Noch ist es ein kleines Ründchen, das sich innerhalb der Facebook-Gruppe “FLASHBAND – der musikalische Flashmob” zusammengefunden hat. Doch diese könnte schnell wachsen. Denn die Idee ist zu verlockend. Schon in zwei Wochen, am 17. Juni 2011, laden der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Berlin im Rahmen der zentralen Aktion zum “Tag der Musik 2011” alle Berliner und ihre Gäste zur Teilnahme an der so genannten “FLASHBAND” ein.
Ausgewiesener Profimusiker muss man für diese Zusammenkunft allerdings nicht sein. Ganz im Gegenteil: Beschränkungen gibt es nicht. “Alle können mitmachen!”, betonen die Initiatoren. Alles, was klingt, sei erlaubt und jeder, der mitwirken möchte, sei herzlich dazu eingeladen. Die Aktion läuft am 17. Juni von 17 bis 17.30 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor.
Bereits im vergangenen Jahr hat der etwas andere Flashmob mehr als 200 Musikanten auf den bekannten Gendarmenmarkt gezogen. Auf Treppe des Konzerthauses formierte sich damals ein bunt zusammengewürfelter Chor umringt von einem alles andere als alltäglichem Orchester, der unter dem Dirigat von Dimitra Maragoudakis zu einer Einheit zusammenwuchs. Mit Hilfe der Stücke “Geh aus mein Herz und suche Freude”, “Pomp & Circumstance” und “Don’t Worry, Be Happy” unterstützten die Musikerinnen und Musiker die Forderung, musikalische Bildung stärker zu fördern.
Es besteht Anlass zur Sorge – “Tag der Musik” will Forum sein
Auch in diesem Jahr findet in ganz Deutschland wieder der Tag der Musik statt. Hierzu erklärt Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien: “An jedem Tag, in jeder Stunde findet in Deutschland Musik statt – in öffentlichen Veranstaltungen, in Bildungseinrichtungen, in den Medien, im privaten Bereich. Musik wird aktiv praktiziert, studiert, komponiert, heruntergeladen oder getanzt. Vor allem aber wurde noch nie mehr Musik gehört als heute.” Dennoch bestehe in seinen Augen Anlass zu Sorge. Etwa, wenn es um den Zugang zur musikalischen Bildung gehe, um den Schutz kreativer Leistungen, die Finanzierung der kulturellen Infrastruktur oder die Präsenz der unterschiedlichen Musikgenres in den Medien. Der Tag der Musik biete nun ein Forum, die “außerordentliche Vielfalt der Musik in einem größeren kulturpolitischen Rahmen öffentlich bewusst zu machen” und vor allem die Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, die diese Vielfalt gestalten und organisieren würden. Es sei ein Tag musikalischer Feste und des Nachdenkens über Musik und ihre Zukunft. Und oder besser gesagt auch deshalb wünsche er dieser Initiative des Deutschen Musikrates eine nachhaltige Wirkung.
Das Notenmaterial für die diesjährige Flashband ist hier erhältlich.
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