Eine engagierte Frau auf der Suche nach Chancen in der Berufswelt

Engagiert, hochbegabt, vielseitig und kreativ – Eigenschaften und Merkmale einer Frau in der Berufswelt, die Türen öffnen sollten –  Christiane Philipp: Eine Frau für die der Beruf noch Berufung ist und nicht nur ein Job. Deutschland sollte, so steht es weit oben im Grundgesetz, ein sozialer und demokratischer Bundesstaat sein.

erhwo.jpgEngagiert, hochbegabt, vielseitig und kreativ – Eigenschaften und Merkmale einer Frau in der Berufswelt, die Türen öffnen sollten –  Christiane Philipp: Eine Frau für die der Beruf noch Berufung ist und nicht nur ein Job.

Deutschland sollte, so steht es weit oben im Grundgesetz, ein sozialer und demokratischer Bundesstaat sein. Doch wie geht es Frauen und Menschen, in Deutschland, die begabt, hochbegabt, kreativ, vielseitig, willig, offen, couragiert, sozial und für Frieden in Deutschland und in der Welt engagiert sind?

Christiane Philipp geboren am 7. November 1957 ist eine technische Übersetzerin, studierte Romanistik, Latein und Verfahrenstechnik. Neben ihrem beruflichen nationalen und internationalen Engagement als Übersetzerin für technische, diffizile Übersetzungen, wirkt Christiane Philipp zudem als Musikerin, Autorin, Künstlerin und Komponistin. Die engagierte Frau schreibt auch Gedichte und Texte, die die Leser ansprechen und bewegen. Für Christiane Philipp steht die Komerzialisierung von Werten, die bedeutsam für das Funktionieren einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind, nicht im Vordergrund.

Deutschland ist, so steht es im Grundgesetz, zum Frieden in Deutschland und in der Welt verpflichtet. Christiane Philipp nimmt diesen Auftrag für Frieden in der Welt zu dienen und zu wirken, der für alle deutschen Staatsbürger gilt, auf eine besondere und kreative Weise wahr. Sie erfüllt mit diesem Engagement, ganz ohne Zweifel auch einen wichtigen Auftrag aus dem Grundgesetz.

Zu den Kompositionen der engagierten Frau zählt ein weltumfassendes Konzert für den Frieden. Kurz beschrieben, passen auf Christiane Philipp die Eigenschaften und Merkmale: Engagiert, couragiert, hochbegabt, vielseitig, gebildet, zuverlässig, offen und kreativ. Diese Eigenschaften sollten es Christiane Philipp , die in Ettlingen lebt, normalerweise einfach machen in der Berufswelt. Doch dem ist nicht so. In einem Gespräch versuchten die technische Übersetzerin und ich, einige der möglichen Gründe herauszufinden, weshalb Frauen und sozial, kreativ engagierte Menschen in der Arbeits- und Berufswelt immer noch benachteiligt werden und für eine Gleichberechtigung wirken, sich engagieren und auch hart arbeiten sollten, um ihre Ziele für eine bessere, gerechtere und soziale Welt  zu erreichen, in der Frauen und kreativ, soziale engagierte Menschen in der beruflichen Arbeitswelt in Deutschland künftig nicht benachteiligt werden.

Für Christiane Philipp ist der Beruf noch eine wahre von Gott gegebene Berufung und nicht einfach nur irgendein Job.

Ohne Zweifel ist Christiane Philipp gewissenhaft und zuverlässig, möglicherweise auch auf besondere Weise weit mehr engagiert als Menschen, denen es im Treiben um einen Job nur um Kommerz, Geld, Macht und Profit geht.

Andreas Klamm: “Frau Philipp, Sie haben Romanistik, Latein und Verfahrenstechnik studiert, haben sich dann nach ihrem tragischen Unfall fast 10 Jahre lang um ihre Mutter im Wachkoma eingesetzt mit sehr viel Liebe.”

Christiane Philipp: “Das ist schön dass Sie das sagen, vielen Dank. Aber es war auch für meine hochgeistige überlebendige hochkreative Mutter eine sehr schwere Zeit sich so ohnmächtig zu erleben… dieses hat das volle Register aller Möglichkeiten gefordert, das war ein eine Vollzeitarbeit für alle beteiligten Menschen permanent.”

Andreas Klamm: “Seit 2005 erhalten Sie Hartz-IV-Leistungen. Wie kommt es dazu, dass eine Frau mit ihren Qualifikationen und positiven privaten und beruflichen Eigenschaften in der deutschen Arbeitswelt nicht die Chancen erhalten kann, im Vergleich zu männlichen Mitbewerbern?”

Christiane Philipp: “Ja, das hatte ich mir auch nicht so vorgestellt. Aber auch hier erweist sich die prophetische Weitsicht meiner klugen Mutter wieder einmal als sehr wahr: “Christiane ist zu gut für diese Welt, sie wird einmal  von Sozialhilfe leben weil sie zuwenig Habgier hat.”

Andreas Klamm: “Und doch haben Sie ja nun seitdem keine Möglichkeit ausgelassen, um Ihre Fähigkeiten zu verkaufen, um Ihre Qualifikation als berufliche Leistung anzubieten, dieses kann ich nur bestätigen, auf diesem Wege haben wir uns ja auch kennen gelernt, da Sie mich eines Tages in dieser Angelegenheit in meiner Funktion staatlich geprüfter Gesundheits- und Krankenpfleger und als Journalist angerufen haben.”

Christiane Philipp: “Ja, ich hatte über eines Ihrer Sozialprojekte gelesen. Aber ich wusste in diesem Moment nicht, dass auch Sie von schwerem Schicksal getroffen sind. Vermutlich zieht sich das gegenseitig an.”

Andreas Klamm: “Ja, das ist wohl wahr und hilfreich, in so schweren Krisenzeiten wie jetzt in denen nichts mehr so ist wie es einmal war, in denen alle Werte verkehrt sind. Wie stellen Sie sich eine Welt vor, die gerechter, sozialer und besser sein könnte für Frauen, chronisch kranke, behinderte Menschen, für möglichst viele Menschen?”

Christiane Philipp: “Ja, unter anderem auch die Karte “Geduld und Güte sind nicht Schwäche, sondern Zeichen von menschlicher Größe” wurde mir von meiner altersstarsinnigen Nachbarin an meiner Wohnungstür mutwillig abgerissen und in Schnipsel zerrissen in den Fahrradkorb gelegt. Die Polizei gab ihr recht dazu – lachte mich aus. Friedenskonzerte wie ich sie spiele werden als Körperverletzung strafrechtlich verfolgt und mit Bußgeld belegt.

Andreas Klamm: “Ja, das ist wirklich alles sehr entsetzlich. Was ist da noch der Beruf? Sehen Sie Ihren Beruf auch als Berufung?”

Christiane Philipp: “Beruf… – der eben von der “Berufung” kommt. Schwere Schickalsschläge und Krisenzeiten sind eben auch eine Chance, für die ich auch dankbar bin, da sie neue Einsichten und Konstellationen schaffen, Kraft eines willigen umfassenden Geistes. Nur scheint dieses auch zu Verständigungsproblemen zu führen mit denen, die nicht willig und flexibel sind. Die, die es sind, sind zumeist von einer derartigen Egozentrik und Arroganz besessen, dass ihre Aktivitäten über die Selbstdarstellung nicht hinausreichen. In diesem Punkte bin ich dem Staat als treue Beamtentochter doch dankbar, dass er mich jedenfalls durch die ALG-Leistungen soweit unterstützt, dass ich dieses alles ausloten kann mit einem Dach über dem Kopf.

Schade ist es jedoch dass solche Potentiale brachliegen und nicht entsprechend entlohnt werden. Nach Frieden wird gerufen, doch was kostet er? Die, die hierzu wirlich berufen sind, Friedensarbeit zu vollbringen, und auch dieses ist Arbeit, im Lichte der Wahrheit, bescheiden im Stillen und nicht im grossen Getöse werden leider gar nicht mehr beachtet. Es gab einmal Zeiten, in denen dieses hochangesehen war, Stadtschreiber, Geschichtsschreiber hatten einen hohen Stellenwert, doch Geld für Frieden – das scheint zu teuer zu sein. Jetsetdiplomaten von Galadiner zu Sexskandal wie im neuesten Falle des DSK, Dominique Strauß-Kahn als Chef des mächtigen IWF haben damit wohl nicht viel zu tun.

Auch mein Vater hatte einen solchen Beruf, eine solche Berufung, er liebte seinen Beruf als Strafrichter und schrieb mir ins Poesiealbum “achte auch den Geringsten- lebe Dein Leben mit viel Liebe”, und ich sehe ihn nur bis zum Morgengrauen hinter den Aktenbergen sitzen um nach dem Mädchenmörder zu fahnden. Menschen mit Charisma, mit großen Gefühlen, geistigen Höhenflügen die sich berufen fühlen, haben leider sehr große Schwierigkeiten in diesen kurzlebigen Tagen der materiellen und kommerziellen Tiefflüge in die Finsternis. Wer will noch etwas wissen von Heinrich Böll und der markanten Kurzgeschichte “Der Zug”? Selbst nicht einmal mehr sein Sohn René Böll, an den mich auch wandte, der mir wie die meisten nie geantwortet hat.”

Andreas Klamm: “Ja, dieses ist alles sehr bedauerlich. Es bleibt eigentlich nur weiter zu wünschen und zu hoffen, dass ein Umdenken stattfindet, eine Rückbesinnung zu den wahren Werten. Hierbei werde ich Sie auch gerne weiter nach meinen Möglichkeiten unterstützen, da ich Ihre Werke und Arbeiten kenne und sehr schätze.”

Christiane Philipp: “Hoffen wir das Beste.”

Andreas Klamm: “Ich danke Ihnen für das Gespräch.”

Auf der Seite www.die-engelsburg.de  lädt die Übersetzerin, Künstlerin, Autorin und Musikerin Christiane Philipp aus Ettlingen zum Besuch in “Die Engelsburg” ein und auf eine Reise in eine Welt, die nicht von dieser Welt ist.      

Kommentare

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  1. @ Andreas Klamm Sabaot

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Nur eines verstehe ich leider nicht:
    Warum stellen Sie das Problem als ein Problem von “Frauen” dar?

    Es gibt deutlich mehr begabte Männer mit vergleichbaren Schwierigkeiten und Schicksalen, was ihren beruflichen Einstig betrifft:

    Bundesweit ist ihre Arbeitslosenrate (Anm: junge Männer) um 60 Prozent höher als bei den gleichaltrigen Frauen. Diese Entwicklung wird von der Politik jedoch weitgehend ignoriert.

    http://femokratie.com/maennerarbeitslosigkeit-ignoriertes-problem/09-2010/

    Warum werden derartige Schwierigkeiten immer nur aus Sicht der Frauen dargestellt und nicht als Problem begabter junger Frauen UND Männer?

    Öfter als bei Frauen führen derartige Schwierigkeiten bei Männern zu existentiellen Folgewirkungen, denn leider wird in unserer Gesellschaft immer noch erwartet, dass in erster Linie der Mann die Existenzgrundlage der Familie absichert…

    Auf Frauenwebseiten wird auch heute noch der Beruf oft als etwas dargestellt, was “Spaß macht” und was der “Selbstverwirklichung” dient.

    Männer fragen meist nicht danach, ob ein Beruf Spaß macht, sie arbeiten, um die Familienexistenz zu sichern! Ich habe es in meinem naturwissenschaftlichen Studium erlebt, dass v.a. Frauen in den ersten Semestern das Studium abbrachen, weil es ihnen “zu stressig war” und in künstlerische und musische Ausbildungen mit geringen beruflichen Pespektiven wechselten. Ich hätte es mich als Mann damals nicht getraut, in Berufe mit hohem “Spaßfaktor” aber mit geringen Berufsperspektiven zu wechseln. Das kann sich Frau in der Regel nur erlauben, weil sie insgeheim hofft, später einen Mann als Ernährer zu finden. Oft sind es dann aber dieselben Frauen, die sich später über ihre geringeren Berufschancen beklagen. Frauen die berufliche Chancengleichheit fordern, müssen auch bereit sein, sich für Berufe zu qualifizieren, die nicht nur der Selbstverwirklichung, sondern in erster Linie der Existenzsicherung dienen!

    Dieser mein Eindruck soll kein Pauschalurteil über die Einstellung von Frauen zum Beruf sein! Natürlich gibt es auch viele Frauen, die den Beruf in erster Linie als Existenzsicherung sehen. Aber ich habe eben auch viele Frauen erlebt, die die Berufswahl zuerst nach dem Spaßfaktor getroffen haben.