„Bagga, Bagga“. Entzückt beobachtete der Zweijährige den Mann in der Kabine. Dieser jonglierte mit beiden Händen an den Hebeln eines Baggers. Irgendetwas musste freigelegt werden. Es war die Schaufel, die nach der Erde grub und vor allem der Lärm, der meinen Enkel faszinierte. Rund um die Maschine standen vier weitere Männer. Mit blauen Overalls verkleidet verfolgten sie den Weg der Baggerschaufel, während sie sich am Stiel ihrer Schaufel festklammerten, einen Fuß am Boden, den anderen auf das Schaufelblatt gestellt. Einer telefonierte, drei förderten den Umsatz der Tabakindustrie.
Es dauerte eine halbe Stunde, bis der Enkel zum Weitergehen zu überreden war, denn wir wollten in den Park zu den Enten. Es war empfindlich kalt für einen Sommertag Anfang August, aber die Sonne blinzelte durch die Wolkendecke.
Die vier blauen Männer observierten noch immer die Baggerschaufel, jedoch hatten sie nun den jeweils anderen Fuß auf dem Schaufelblatt und drei telefonierten und einer rauchte.
Letztlich war es das Brummen von Motoren aus dem Park, dass dem Enkel zum Aufbruch animierte. Neugierig rannte er dem Getöse entgegen und wurde reichlich belohnt: Halligalli im Park – die Parkpflegecrew (8 RasenpflegerInnen) hatte Ausgang. Und 8 hämmernde Motoren waren mit von der Partie: 2 Traktorrasenmäher, 4 normale Rasenmäher, 1 Traktor mit Anhänger und 1 Krangreifer mit Kettenlaufwerk.
Das Herz des Kleinen hüpfte vor Begeisterung. Höllenlärm und Dieselgestank. Die Crew werkte bedächtig, einer mähte, andere kurvten herum. Das Grasgut wurde zu einem entlegenen Platz transportiert und nach einem angemessenen Stressabbauritual (Handy, Zigarette) entladen – vollautomatisch, aber nur bei den Traktorrasenmähern.
Nun war der unermüdliche Einsatz des Krangreifers und des Traktors mit Anhänger gefragt. Der Krangreiferexperte bediente die Hebel in der Krangreiferkabine und hob das Grasgut auf den Anhänger des Traktors. Vorne saß der Traktorexperte, den Kopf am Lenkrad abgelegt – denn, schließlich mussten Stunden durchgehalten werden, bis der Anhänger voll wurde und zur Mülldeponie geführt werden konnte.
Und bei all der Belastung vor Ort darf der Einsatz des Mähteams nicht vergessen werden, um die Maschinen vom Maschinenlager am anderen Ende der Stadt in den Park zu bringen. Und wieder zurück. Und betreut wollen sie auch werden, die Vertreter des Fortschritts. Damit sie zuverlässig ihren Dieselgebern dienen können.
Kein Wunder also, wenn die Mannfrauschaft über Arbeitsstress klagt.
Apropos: Beim Retourweg aus dem Park kamen wir wieder beim Bagger vorbei. Siehe oben – alles wie gehabt.
PS: In den längst vergangenen Tagen vor dem Fortschritt mussten im Park 4 Menschen schuften. Mit Sensen, Rechen und einem Leiterwagen. Das Gras wurde in einer Ecke des Parks kompostiert. Es wurde weniger oft und nicht immer alles gemäht. Es verblieben Inseln, in denen das Gras wachsen konnte und die Halme im Wind wogten. Es wird berichtet, die 4 Menschen hätten nie über Arbeitsstress geklagt.
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