BfA wirbt auf RTL2

Im Nachmittagsprogramm des Privatsenders RTL2 wirbt die Bundesagentur für Arbeit für ihre Berufsberatung. Viele kennen die US-amerikanische Sitcom “King Of Queens” welche derzeit vom Privatsender RTL2 im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt wird. Jeweils davor schaltet die Bundesagentur für Arbeit Werbung. So heißt es: “Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit präsentiert King of

Im Nachmittagsprogramm des Privatsenders RTL2 wirbt die Bundesagentur für Arbeit für ihre Berufsberatung.

Viele kennen die US-amerikanische Sitcom “King Of Queens” welche derzeit vom Privatsender RTL2 im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt wird. Jeweils davor schaltet die Bundesagentur für Arbeit Werbung. So heißt es: “Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit präsentiert King of Queens.”

Es stellt sich die Frage, was bezweckt die BfA mit dieser Werbung und vor allem was kostet sie? Erst einmal muss so ein Werbespot produziert werden. Dieser kann je nach Produktionsfirma schon mal bis ca. 3000 Euro kosten. Nun muss die Werbezeit beim jeweiligen Sender auch eingekauft werden. Während öffentlich-rechtliche Fernsehsender einen Werbespot der BfA VIELLEICHT kostenlos ausstrahlen würden, kann man sich ja denken, dass so etwas bei einem Privatsender kaum möglich ist, da dieser sich ja über die Werbung finanziert.

Ein 30 Sekunden-Spot etwa in der ersten Werbeunterbrechung von “Millionär” kostet 60.000 Euro. Die Kosten für die Schaltungen werden an den Einschaltquoten orientiert, fallen diese, fallen auch die Werbepreise. Interessant ist in diesem Zusammenhang nicht die absolute Einschaltquote, sondern die unter der begehrten, kaufkräftigen Altersgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Auf diese Weise bestimmt die Werbung kräftig und gnadenlos bei der Programmgestaltung mit.[Quelle]

Nun ist der Spot der BfA keine 30 Sekunden lang, sondern etwa nur bis zehn Sekunden (ich habe es nicht mit der Stopuhr gemessen). Wenn man nun die 60.000 Euro für 30 Sekunden Werbezeit zu Grunde legt, kommt man auf 6000 Euro pro Werbespot der BfA. “King Of Queens” wird immer in zwei Folgen ausgestrahlt und der Spot der BfA wird auch zwei Mal ausgestrahlt. Macht 12.000 Euro pro Tag. An fünf Tagen in der Woche läuft die Sitcom. Das macht in der Woche 60.000 Euro und im Monat 240.000 Euro.

Wenn man sich einmal überlegt was beispielsweise ein Leiharbeiter netto verdient bzw. bekommt, denn verdienen müssten Leiharbeiter mehr, so gibt die BfA, welche dem Bundesmisterium für Arbeit und Soziales unter Führung der Ministerin Ursula von der Leyen unterstellt ist, bis zu sechs Mal mehr Geld für Werbung pro Woche aus, als ein Leiharbeiter im ganzen Jahr netto zur Verfügung hat. Oder noch krasser ausgedrückt: Was manche im gesamten Jahr netto zur Verfügung haben, knallt die BfA im Fernsehen an einem Tag raus.

Da werden Sparpakete beschlossen, Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Betroffene gesenkt, Sanktionen verhängt, kurz; es wird gespart wo man nur kann und dann hat die Bundesagentur für Arbeit mal so locker bis 240.000 Euro im Monat zur Verfügung, um sich Werbung im Privatfernsehen zu gönnen!!!

Wer das bezahlt, ist klar. Der Steuerzahler. Aber dem wird immer erzählt, dass er nur die Arbeitslosen finanziert.

Ich finde dies eine Ungeheuerlichkeit sondersgleichen. Zumal noch ausgerechnet vor einer amerikanischen Sitcom in der ein unterbezahlter Paketfahrer die Hauptfigur ist. Zu welchem Beruf will denn die BfA mit ihrer Berufsberatung den Jugendlichen, welche sie ja gezielt anspricht, raten? Zu einem Job als unterbezahlter Paketfahrer, der kaum die Hypothek auf sein Haus bezahlen kann und im nicht gerade besten Viertel New Yorks lebt?

Ein zu Recht besorgter Bürger hat hier über diesen Link unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz, das Verbraucherinformationsgesetz sowie das Umweltinformationsgesetz dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Anfrage gestellt.

Dies muss unbedingt Verbreitung finden, damit der immer so gegen Hartz-IV betroffene Menschen aufgehetzte Steuerzahler einmal sieht, wo sein Geld seitens staatlicher Behörden/Agenturen verpulvert wird.

Unfassbar wie medieng… unsere Ministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen ist und was die schon an Kohle für Werbung ausgegeben hat.

(Mehr auf www.schnakenhascher.de)

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