Die ökologische Private Krankenversicherung zeichnet sich durch einen sozial verantwortlichen Umgang mit den Angestellten des Unternehmens und durch Ökologie orientierte Investments der Beitragseinnahmen aus. Damit wird die Bio-Palette um die Finanzdienstleistung Krankenversicherung und Investment erweitert. Was womöglich anfangs skuril anmutet, ist eine logische und notwendige Entwicklung hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber “humankapital” und Natur.
Zwar steckt die ökologische Orientierung von Versicherungen im Allgemeinen noch in den Kinderschuhen, erste vielversprechende Ansätze hin zu einer ökologischen und sozialen Verantwortung einiger privater Krankenversicherungen und Finanzinstitute stimmen jedoch optimistisch. Eine Durchdringung dieser Geschäftspolitik bis in die großen und börsennotierten Versicherungsunternehmen ist zwar nicht zu erwarten (dazu sind solche Aktiengesellschaften zu sehr der Gewinnmaximierung verschrieben), als erfolgreiches Nischenprodukt ist die ökologische PKV im Vergleich zu den Branchenführern durchaus denkbar.
Ob sich das Angebot durchsetzt, steht noch nicht fest
Besonders in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, wachsendem Billiglohnsektor und Umweltzerstörung nicht zuletzt in Deutschland, ist eine ökologische Ausrichtung gerade von Versicherungs- und Finanzunternehmen wichtiger denn je. Gehören doch nicht zuletzt die Finanzunternehmen zu den relevantesten Entscheidungsträgern im globalen Handel.
Inwieweit sich die ökologische Private Krankenversicherung durchsetzen kann, hängt insbesondere von der Akzeptanz der Bürger diesen Angeboten gegenüber. Die Chancen für den Erfolg zumindest stehen nicht schlecht, wenn auch eine Anlaufzeit ähnlich wie für Bio-Lebensmittel zu erwarten ist.
Photo: Gerd Altmann, via pixelio.de
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