Der US-amerikanische Nationalökonom Nouriel Roubini ist kein Mann beschönigender Worte. Jetzt hat er in einem Bloomberg Interview erneut Klartext gesprochen. “Roubini: ‘Die Dinge geraten außer Kontrolle’“, titeln die Deutschen Mittelstands Nachrichten. Denn der warnt eindringlich: Bereits in der nächsten Woche müsse Europa zwei Billionen Euro auftreiben. Andernfalls drohe nun der totale Crash.
Konkret erklärt er im Gespräch: “Man braucht eine riesen Geldmenge von mindestens 2 Billionen Euro, aber man kann damit keine drei Monate warten, man muss in den nächsten Wochen handeln.” Das Problem sieht der Professor an der Stern School of Business in New York weniger im Medien bestimmenden Sorgenkind Griechenland. Sein Augenmerk gilt vielmehr Italien und Spanien. Sie seien zu groß, um pleite zu gehen, und zu groß, um gerettet zu werden. Denn obschon “sie nicht liquide, aber dank des Rettungspaketes solvent sind, haben sie schon die Glaubwürdigkeit am Markt verloren.”
Eine Lösung der Eurokrise sei seiner Einschätzung nach nur mit folgenden Mitteln möglich: Lockerung der Geldpolitik und des Zinssatzes der EZB, eine Senkung des Eurowertes, eine Rekapitalisierung der europäischen Banken sowie letztlich ein “geordneter Prozess, der es Griechenland erlaubt, aus der Eurozone auszuscheiden”.
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