Umweltbewusstsein der Politiker in der Kritik

Umweltschutz ist ein großes Thema in der deutschen Politik und wird gerne immer wieder von Politikern betont, die für mehr Verständnis für diesen aufrufen. Doch was ihre eigenen Dienstwagen betrifft, so zeichnen sich die deutschen Politiker nicht wirklich dadurch aus, ihren Beitrag gegen die Erderwärmung zu leisten. Dies geht aus

egwe.jpgUmweltschutz ist ein großes Thema in der deutschen Politik und wird gerne immer wieder von Politikern betont, die für mehr Verständnis für diesen aufrufen. Doch was ihre eigenen Dienstwagen betrifft, so zeichnen sich die deutschen Politiker nicht wirklich dadurch aus, ihren Beitrag gegen die Erderwärmung zu leisten. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die kürzlich von der Deutschen Umwelthilfe DUH veröffentlich wurde.

So fahren nur die wenigsten Politiker umweltfreundliche Hybridautos. Die meisten von ihnen setzen noch immer auf Diesel-Dienstwagen deutscher Hersteller. Die fünfte “Dienstwagenerhebung” zeigt auch, dass keiner der Bundesminister es schafft, den EU-Klimagaswert von 140 Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten. Nur Jens Böhrnsen, Ministerpräsident von Bremen, schafft es als einziger der 16 Ministerpräsidenten, unter dem EU-Zielwert zu bleiben.

Politiker sollten mit gutem Beispiel vorangehen

Die Anzahl an Hybridautos unter den Dienstwagen ist besonders gering, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, welch hohen Zuspruch diese Art des Fortbewegungsmittels in den letzten Jahren erfahren hat. Besonders Politiker, die ja in der Öffentlichkeit stehen, sollten es als eine Selbstverständlichkeit ansehen, über umweltfreundliche Maßnahmen im Verkehr nachzudenken und mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Benutzung alternativer Antriebsmöglichkeiten, wie Elektromotoren, ist eine gute Gelegenheit, um die gravierende Verschmutzung durch Abgase einzudämmen.

Fahrer von Hybridwagen können, aufgrund des Prinzips der bivalenten Schaltung, von Alternativkraftstoffbetrieb auf den herkömmlichen umschalten. So beispielsweise beim Honda Civic 2011 und der sportlicheren Variante Honda CR-Z, der unter drei unterschiedlichen Fahrprogrammen hin und her schalten kann und dadurch ein umweltfreundlicheres Fahren ermöglicht. So ist es möglich, streckenweise rein elektrisch zu fahren. Und nicht nur Honda hat sich der Herstellung alternativer Antriebsmöglichkeiten verschrieben. Beinahe jeder Autohersteller weltweit bringt seit einigen Jahren Hybridfahrzeuge auf den Markt. Die Auswahl ist groß. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Trend zu den Politikern bisher kaum durchgedrungen ist.

Landesregierungen und Bundesminister wurden im Zuge der Umfrage von Mitarbeitern der Deutschen Umwelthilfe zum CO2-Ausstoß, zur Motorleistung und zur Höchstgeschwindigkeit ihrer Dienstwagen befragt. Und obwohl, laut der Projektleiterin Barbara Göppel, die Auskunftbereitschaft gestiegen sei, weigerten sich doch einige Politiker, auf die Fragen Auskunft zu geben. Teilweise wurde vor der Veröffentlichung der Angaben gewarnt, manche Offenlegungen konnten sogar nur durch Gerichtsbeschlüsse erzwungen werden.

Kommentare

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  1. Immerhin sind unsere Politiker gut gerüstet, um im Falle einer globalen Abkühlung das Klima zu schützen (Wenn die CO2-macht warm-These stimmt …).

    Bin gespannt, ob die “Klimaschützer” sich dann Strafen für für zu kleine Autos ausdenken.

    http://tinyurl.com/nomorewarming