Umweltbewusstes Autofahren wird in der heutigen Zeit, angesichts der stetig wachsenden Umweltverschmutzung, immer wichtiger. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, sich den größten Spritschlucker und damit auch die größte Dreckschleuder auf dem Markt anzuschaffen und damit stolz durch die Straßen zu fahren, während man gleichzeitig der Umwelt einen Dolch in den Rücken rammt.
Die Autoindustrie bemüht sich in Anbetracht der drohenden Klimakatastrophe darum, möglichst umweltfreundliche Lösungen zu finden und Alternativen auf den Markt zu bringen. Erfolgreich dabei ist seit mehreren Jahren der Hybridwagen, ein Fahrzeug, das durch die Zusammenarbeit eines Benzin- sowie eines Elektromotoren angetrieben wird. Der japanische Hersteller Honda hat beispielsweise einige Fahrzeuge dieser Art auf den Markt gebracht. Der Honda Hybrid wird auch bei den Kunden immer beliebter, so zum Beispiel der CR-Z, ein Sportwagen mit Hybridantrieb.
Doch es gibt auch noch andere Möglichkeiten, alternative Antriebe zu schaffen.
Anfang dieses Jahres wurde in Deutschland eine gutgemeinte Alternative zum Normalbenzin und Diesel eingeführt, der Biosprit E10. Dies sollte den Autofahrern die Möglichkeit bieten, umweltbewusster fahren zu können. In Wahrheit stellte sich dieses Konzept jedoch als großer Flop heraus, der nur noch zum Scheitern verurteilt ist. Die Interesse an der Neueinführung war Anfang des Jahres gar nicht einmal so gering, doch als bekannt wurde, dass nur wenige Autos den Sprit überhaupt vertragen und die, bei welchen dies nicht der Fall war, dauerhafte Schäden davontrugen, distanzierten die meisten Autofahrer sich von dem Kraftstoff. Inzwischen tankt kaum noch jemand E10.
Eigentlich ist die Distanzierung gar nicht gerechtfertigt, denn die meisten Autos in Deutschland sind tatsächlich für E10 zugelassen und zudem ist der Biokraftstoff auch noch bis zu drei Cent billiger als anderes Benzin.
Dennoch wird es kaum vom Verbraucher angenommen und deshalb drohen der Mineralölbranche Strafzahlungen, was zu einer Verteuerung beim Benzin führen könnte. Hinten rum ist es also der Autofahrer, der durch höhere Preise bestraft wird. Gerade weil es möglich ist, dass die Mineralölfirmen den Preis schon im Vornherein auf das herkömmliche Superbenzin draufschlagen. Wie es jedoch mit E10 selbst weiter geht, steht noch in den Sternen. Im Moment sieht es nicht danach aus, als könne der Biosprit einen baldigen Boom erwarten.
Photo: Gerd Altmann, via pixelio.de
E10 muss scheitern!
Wie kann man als reiches Land zulassen, dass für eine Erhöhung des Anteil an Biosprit Ackerflächen für Energiepflanzen genutzt und damit die Preise für Lebensmittel erhöht werden?
Lieber Lebensmittel zu vernünftigen Preisen als noch mehr “Biosprit”