Schuldenkrise: Die Lage in den USA spitzt sich zu

Gestern verlief ein Gespräch zwischen Obama und den beiden Kongressführern der Demokraten und Republikanern zur Lösung der Schuldenproblematik ergebnislos. Obama bot sogar drastische Kürzungen bei den Gesundheitsausgaben und den Renten an, um die Senkung von vier Billionen US-Dollar innerhalb von zehn Jahren zu erreichen. Damit verärgerte er die eigenen Leute.

495350_R_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de.jpgGestern verlief ein Gespräch zwischen Obama und den beiden Kongressführern der Demokraten und Republikanern zur Lösung der Schuldenproblematik ergebnislos. Obama bot sogar drastische Kürzungen bei den Gesundheitsausgaben und den Renten an, um die Senkung von vier Billionen US-Dollar innerhalb von zehn Jahren zu erreichen. Damit verärgerte er die eigenen Leute. Rentensenkungen wurden auch als nicht verhandelbar wieder dementiert. Im Gegenzug sollen die Republikaner die Steuererleichterung der Bush-Ära, die zuletzt von Obama im Dezember verlängert worden waren, jetzt auslaufen lassen. Das nächste Treffen ist jetzt für den kommenden Sonntag vorgesehen.

Geithner spielt mit Mitarbeitern im Finanzministerium Krisenszenarien durch

Timothy Geithner bereitet jetzt offenbar auch einen Notfallplan für den Fall vor, dass es bis zum 2. August 2011 zu keiner Einigung kommen sollte. Um eine Zahlungsunfähigkeit danach zu verhindern werden folgende Notlösungen diskutiert:

·        Zahlungsverzögerungen, um den Liquiditätsbedarf zu beschränken. Unter Bill Clinton war es nach einer Blockade des US-Kongresses unter Newt Gingrich schon einmal zu so einem Vorgang gekommen.

·        Die Schuldengrenze ohne Zustimmung des Kongresses auszuweiten. Dabei soll ein Verfassungsbruch vermieden werden.

·        Priorisierung der Zahlungen, d.h. nicht alle Forderungen werden gleich behandelt. In Kalifornien wurden Staatsbediensteten beispielsweise nur Schuldverschreibungen statt Bargeld als Gehalt ausbezahlt.

Mithin wird eben eine grenzwertige Situation danach unvermeidlich. Wie die Finanzmärkte auf eine solche Lage reagieren werden, scheint absehbar. Auch die Ratingagenturen haben keinen Zweifel daran gelassen, dass dann ein Downgrade der USA unvermeidlich wird. Zu den Verfassungskrise, die das Budgetrecht des US-Kongresses ignoriert, kämen erhebliche Marktturbulenzen.

Photo: Gerd Altmann, via pixelio.de

Kommentare

Dieser Artikel hat 8 Kommentare.

  1. Denn sie wissen nicht, was sie tun

    Je höher die “gesellschaftliche Position” in einer kapitalistischen Marktwirtschaft, die seit dem “Auszug der Israeliten aus Ägypten” auf einer bis heute fehlerhaften Geld- und Bodenordnung basiert, desto größer der Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus – die Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft. Ein “Spitzenpolitiker”, der weiß, was er tut, ist ein Widerspruch in sich. Wüsste er, was er tut, könnte er kein Politiker mehr sein und müsste es als seine vordringliche Aufgabe ansehen, sich selbst überflüssig zu machen:

    “Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.”

    Otto Valentin, aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949

    Der Begriff “Soziale Marktwirtschaft” stammt von dem Freiwirtschaftler Otto Lautenbach, der im Januar 1953 die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM) gründete. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard sollte erstmalig eine “freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus” verwirklicht werden. Im Juli 1954 verstarb Otto Lautenbach, die ASM zerfiel im Streit (eine Organisation gleichen Namens existiert heute noch, sie verfügt aber über keinerlei makroökonomische Kompetenz mehr). Für die makroökonomische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wurde ein von der so genannten “katholischen Soziallehre” beeinflusstes Konzept von Alfred Müller-Armack übernommen, eine “sozial gesteuerte Marktwirtschaft” (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem “Sozialstaat”), für die sich später der Begriff “soziale Marktwirtschaft” einbürgerte.

    Wo wir heute vielleicht schon sein könnten, wäre die Natürliche Wirtschaftsordnung bereits nach dem 1. Weltkrieg verwirklicht worden (womit sich nicht nur der 2. Weltkrieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den globalen Zinsfuß hochzuhalten – erübrigt hätte), kann bestenfalls erahnen, wer die Großen Vier (Heinlein, Asimov, Lem, Clarke) vollständig gelesen hat. Wo die Menschheit aber heute wäre, hätte es die “heilige katholische Kirche” nicht gegeben, sprengt jedes Vorstellungsvermögen: http://www.deweles.de

  2. eines verstehe ich nicht. Wie können so viele Milliarden Schulden zusammenkommen, die ein vielfaches der Produktion ausmachen? Das muß doch ein Schwindel sein. Gleicht das nicht einer Geldwäsche? Da sollen die Erzeugnisse einer Druckerpresse mit Leistungsgeld abgegolten werden. Das muß Geldwäsche sein.

    • @Hermann Müller, KEIN Schwindel!
      Das weis doch jeder,
      zumindest wenn er mal hier in ReadersEdition reingeschaut hat :-)

      Die leben über ihre Verhältnisse mit ihrer GIGANTISCHEN RÜSTUNGSINDUSTRIE,
      die müsste mindestens auf ein 1/10 gekürzt werden,
      denn das ist schlicht vernichtetes Geld und kostet auch noch,
      ja das sollte man schon noch erwähnen,
      ne Menge Menschenleben.

      Jeder weis das,
      frag mal einen Bänker,
      man spricht halt nicht so ganz offen darüber.

      mfG

  3. Zum Glück hab ich die Dollar UMGErubelT und 60% in Island versteckt,halt wenig ist öfter mehr-zu essen !!! der meist-er des russischen TAO und der Eiswehr (nva)

    • Die Ewige Veränderung ist das EINZIGE in was die Seele und ihre Ewigkeit investiert !!! Auch die friedliche Veränderung wird von ihr akzeptiert-unterschätzt nICHt die Möglichkeiten der einzig mir bekannten Macht !!! mit ostnationalen Gruss der meist-er des russischen TAO und der Eiiswehr (nva)

  4. Viel Geld, viel Schuld – und ohne Schulden kein Geld.
    Auch wenn es auf den ersten Gedanken fremd wirkt: Ohne Schulden gäbe es kein Geld. Damit noch nicht genug: Die Summe aller Schulden auf dieser Welt ist größer als die Summe aller Guthaben. Dafür sorgen die Zinsen für die Schulden. Das gesamte Geldvermögen dieser Welt würde nicht ausreichen, um die Schulden zu tilgen.
    Und – die Geldmenge (M1, M2 und M3) und damit die Schulden steigen unaufhörlich.
    Im Zeitraum 2000 bis 2010 hat sich die Geldmenge in der EU (17) um mehr als 100% – von 10,8 auf 22,1 Billionen Euro erhöht. Die Schulden werden immer höher und die Gläubiger immer reicher.
    Die Staatsschulden in der EU (17) sind 2012 auf 8,5 Billionen Euro (90% vom BIP) und die Verbindlichkeiten der Banken (Passiva in den Bankbilanzen) sind auf über 30 Billionen Euro gestiegen.
    Das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte im Euroraum beträgt derzeit etwa 13 Billionen Euro (Im Durchschnitt pro Kopf ca. 40.000 Euro und pro Haushalt ca. 100.000 Euro) – ohne dem in Steueroasen versteckten Geld.
    Weltweit wird dieses Vermögen auf 16,4 bis 25 Billionen Euro geschätzt.
    Im gleichen Zeitraum ist die reale Wirtschaftsleistung um 11,6 % gestiegen und die Inflation hat das Geld um 23 % „entwertet“.
    Mehr Geld und die ungezügelten Freiheiten auf den Finanzmärkten haben die weltweiten Finanztransaktionen beflügelt. Beispielsweise die Umsätze auf den Devisenmärkten: 420 Billionen US-Dollar (2007). Das Volumen des Welthandels (Handel mit Gütern und Dienstleistungen) betrug in diesem Zeitraum 11 Billionen US-Dollar (WTO 2007). Das entspricht den Umsätzen von fünf Börsentagen. Die dynamische Entwicklung der Finanzmärkte hat zu der Situation geführt, dass die Devisen- und Kapitalbewegungen heute ein viel größeres Ausmaß haben als die Geldbewegungen, die auf die Realwirtschaft zurückzuführen sind.
    In dieser Dimension der Finanztransaktionen steckt eine ungeheure, unkalkulierbare Sprengkraft. Da Gewinner Verlierer brauchen und auch Verlierer in der realen Welt leben, hat dieses Spiel eine verheerende Wirkung auf die reale Welt. Jede Instabilität des Finanzsystems, das Platzen von Finanzblasen, vergrößert die Kluft zwischen Arm und Reich.
    Ohne Leistung, ohne dass sich der Unterschied durch manuelle oder geistige Arbeit begründet.
    Das Tauschobjekt Geld wurde zum Selbstzweck, zum Spielgeld im weltweiten Finanzkasino. So weitermachen wird unausweichlich zum leidvollen Crash führen.
    Die gefährliche Übertreibung ungeregelter Finanzmärkte und die Doppelmoral beim Hofieren von Finanzhaien müssen entschlossen beendet werden. Und die Schwarzgeld-Steuerfluchtoasen trocken gelegt werden.
    Durch globale Regeln und Verbote. Einfach und wirksam. Damit Geld wieder das wird, wofür es gedacht war – ein praktischer und vertraubarer Tauschwert für reale Dinge.

    http://www.h-eureka.com Qualität, Ethik und Moral in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
    Besser tun 108 Seiten, ISBN: 978-3-8391-8020-4
    Wie viel Verrücktheit geht noch? Warum die Welt so ist, wie sie ist 2. erweiterte Auflage, 144 Seiten, ISBN 978-3-8423-3639-1, Paperback

    • Mögliche Lösung meiner wenigkeit: Erfinde das Geld neu-z.B. das Wort geld !!! mit ostnationalen Gruss der meist-er des russischen TAO und der Eiiswehr (nva)