Der deutsche Staat nimmt für sich in Anspruch, die Oberhoheit über die Vergabe von Wettsystem und Glücksspielen, wie Klassenlotterien und Lotto und Toto zu haben.
Diese Tatsache ist auch dem letzten Bundesbürger offenkundig geworden, seit dem Verbot von nichtauthorisierten Wettbüros, oder Lotterien im Internet. Wer dagegen verstößt, hat mit hohen Strafen zu rechnen. Bürger dieses Landes, die unter Kuratel des Staates stehen, weil sie Sozialbezüge erhalten, dürfen noch nicht einmal am authorisierten staatlichen Lotto teilnehmen.-
Der deutsche Staat selbst jedoch korrumpiert sich täglich, indem er der Finanzwirtschaft das Glücksspiel par excellence, ohne jegliche Authorisation, gestattet. Etwas anderes sind die Hebelpapiere nämlich nicht. Als Optionsscheine werden diese Derivate beschönigend bezeichnet, auch als Knock-Out Papiere, was den Kern wohl besser trifft.
Bis vor Kurzem hatte man sich noch beschieden, nur auf fallende, oder steigenden Kurse und Aktien zu WETTEN!
Inzwischen scheut man sich nicht mehr, sogar auf die Bonität eines ganzen Staates und seiner Bevölkerung zu wetten – das ist nun Glücksspiel reinsten Wassers.
Dabei scheint die Politik nicht nur lächelnd zuzuschauen, ihre Protagonisten beteiligen sich teilweise sogar daran, wie Broker hinter der vorgehaltenen Hand berichten. (Wer soviel verdient, bei fast freier Kost und Logis, will sein Geld schließlich auch anlegen?) Lange vor der Finanzkrise hatte die FAZ im Jahre 2006 ein für jeden verständliches Rechenbeispiel veröffentlicht:
Seit seinem Jahreshoch von 6.162 Punkten am 11. Mai hat der Deutsche Aktienindex Dax inzwischen 12 Prozent auf etwa 5.400 Punkte eingebüßt. Ein vergleichsweise kurzlaufender Put-Optionsschein der Deutschen Bank (WKN: DB3087) auf den Dax mit einem Basispreis bei 5.800 Punkten und Fälligkeit am 14. Juni ist seither von im Tief 0,19 auf zuletzt rund 4 Euro gestiegen. Hätten Anleger 1.000 Euro in diesen Schein investiert, könnten sich nun über 21.000 Euro freuen.
Soweit die FAZ
Diese Tatsachen waren also allen, die mit der Materie befasst waren, sattsam bekannt – auch den Politikern. Das seinerzeit vorgebrachte Moment der Überraschung, war mehr eine Verarschung der Bevölkerung (man beachte das Wortspiel)!
Dass sich solche spekulativen Papiere ins Gegenteil verkehren könnten, zeigte dann der Crash 2008. Der Unterschied dabei war jedoch, dass die Verlierer nicht die Verursacher waren, sondern die Einlagen des “kleinen Mannes”, die er den Banken, als Spareinlagen, überlassen hatte. Diese ruhen nun in Frieden, bei den “Bad Banks”!
Ich würde wetten, dass auch auf deren Einlösung, bald Optionsscheine ausgegeben werden?-
Auch eines zweiten, gelinde gesagt Vergehens, macht sich die Politik schuldig, dem Insiderhandel; wobei besonders verwerflich ist, dass die Vorgaben dafür hausgemacht sind; was jedoch die Politik tut und in Gesetzen und Verordnungen niederlegt, ist eben Rechtens, was im deutschen Falle, eine Menge mit Recht(s) zu tun hat.
Unsere Regierung hat mehr mit dem “Dialektischen Marxismus” zu tun, als ihr lieb ist. Die Rechenkünstlerin aus dem Osten der Republik hat das “Freie Kollektiv” strikt auf die 1% der Superreichen, die eigene Partei und die Regierung beschränkt; und dem Vizekanzler zeigt sie die kalte Schulter; seitdem hat der nur noch 4%!
Alle Versprechungen zur Verbesserung des Haushaltes, der Bildung, der Umwelt, der steuerlichen Entlastung usw., hat man auf das Jahr 1013 gelegt.
Der Berliner würde dazu sagen: “Nachtigal, ick hör´ Dir trapsen!”
Wir aber wissen, das ist das Jahr der Bundestags(ab)wahl!
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