Bei seiner letzten Pressekonferenz in Frankfurt sei der sonst eher beherrschte EZB-Chef Jean-Claude Trichet sprichwörtlich explodiert: In Richtung seiner Kritiker gewandt rief er, dass nichts so stabil wäre wie der Euro. Unterdessen hat der deutsche Chefvolkswirt Jürgen Stark das EZB-Diektorium verlassen. Das berichten die Deutschen Mittelstands Nachrichten.
“Beobachter, die Trichet schon lange kennen, sagten, dass sie ihn noch selten so aufgeregt gesehen hätten. Trichet richtete sich in Beantwortung einer Journalistenfrage zum Erstaunen der anwesenden Berichterstatter direkt an seine Kritiker in Deutschland”, heißt es in dem Beitrag. Wörtlich hätte er erklärt: “Diesen Leuten sage ich: Unsere Aufgabe ist es, die Preisstabilität in den 17 Euro-Ländern zu gewährleisten. Und diese Stabilität haben wir in den Jahren seit der Euro-Einführung einwandfrei abgeliefert.”
Eine weitere Ohrfeige aus Deutschland gab es bereits am vergangenen Freitag nach Börsenschluss. Da gab der deutsche Notenbanker Jürgen Stark seinen Rücktritt als Chefvolkswirt der EZB zum Jahresende bekannt. Nun folge ihm vermutlich der Staatssekretär Asmussen, der schon die graue Eminenz hinter Peer Steinbrück war. Die Einschätzung der DMN: “Er kommt aus dem politischen Lager und dürfte im Hinblick auf die politische Rolle der EZB eine weichere Linie vertreten als Stark.”
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