Kaum noch Zweifel: Marlene Rupprecht, MdB (SPD), hat gelogen

Zur Glaubwürdigkeit der Bundestagsabgeordneten Marlene Rupprecht (SPD) Reporter Peter Henselder vom Berliner Privatsender Alex-TV befragte Jonathan Overfeld, Vorstandsmitglied im Bundesverband der Heimkinder, zu den Aussagen der Frau Rupprecht und zu den Erpressungen der Opfervertreter am “Runden Tisch Heimerziehung”. Heidrun Dittrich (Die Linke) führte während der Bundestagsdebatte in Sachen Heimerziehung am

Overfeld Henselder11.jpgZur Glaubwürdigkeit der Bundestagsabgeordneten Marlene Rupprecht (SPD)

Reporter Peter Henselder vom Berliner Privatsender Alex-TV befragte Jonathan Overfeld, Vorstandsmitglied im Bundesverband der Heimkinder, zu den Aussagen der Frau Rupprecht und zu den Erpressungen der Opfervertreter am “Runden Tisch Heimerziehung”.

Heidrun Dittrich (Die Linke) führte während der Bundestagsdebatte in Sachen Heimerziehung am 9. Juni aus: “Die Zustimmung zu Ihrem Vorschlag einer freiwilligen Fondsregelung anstelle eines gesetzlichen Anspruchs haben Sie von den Heimkindern mit dem Ausspruch erpresst: Sonst gibt es gar nichts.”

Dazu nimmt Jonathan Oberfeld in dem Filmbeitrag von Peter Henselder – Teil 2, ab fünfter Minute – Stellung: “Genau diese Worte, das waren die Worte der Frau Antje Vollmer, an die ich mich sehr gut erinnere, weil ich in unmittelbarer Nähe … gestanden habe und habe das Gespräch in dem Flur mitbekommen. [Vollmer sagte:] Entweder Sie stimmen mir zu – in einem so barschen Ton hat sie das gesagt – oder es gibt gar nichts. Wir können den Abschlussbericht auch so weiterleiten.”

Zu den Vorwürfen der Heidrun Dittrich erfolgte ein Zwischenruf der SPD-Abgeordneten Marlene Rupprecht: “Die Kollegin Dittrich behauptet, dass die ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch – sechs waren es – unter Druck gesetzt und erpresst wurden. Ich war für den Petitionsausschuss Mitglied des Runden Tisches. Ich möchte hier feststellen, dass ich es nie zugelassen hätte, dass irgendjemand erpresst oder unter Druck gesetzt wird. Meine Aufgabe am Runden Tisch war, darauf zu achten, dass die Vorgaben des Petitionsausschusses umgesetzt werden. Egal wer was im Nachhinein behauptet: Es stimmt so nicht.”

Dazu Jonathan Overfeld: “Frau Marlene Rupprecht, da muss ich Sie eines Besseren belehren. Sie erinnern sich an mich – in der Pause der Gerichtsverhandlung am 13. August 2009 – als die Richterin zu erkennen gab, dass Sie uns Heimkindern Recht geben wollte … da haben Sie in der Pause gesagt, ich zitiere wörtlich: ‘Wenn Sie auf Ihre Anwälte verzichten, dann stimmen wir zu.’ Und da habe ich Ihnen gesagt, ‘Nein, das können wir nicht; wir werden nicht auf unseren Rechtsbeistand verzichten.’ Dann sind Sie nachher, kurz vor Ende der Gerichtsverhandlung hingegangen, nachdem die Richterin zu erkennen gegeben hat, dass sie zu unseren Gunsten entscheiden wollte: ‘Frau Richterin, wenn Sie so entscheiden, wie Sie hier zu erkennen geben, wird sich der Runde Tisch ab sofort auflösen. Ich habe die Zustimmung aller Mitglieder des Runden Tisches.’”

Nach dem Zwischenruf verweist Dittrich auf einen Brief eines Vertreters einer Opfergruppe aus Niedersachsen. In der ca. achten Minute kommt dieser Opfervertreter, Jürgen Beverförden, der gleichzeitig Stellvertreter eines Heimkindervertreters am Runden Tisch war, zu Wort:” Wir haben dann nach längerem Druck… uns wurde klar gemacht, als wir nicht rein wollten, nicht mitverhandeln wollten, dass denn der Runde Tisch geplatzt ist. Es gibt kein Ergebnis für den Bundestag und für die Länder.”

Unlängst meldete sich ein weiterer ehemaliger Opfervertreter des “Runden Tisches Heimerziehung” im Blog des Theologen Dierk Schäfer: “rolf breitfeld sagte, am 12. Juni 2011 zu 19:16
marlene rupprecht lügt!!!!!! ich habe als vertreter der frau eleonore fleth direkt neben der frau rupprecht gestanden als sie drohte: €šsonst gibt es garnichts€˜”.

Erdrückende Aussagen von Overfeld, Beverförden und Breitfeld, und dies unabhängig voneinander. Aussagen die nur eine Schlussfolgerung zulassen: dass die Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht (SPD), gelogen hat.

Film Henselder Teil 2:

Sitzungsprotokoll Bundestag: http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/amtlicheprotokolle/2011/ap17114.html

Film Peter Henselder:

Zeuge Rolf Breitfeld: http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/06/10/frau-rupprecht-mdb-lugt-%E2%80%A6/#comments

Kommentare

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  1. Ein gut recherchierter, gut belegter und gut geschriebener Artikel!

    Es gibt nur eine kleine Unstimmigkeit zu monieren: Die Überschrift! Denn gibt beleibe nicht – wie in der Überschrift steht – “kaum noch Zweifel”, dass Marianne Rupprecht während der Bundestagsdebatte in Sachen Heimerziehung gelogen hat.

    Es gibt schlicht weg KEINEN ZWEIFEL mehr. Das ist ein Skandal und reiht sich nahtlos in etliche weitere Skandale rund um die “Aufarbeitung” der Schicksale hunderttausender von ehemaligen Heimkinder ein!

    Lüge, Lüge, Heuchelei!

    Und keine Scham, keine Empathie, keine historische Genauigkeite! Es ist nur noch zum Speien!