Immer wenn es um die Ministergehälter geht, seien es Diätenerhöhungen, oder die leidige Diskussion über das Thema, wenn wieder einer den Hals wieder nicht voll bekommen konnte und unberechtigte Abschreibungen tätigte, oder seien es Korruptionsaffairen trotz der viel zu oft unverschämten Höhe des Salärs, im Verhältnis zu freiwirtschaftlichen Entscheidungsträgern, wird dieses Einkommen ständig mit einem erhöhten Arbeitsaufwand und ständiger Aushäusigkeit, begründet. Letzteres wird nun aktuell ausdrücklich widerlegt von Familienministerin Schröder.
Diese, noch junge lebensunerfahrene Ministerin, die die meisten Belange ihres Amtes höchstens vom Hörensagen kennt, ist nun Mutter eines Kindes geworden und hat inzwischen ihren Dienst als Minister wieder angetreten.
Nun jedoch sollen laut Aussagen der Ministerin, die Begründungen für die hohen Zuwendungen plötzlich nicht mehr gelten, sondern werden nach dem Gusto der Ministerin ad absurdum geführt, indem sie nun mitteilt trotz Amt, für ihr Kind immer da zu sein.
Wie soll das denn gehen Frau Minister; wenn dazu auch noch der Ehemann, als Staatssekretär, einen Vollzeitjob, mit garantierten Überstunden, ausübt? Babyphon ins Büro, oder wird es am Schalter der Bundestatgskita abgegeben, oder der Einfachheit halber Tranquillizer!
Natürlich hätten Sie keine finanziellen Probleme, für Kindermädchen, Hauslehrer und andere Bedienstete zu sorgen. Ob das Kind sich dabei jedoch mütterlich umsorgt fühlt, wage ich zu bezweifeln. Hier scheint mir eher eine Alibifunktion vorzuliegen, um die eigene Glaubwürdigkeit im Amt zu erhöhen.
Den vielen Frauen, die sich täglich abstrampeln müssen, um mit möglicherweise geringen Einkommen ihre Kinder zu versorgen, oder die berufstätig und alleinerziehend, sich den Kindergarten vom Munde absparen müssen, sofern sie überhaupt einen Kitaplatz bekommen haben; diesen Frauen gegenüber sind Sie wahrlich kein Musterbeispiel!
Den verbalen Beistand Ihrer Le(y)densgenossin, hätte diese sich sparen können, denn mit einem silbernen Löffel im Munde geboren, würde es den meisten Frauen mit Leichtigkeit gelingen, sieben oder mehr Kinder großzuziehen!
Kaum sitzt Frau Schroeder an ihrem Schreibtisch, fällt ihr lautstark ein, sie könne doch die Kosten für Kindermädchen und Hauslehrer, dem Steuerzahler zur Last legen. Also fordert sie zusätzliches Kindergeld für die häusliche Betreuung.
Obwohl der Politik hinreichend bekannt ist, dass viele zusätzliche Zuwendunmgen bei den Kindern überhaupt nicht ankommen, da sie, im besten Falle, im elterlichen Haushalt für andere Dinge verbraucht werden, scheint dieser Vorschlag mehr Selbstzweck Charakter zu haben.
Vielleicht möchte man hier den schon oft geübten Versuch, private Kosten dem Steuerzahler aufzubürden, endgültig legalisieren. Immerhion war schon einmal ein Minister über seine Putzfrau gestolpert!
Ein Aufstocken der Kita-Zuwendungen wäre sinvoller, da auch der Nutzen ein sehr viel größerer wäre.