Das Risiko eines möglichen Handelskriegs zwischen den USA und China steigt deutlich an. Wurde im vergangenen Jahr noch von Timothy Geithner der Versuch des US-Kongresses gestoppt China als Währungsmanipulator darzustellen, um damit Strafzölle gegen chinesische Importwaren möglich zu machen, könnte die jetzige Rezession in den USA und der Wahlkampf um die Präsidentschaft dieses Hemmnis beseitigen. Wird in dem jetzt wieder anstehenden Bericht dieses Klingelwort von Geithner genannt, dann ist der Weg für eine Gesetzgebung frei, die zu Strafzöllen gegen China führt. China warnt vor diesem Schritt.
Krisenmanager überfordert: Putting out Fires
Die Zahl der Krisenherde nimmt derzeit dramatisch zu. Nicht nur droht ein Handelskrieg zwischen den USA und China, sondern eine globale Bankenkrise. In den USA steht die Bank of America auf der Kippe. Gestern musste Daxia eine französisch-belgische Großbank durch Staatsgarantien vor dem Kollaps gerettet werden. Weitere könnten folgen und eine europäische Bankenkrise auslösen. Eine Welle weiterer Bankenverstaatlichungen könnte die Folge sein. Gleichzeitig droht eine weitere Welle der Herabstufungen von Länder der Eurozone und möglicherweise auch der USA durch die Ratingagenturen. Heute wurde eine Herabstufung Italiens um drei Bonitätsstufen durch Moody’s bekannt. Es droht eine offizielle Pleite Griechenlands. Der Euro stürzt selbst gegenüber dem US-Dollar immer mehr ab. Gestern erreichte er ein 9-monats Tief von unter 1,33.
Es ist mehr als zweifelhaft, dass der vielstimmige und in sich völlig widersprüchliche Chor der politischen Entscheidungsträger es schaffen kann wieder order out of chaos zu machen. Haben sie einen Brandherd gelöscht, flackern zwei oder drei neue auf. So hetzt der schwerfällig politische Apparat der Entwicklung der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hinterher.
Photo: Center for American Progress, via flickr
Schaun mer mal wie die Konflikt ausgeht
http://europe.chinadaily.com.cn/epaper/2011-10/07/content_13843287.htm