Erdbeben in den USA: BlackBerry Messenger schlägt die Telefonanbieter

Das schwere Erdbeben der Stärke 5,9, das am vergangenen Dienstagnachmittag den US-Bundestaat Virginia und weite Teile der Ostküste traf, verursachte mehr Unannehmlichkeiten als ernsthafte Schäden. Obwohl das ungewöhnlich starke Beben keine Telefonmasten in Mitleidenschaft gezogen hat, kam es auf Grund des hohen Telefonaufkommens für Kunden von AT&T, Verizon, Sprint und

2053776346_0ffe252d5a.jpgDas schwere Erdbeben der Stärke 5,9, das am vergangenen Dienstagnachmittag den US-Bundestaat Virginia und weite Teile der Ostküste traf, verursachte mehr Unannehmlichkeiten als ernsthafte Schäden.

Obwohl das ungewöhnlich starke Beben keine Telefonmasten in Mitleidenschaft gezogen hat, kam es auf Grund des hohen Telefonaufkommens für Kunden von AT&T, Verizon, Sprint und T-Mobile zu massiven Behinderungen. Nur ein einziger Mobiltelefondienst funktionierte Berichten von Bloomberg zufolge normal: der BlackBerry Messenger von RIM.

Bereits bei anderen Katastrophen stabil gelaufen

Der Dienst, der sowohl über eine Telefonverbindung als auch über eine lokale Wi-fi-Verbindung läuft, hat somit erneut seinen Ruf als zuverlässiger und sicherer Dienst untermauert. Bereits während des großen Erdbebens in Chile 2010, aber auch im Zuge der Terroranschläge in New York 2001 war BBM der einzige Service, der wirklich durchkam.

In London erwies sich der Dienst vor kurzem jedoch als etwas zu zuverlässig und sicher: Er galt als das bevorzugte Kommunikations- und Koordinationsmittel unter den Unruhestiftern, die über Tage durch die Straßen der Stadt zogen. Welche Rolle der Dienst im Zuge der Gewaltwelle wirklich gespielt hat, das wird jetzt sogar von der britischen Regierung untersucht.

Aktienkurs klettert etwas in die Höhe

Nichtsdestotrotz, BBM hat seinem Namen in den USA auch in einer Phase der absoluten “Massenkommunikation”, während der sogar die Behörden davon abrieten, Freunde und Verwandte an der Ostküste anzurufen, erneut alle Ehre gemacht.

An den Börsen schloss der Kurs nun einen Dollar höher als am Vortag. Kein großer Sprung. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass der Aktienkurs von RIM in diesem Jahr um 53 Prozent eingebrochen und das Unternehmen auf Rang drei im US-amerikanischen Telefonmarkt abgerutscht ist, kein schlechter Schritt.

Photo: leo.prie.to, via flickr

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*