Der Bundestag hat mit einer großen Mehrheit für die Ausweitung des EFSF gestimmt. Deutschland geht damit mit 211 Mrd. Euro ins Risiko. Das sind nochmals deutlich mehr als zehn Prozent der bisher schon überbordenden Staatsschuld unseres Landes. Der Anlass: man will auch Biegen und Brechen der Euro retten. Das geht jedoch nach aller Ökonomen-Weisheit schief. Damit ist der Weg in die neue deutsche Inflation gestellt.
“Unumwunden bekannte sich der konservative Finanzpolitiker Karl Helfferich im August 1915 in einer Sitzung des Reichstages zur Ausplünderung der Kriegsgegner: ‘Meine Herren, wie die Dinge liegen, bleibt also vorläufig nur der Weg, die endgültige Regelung der Kriegskosten durch das Mittel des Kredits auf die Zukunft zu verschieben, auf den Friedensschluss und auf die Friedenszeit. Und dabei möchte ich auch heute wieder betonen: Wenn Gott uns den Sieg verleiht und damit die Möglichkeit, den Frieden nach unseren Bedürfnissen und nach unseren Lebensnotwendigkeiten zu gestalten, dann wollen und dürfen wir neben allem anderen auch die Kostenfrage nicht vergessen; [lebhafte Zustimmung] das sind wir der Zukunft unseres Volkes schuldig. [‚Sehr wahr!‘-Rufe] Die ganze künftige Lebenshaltung unseres Volkes muss, soweit es irgend möglich ist, von der ungeheuren Bürde befreit bleiben und entlastet werden, die der Krieg anwachsen lässt. [weitere ‚Sehr wahr!‘-Rufe] Das Bleigewicht der Milliarden haben die Anstifter dieses Krieges verdient; [‚Sehr richtig!‘-Rufe] sie mögen es durch die Jahrzehnte schleppen, nicht wir. [‚Sehr gut!‘-Rufe]‘
– Stenographische Berichte der Verhandlungen des Reichstags
Das misslang umso gründlicher, je länger der Krieg dauerte. Das Deutsche Reich verlor den Krieg“ ebenda
Damals war es auch die SPD die im Reichstag für die Kriegsanleihen gestimmt hat. Patriotismus verstellte den Genossen damals den Blick auf die Realität. Es hat alles am Ende nichts genutzt. Der Krieg ging verloren und die Glaubwürdigkeit der Sozialdemokratie als Friedenspartei war dahin.
Das Zocker-Quartett
Man muss sich schon die Augen reiben. Neben Angela Merkel, der Todesengel der deutschen Wirtschaft, Wolfgang Schäuble dem Super-Zocker, gesellen sich jetzt noch Peer Steinbrück, der Erfinder der Politik der Rettungsschirme, und Jürgen Trittin, als potentielles zukünftiger Finanzminister in spe, dazu, um als Euro-Retter Geschichte zu machen. Das wird ihnen offensichtlich gelingen. Nur wird das Ergebnis nicht so ausfallen wie es man der Bevölkerung weismachen will. Statt alles wird gut, gilt jetzt nach fest kommt ab, eine alter Schrauberregel. Wer eine Schraube überdreht, der riskiert den Bruch.
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