Bad Neustadt a.d. Saale soll Elektromobilität auf dem Lande in Fahrt bringen

Unterfränkische Kurstadt lädt am 07. Oktober zur Podiumsdiskussion mit Staatsminister Zeil Die 1. Fahrzeugschau Elektromobilität präsentiert sich vom 07. – 09. Oktober in Bad Neustadt a. d. Saale. Kein Zufall, denn die Kurstadt soll als 1. Modellstadt für strombetriebene Fahrzeuge die Entwicklung dieser neuen Technologie vorantreiben. Martin Zeil, Staatsminister für

eweg.jpgUnterfränkische Kurstadt lädt am 07. Oktober zur Podiumsdiskussion mit Staatsminister Zeil

Die 1. Fahrzeugschau Elektromobilität präsentiert sich vom 07. – 09. Oktober in Bad Neustadt a. d. Saale. Kein Zufall, denn die Kurstadt soll als 1. Modellstadt für strombetriebene Fahrzeuge die Entwicklung dieser neuen Technologie vorantreiben. Martin Zeil, Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, hat deshalb die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Der hochrangige Politiker wird am ersten Tag auch an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine ländliche Kleinstadt wegweisende Impulse für die Weiterentwicklung der Mobilitätsalternative aussenden kann.

Perspektiven aus Wissenschaft, Politik und Praxis

Mit einem Grußwort wird Landrat Thomas Habermann um 17.30 Uhr die Veranstaltung im Foyer der Sparkasse in der Meininger Straße eröffnen. Die Bedeutung der E-Mobilität für den Flächenstaat Bayern erläutert Staatsminister Martin Zeil in einem Impulsvortrag. Dann wird über das Gehörte diskutiert: Der kommissarische Leiter des geplanten Technologietransferzentrums für Elektromobilität, Herr Prof. Dr. Bernhard Arndt von der FH Würzburg-Schweinfurt, wird wissenschaftliche Aspekte liefern. Dr. Armin Rudolph, Sachgebietsleiter für E-Mobilität im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, zeigt auf, welche politischen Hilfestellungen vorhanden sind.

Den derzeitigen und künftigen technischen Stand der Elektrofahrzeuge skizzieren der Geschäftsführer der Preh GmbH, Dr. Ernst-Rudolph Bauer, der Geschäftsführende Gesellschafter der Jopp GmbH, Dr. Hubert Büchs und der Leiter E-Mobilität bei SIEMENS in Erlangen, Ralph Griewing. Moderiert wird die Diskussion durch Frau Asa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH.

Technologie-Transfer-Zentrum für Bad Neustadt geplant

Ein besonderes Augenmerk wird sicherlich auf dem geplanten Technologietransferzentrum für Elektromobilität (TTZ-EMO) liegen, dessen Standort in der Modellstadt Bad Neustadt liegen soll. Federführend wirkt hierbei das Institut der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS), bietet es doch durch die beiden Module „Forschung und Entwicklung“ und „Bildung und Transfer“ zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, Vernetzung und praktischen Umsetzung des Wissens rund um die E-Mobilität. Mit dem Schlusswort von Bürgermeister Bruno Altrichter endet die Podiumsdiskussion gegen 19:30 Uhr, im Anschluss gibt es noch einen kleinen Imbiss.

Fahrzeugschau und Demonstrationsrennen

Weitere Fakten rund um die elektronische Mobilität gibt es auch am Samstag und Sonntag in Bad Neustadt im Rahmen der Fahrzeugschau auf dem Marktplatz mit Livemusik, Modellfahrzeugausstellung, Gewinnspiel und Prämierung des innovativsten Standes. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet die 1. Demonstrationsschau Elektromobilität auf dem Flugplatz von Bad Neustadt am Samstagabend (8. Oktober). Die „Stromer“ werden hier in Einzel- und Rundenrennen gegen „Verbrenner“ starten und zeigen wer in Sachen Mobilität künftig die Nase vorn hat.

Hintergrund: Bad Neustadt als Wegweister für Elektromobilität im ländlichen Raum

Vor rund einem Jahr, im Juli 2010, hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Bad Neustadt als 1. Modellstadt für Elektromobilität in Bayern ausgewählt. Ziel ist es, in einer Kleinstadt wie Bad Neustadt modellhaft die Elektromobilität für den ländlichen Raum zu erproben und entsprechend zu entwickeln. Hierfür soll ein Technologietransferzentrum für Elektromobilität in der Kurstadt etabliert werden. Zu den Hauptaufgaben zählt die Entwicklung eines sog. „smart grid“ Netzes, mit dem Elektrofahrzeuge auch außerhalb der Ballungszentren durch ein intelligentes System mit Strom versorgt werden können. Die Energie soll hierbei aus Klimaschutzgründen möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen kommen.

Generell soll die Ernennung Bad Neustadts als Modellstadt für Elektromobilität den Wirtschaftsstandort aufwerten und einen Mehrwert für die Region erzielen. Bereits jetzt fungieren ca. 15 Unternehmen wie Siemens, Preh oder Jopp als Zulieferbetriebe für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Erste Zeichen, dass Bad Neustadt als Vorreiter in Sachen Elektromobilität fungiert, sieht man bei einem Blick auf die Statistik. Schon jetzt sind deutlich mehr Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr zu sehen als im bayerischen oder bundesweiten Durchschnitt. Gebündelt werden die vielfältigen Maßnahmen, zu denen auch die Fahrzeugschau zählt, unter dem Dach des  Vereins M-E-NES e.V. (www.m-e-nes.de).

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