Google Suchmaschine sucks! – Aber Google+ ist sozial?! (Themen spezial Überwachung)

Google, der Suchmaschinen-Riese und Datenkrake hat nun seine eigene SM-Software auf den Markt gebracht. Und die Kritiker von damals sind heute die ersten um die „Super Datenbank“ weiter mit persönlichen und anderen Daten zu füttern. Verkehrte Welt? Wikipedia definiert Soziale Medien als die Kooperation und die Kommunikation von vielen zu

524669_R_K_by_Angela Parszyk_pixelio.de.jpgGoogle, der Suchmaschinen-Riese und Datenkrake hat nun seine eigene SM-Software auf den Markt gebracht. Und die Kritiker von damals sind heute die ersten um die „Super Datenbank“ weiter mit persönlichen und anderen Daten zu füttern. Verkehrte Welt?

Wikipedia definiert Soziale Medien als die Kooperation und die Kommunikation von vielen zu vielen. Und da möchte Google natürlich wieder mit verdienen. Achja, verdienen. Nicht nur die Hardware auf der G+ seine Daten sammelt muss ja irgendwie finanziert werden. Aber dazu steht ja schon genug unter dem Link oben zur Super Datenbank. Ich finde es viel interessanter, dass es bis dato noch niemand kritisiert hat, dass bei G+ wieder mal eine Menge (Daten) bei einer zentralen Stelle landen. Ok, ein Ausfall aller G+ Hardware, und damit auch dem Ausfall anderer Google Dienste ist sehr unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher sind da wieder „Datenskandale“ gefolgt von den Rufen nach Sperrungen und Zensur. Und die werden kommen wie: „das Armen in der Kirche“ (Quelle: Meine Oma). Dann wird das Jaulen der „Bestohlenen“ wieder ein neues Netzrauschen entwickeln, das den repressiven Datenschützern neues Kannonfutter bietet. Und die Tagesschau wird als eines der Top-Themen davon sprechen, dass sich natürlich sofort das Cyberabwehrzentrum der Deutschen der Sache angenommen hat. Es wird nach weiteren Sicherheitslösungen und Cyber-Gesetzen gerufen. Der gute Staat wird´s wieder richten. Also Bussines as usual.

Zyniker kaufen jetzt Google Aktien. Dabei gibt es schon lange clevere und „sicherere“ Social Media Software. Und deren Vorteil ist, dass fast jeder Webserverbesitzer diese installieren und der Community zur Verfügung stellen kann. Das bedeutet, dass die Last wieder auf vielen Schultern ruht und es Datenspionen und anderen Bösewichten sichtlich schwerer macht eine größere Menge an Daten ab zu grasen. Und wenn mal ein Server ausfällt, ist der Dienst dennoch zu erreichen. Im Land der IP Sperren und GEMA Verfügungen sicher ein nicht ganz von der Hand zu weisendes Argument.

Diaspora

Diaspora ist ein verteiltes soziales Netzwerk, das von vier US-amerikanischen Informatikstudenten entwickelt wurde und mit Spenden über ein Crowd-Funding-Portal finanziert wird. Da das Ganze noch im Alpha Stadium ist läuft das Projekt noch über persönliche
Einladungen. Ein großer Vorteil ist, dass man in dieser noch relativ geschlossenen Gruppe auch recht schnell Hilfe bekommt. Irgendwie arbeiten also alle an der Verbesserung der Software mit. Und ein sehr nettes Feature beherrscht es auch schon. Diaspora kann sogar mit Facebook Daten zusammen arbeiten. Und trotzdem, Alles, was man auf Diaspora teilt, bleibt im Eigentum – mit voller Kontrolle über die Verbreitung. Und das gilt auch für das nächste Social Media Netzwerk.

Grabgrass

Mein klarer Favorit ist natürlich Grabgrass. Diese Software aus der risup Schmiede läuft schon recht lange unbemerkt vom Mainstream. Auch hier kann jeder der es möchte seinen eigenen Grabgrass Server betreiben. Und nicht alle sind Zwingend miteinander vernetzt. Das Ganze ist ähnlich des Adhocracy auch von ganz unterschiedlichen Gruppen zu eigenen Zwecken zu nutzen. Zitat: „Crabgrass is a secure alternative to for-profit social networking and organizing platforms.“ Und auch hier ist jede(r) willkommen der mitmachen möchte.

Gerade in Zeiten wo die Online Betrügereien immer raffinierter werden nutzen keine neuen Gesetze. Sondern verantwortungsvolle und aktive aber auch aufgeklärte Benutzerinnen der Medien und Techniken. So etwas schützt viel besser als jede „Antiviren“ Software. Und der nächste Artikel lässt nicht mehr so lange auf sich warten, versprochen ;) Es ist ja „ne´ Menge passiert in der letzten Zeit“. Photo: Angela Parszyk, via pixelio.de

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