Krawalle in London: “Die Briten haben in allen Bereichen versagt”

Vier Nächte in Folge tobten in Großbritannien die Unruhen. Ausgehend von Tottenham breiteten sich die Ausschreitungen in rasender Geschwindigkeit aus. Bilder von brennenden Autos, zerstörten Geschäften und Chaos auf den Straßen – sie schienen kein Ende zu nehmen. In ihrem Beitrag “Krawalle in Großbritannien: Das Feudalsystem explodiert” analysieren die Deutschen

wegwe.jpgVier Nächte in Folge tobten in Großbritannien die Unruhen. Ausgehend von Tottenham breiteten sich die Ausschreitungen in rasender Geschwindigkeit aus. Bilder von brennenden Autos, zerstörten Geschäften und Chaos auf den Straßen – sie schienen kein Ende zu nehmen. In ihrem Beitrag “Krawalle in Großbritannien: Das Feudalsystem explodiert” analysieren die Deutschen Mittelstands Nachrichten die Situation. Ihr Fazit: “Die blutigen Krawalle (…) sind keine Überraschung.”

Gerechtigkeit, Einwanderung, Bildung: Die Briten, so wird schnell deutlich, hätten in allen Bereichen versagt. Nun fliege ihnen ein gesellschaftliches Konzept um die Ohren, in dem die Politik nur den Zweck habe, die Privilegien einiger alter Geschlechter und den Profit kleiner, aber superreicher Eliten zu sichern. Seit Jahrzehnten würden die Briten die immer gleichen Probleme mit sich herumtragen. Jugendarbeitslosigkeit, hohe Kriminalität, mageres Wirtschaftswachstum, das aktuell sogar Stagnationscharakter besitzt. Eine Mischung, die jetzt überkocht ist.

Denn, diejenigen, die sich nicht verschulden könnten, blieben vom sozialen Aufstieg ausgeschlossen. Das gelte im Besonderen für Migranten. Anders als in Deutschland gäbe es hier eine knallharte Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen den “natives” und den Einwanderern. “UK first” sei ein ungeschriebenes, aber beinhart exekutiertes Gesetz, wenn es um Arbeit gehe. “Ansonsten betrachten die Briten die Migranten mit einer Mischung aus Herablassung und Verachtung. Sie sollen die ihnen zugeteilten Dienste tun, ansonsten haben sie keine kulturelle Relevanz.” Es sei daher nicht verwunderlich, dass die Briten der Polizei alles zutrauten, und sie so auch für den Tod des 29-jährigen Marc Duggan verantwortlich machten.

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