Datenskandale, Hackerangriffe, undurchsichtige Nutzungsbedingungen: Das Internet lauert scheinbar voller Gefahren, wenn es um den Schutz der eigenen Privatssphäre geht. Misstrauisch beäugen wir die Angebote, durchforsten die Einstellungen unserer Netzwerke und sind stets bedacht, nicht zu viel von uns preis zu geben. Eigentlich könnten wir uns das schenken. Zumindest, wenn es nach der jüngsten Studie aus dem Hause “retrevo” geht.
Dort stellten die Experten nämlich fest: “Vergesst Big Brother. Es ist jemand, der viel näher an euch dran ist, wegen dem ihr euch Sorgen machen müsst.” Im Rahmen einer Befragung von 1000 Webnutzern haben sie herausgefunden, dass es nämlich nicht nur fremde Personen sind, die auf unsere Daten aus sind.
Die privaten Online-Schnüffeleien nehmen zu
Denn in nicht wenigen Fällen seien es die Ehepartner und Eltern, die ihren Angehörigen digital hinterherschnüffeln würden. Das passiere sogar zunehmend in echten Liebesbeziehungen. So gaben 33 Prozent der Befragten an, auch schon mal die Emails des anderen zu checken oder einen Blick auf dessen Telefonliste zu werfen ohne, dass der andere davon wisse. Unter verheirateten Paaren machte dieses Verhalten sogar fast 40 Prozent aus. Tendenz steigend.
Zu den schlimmsten unter allen Online-Schnüffler würden allerdings die Eltern gehören. 39 Prozent der Mütter und 36 Prozent der befragten Väter gaben an, das schon einmal gemacht zu haben. Die große Mehrheit der Eltern (fast 60 Prozent) hätten zudem überhaupt kein Problem damit, den Aufenthaltsort ihres Kindes via spezieller Telefondienste, wie etwa GPS, ausfindig zu machen.
Das Fazit der Studie ist klar: “Verbraucher sollten sich mehr um die Leute sorgen, die sie kennen als sich vor großen Firmen zu fürchten.”
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