Ein guter Tweet ist 37.000 US-Dollar wert

Eine überzeugende Bewerbung will durchdacht sein. Oftmals feilen die Kandidaten Tage, wenn nicht Wochen an den richtigen Formulierungen bevor das Schreiben endlich an den potentiellen Arbeitgeber oder vielleicht die künftige Wunsch-Bildungsstätte geht. Die Universität von Iowa setzt hier in Sachen Schwierigkeitsgrad noch einen drauf. Immerhin ist ein Stipendium in Höhe

2971382851_cdff3c5d83.jpgEine überzeugende Bewerbung will durchdacht sein. Oftmals feilen die Kandidaten Tage, wenn nicht Wochen an den richtigen Formulierungen bevor das Schreiben endlich an den potentiellen Arbeitgeber oder vielleicht die künftige Wunsch-Bildungsstätte geht. Die Universität von Iowa setzt hier in Sachen Schwierigkeitsgrad noch einen drauf. Immerhin ist ein Stipendium in Höhe von 37.000 US-Dollar zu vergeben.

Die Aufgabe, mit der sie an die Kandidaten herantreten, ist denen sicherlich nicht fremd. Sie sollen die Universitätsleitung anstatt mit einem langatmigen Aufsatz schlicht mit einer Twitter-Nachricht überzeugen. 140 Zeichen, die über Wohl und Wehe entscheiden. 140 in die alles gepackt werden muss, was die Person auszeichnet und sie für den Campus in Iowa empfiehlt.

Künftige Studenten in Iowa haben bis zum 28. Juli Zeit

Was für deutsche Einrichtungen kaum vorstellbar scheint, hat in den USA mittlerweile Kreise gezogen. Kentucky Fried Chicken vergab auf diese Weise ein vierjähriges Stipendium in Höhe von 20.000 US-Dollar. Sie forderten alle Interessierten dazu auf ihnen in 140 Zeichen darzulegen, warum ausgerechnet sie ein solches Stipendium erhalten sollten. 2800 Personen haben am Ende mitgemacht.

Auch Scholarship.com setzte auf den Microblogging-Dienst. Hier gab es 1000 US-Dollar oder einen Kindle für denjenigen zu gewinnen, der seine College-Erfahrungen in 140 Zeichen packen konnte.

Umfassendes Bewerberprofil über Verlinkungen

Wie die Sache in Iowa ausgeht steht unterdessen noch nicht fest. Bis zum 28. Juli haben die Bewerber Zeit ihre Tweets an die Universität zu senden, um am Ende vielleicht ein Voll-Stipendium an der Wirtschaftsfakultät zu erhalten. Warum die Uni diesen ungewöhnlichen Weg gewählt hat, das erklärt Fakultätsleiterin Jodi Schafer: “Wir hoffen, dass durch die Einbindung sozialer Medien in diesen Prozess ein Teil von deren Kreativität an uns herangetragen wird.” Die künftigen Studenten werden dazu ermutigt auf ihre Blogs, Videos, Facebook-Seiten und vieles mehr zu verlinken, was letztlich weitreichende Schlüsse auf die einzelnen Bewerber zulässt.

Photo: Tonyhall, via flickr

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