BIP (Wohlstand) & Lebensqualität

Wenn das BIP an Grenzen stößt, ist bei der Lebensqualität noch viel möglich. Besser machen und besser damit umgehen wäre ein Mittel. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) drückt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes aus. Es umfasst alle Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und

geld11.jpgWenn das BIP an Grenzen stößt, ist bei der Lebensqualität noch viel möglich. Besser machen und besser damit umgehen wäre ein Mittel.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) drückt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes aus. Es umfasst alle Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Je höher das BIP desto höher also die Wertschöpfung in einem Land. Das BIP pro Kopf, also das gesamte BIP geteilt durch die Zahl der Einwohner eines Landes, hingegen verwendet man als Messgröße für den (materiellen) Wohlstand eines Landes.

Experten aller Richtungen predigen unablässig die Notwendigkeit vom BIP-Wachstum: Ohne Steigerung geht alles den Bach hinunter, die Wirtschaft steht und Arbeitsplätze gehen verloren.

Andererseits gibt es mehrfach die Erkenntnis, dass die Lebenszufriedenheit der Menschen in einer Volkswirtschaft nicht steigt, auch wenn sich das BIP vervielfacht hat. Und, dass die Menschen vieler Völker mit geringerem BIP pro Kopf zufriedener sind, als die Menschen reicher Staaten. Und auch, dass je reicher Staaten sind, die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird.

Und ” was letztlich unumstößlich ist, dass jedem Wachstum natürliche Grenzen gesetzt sind.

Anders bei der Lebensqualität. Da gibt es für viele noch Spielraum nach oben. Und das Gute daran – das ist es, worauf es im Leben letztlich ankommt. Zufrieden leben in einer fairen und gerechten Welt, gestalten können, respektiert werden.

Wichtig ist daher das BIP, welches zur Lebensqualität beiträgt. Es geht um Qualität und weniger um Quantität. Es geht um sinnvolle Arbeit. Um Arbeit, welche zur Lebensqualität des Einzelnen und der Gesellschaft beiträgt. Arbeitsleistungen, welche die Lebensqualität nicht erhöhen sind ohne Wert.

Daher stellen sich die Fragen:
Wie, womit entsteht das BIP und was wird damit gemacht?
Was machen die privaten Haushalte mit dem Einkommen?
Was macht der Staat mit den Steuern?
Was machen die Betriebe mit den Gewinnen?

Der Lebensqualität würde es gut tun, wenn …
- die Kluft zwischen Arm und Reich kleiner und nicht größer wird,
- mit Ressourcen verantwortungsvoll umgegangen wird und nicht Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen,
- in einem effektiven Ausbildungswesen nicht nutzloses Wissen mit einer Halbwertszeit von Stunden vermittelt wird,
- Prävention im Gesundheitswesen den notwendigen Stellenwert bekommt und Doppelgleisigkeiten, falsche Diagnosen und Therapien und unnötige Medikamente Ausnahmen sind,
- die Umwelt geachtet wird, Luft und Wasser sauber ist und der Zugang zu Natur- und Grüngebieten möglich ist,
- die Lärm- und Lichtverschmutzung reduziert wird,
- Lebensmittel nicht über Tausende Kilometer transportiert werden (z. B. aufgrund obskurer Exportförderungen), obwohl sie um die Ecke wachsen (könnten),
- der Regulierungswildwuchs und die Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung und der Prestigeföderalismus ein erträgliches Ausmaß einnimmt,
- Betrieb und Ämter die Qualität und Kundenorientierung leben und weniger darüber prahlen,
- langlebige und nützliche Produkte und Dienstleistungen produziert werden,
- instand halten, reparieren lohnender ist, als wegwerfen,
- der wie ein Krebsgeschwür wuchernde und aufgeblähte Bankensektor und Kapitalmarkt wieder das macht, was seine Aufgabe ist,
- Spekulanten und Abzockern Einhalt geboten wird,
- die Lügen und Halbwahrheiten in der Werbung verschwinden und das erbärmliche Werbegebrüll verstummt,
- Maßnahmen gesetzt werden, um Unfälle im Verkehr und in der Freizeit zu reduzieren,
- funktionierenden Familien und die Kindererziehung die Beachtung zu Teil wird, die notwendig ist, um eine funktionierende Welt von morgen zu ermöglichen ” und, wenn
- Werte, wie Bescheidenheit, Respekt, (Eigen-)Initiative, Neugier und Gerechtigkeit in der Gesellschaft mehr Normalität erlangen.

Da findet sich also genug Potenzial für mehr Lebensqualität und es braucht dazu nicht mehr BIP.

Dass es so ist, wie es ist, beeinträchtigt in unterschiedlichster Weise die Lebensqualität und bringt Stress, Ärger und Leid.
Wie viel Arbeitsleistung wird heute vergeudet und was könnte damit nicht Sinnvolles für mehr Lebensqualität gemacht werden?

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