das Portfoliomanagement zuständig ist. Und an dieser Aussage ist wohl viel Wahres dran, wenn man bedenkt, mit welch einer Geschwindigkeit viele Schwellenländer es geschafft haben, seit

4408899576_40c043c9dc.jpg“Das 21. Jahrhundert gehört den Emerging Markets, ihre ökonomische und politische Bedeutung wird zunehmen”, so Jens Wilhelm, ein Vorstandsmitglied bei Union Investment, der fÜr das Portfoliomanagement zuständig ist. Und an dieser Aussage ist wohl viel Wahres dran, wenn man bedenkt, mit welch einer Geschwindigkeit viele Schwellenländer es geschafft haben, seit der Finanzkrise durchzustarten.

Es sieht so aus, als wÜrde uns eine Verschiebung der Gewichte in der Weltwirtschaft bevorstehen. Auch JÜrg Zeltner, CEO des Wealth Management der UBS, hält vor allem Schwellenländer wie Brasilien und Indien fÜr die neuen Märkte. Doch nicht nur diese sind bei Anlegern im Gespräch, sondern beispielsweise auch Länder wie Chile, Peru oder Thailand, sowie viele andere aufstrebende Volkswirtschaften in Asien und Lateinamerika. Die Kurse in den Schwellenländern, gemessen am MSCI Emerging Markets, legten 2010 um 13,7 Prozent zu, im Gegensatz zum MSCI Welt, der die Erste Welt vertritt, und nur 8,9 Prozent gewann.

Aktienindex fÜr die Schwellenländer schnellte um 240 Prozent in die Höhe

Seit der Finanzkrise zeichnen sich die aufstrebenden Schwellenländer durch hohe Wachstumsraten, starke Währungen und steigende Aktienkurse aus, während man in den Industrienationen noch immer mit den Folgen der Krise zu kämpfen hat. Unternehmenspapiere aus etablierten Märkten brachten den Anlegern in den letzten Jahren kaum Gewinn, dagegen schnellte der Aktienindex fÜr die Schwellenländer um 240 Prozent in die Höhe.

Und obwohl einige Schwellenländer mit internen Konflikten zu kämpfen hatten, wie zum Beispiel den Unruhen in Thailand, die beinahe zu einem BÜrgerkrieg gefÜhrt hätten, liefen diese risikoreichen Märkte doch weitaus besser als größere und konnten zweistellige Zuwächse von bis zu 63 Prozent verzeichnen. Malaysia beispielsweise verdankt seine hohen Gewinne an der Börse wohl der starken Aufwertung seiner Landeswährung Riggit.

China hat Probleme mit den Kursen

Nur China scheint zu schwächeln, was die Experten weltweit verwundert. Es ist schwer zu sagen, warum es gerade in der Volksrepublik, der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der Welt, derzeit Probleme mit den Kursen gibt. Dies ist nur ein weiterer Anlass fÜr Anleger, sich von den größeren Märkten abzuwenden und in die kleineren und risikoreicheren wie Thailand, Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Chile oder Peru zu investieren. Wer das wagt, braucht zwar starke Nerven, wird aber am Ende vielleicht doch belohnt.

Photo: kirainet, via flickr

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