Angesichts des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts mit einhergehenden steigenden Kosten im Gesundheitssystem, wird in der Politik schon seit längerer Zeit über eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung diskutiert. Diese möglichen Reformen sind vor allem für Menschen interessant, die erwägen, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Denn sie müssen sich fragen, ob ein Wechsel überhaupt lohnt, wenn das Gesundheitssystem in den nächsten Jahren wohlmöglich völlig neu aufgestellt wird.
Modelle zur Gesundheitsreform
Die beiden gängigen Vorschläge für eine Neuordnung des Gesundheitssystems sind die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale bzw. Gesundheitsprämie. Die Gesundheitsprämie soll ähnlich der privaten Krankenversicherung einen einkommensunabhängigen Krankenversichertenbeitrag vorsehen. Als erster Schritt wurden dazu bereits die Zusatzbeiträge eingeführt und der Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung erhöht. Dieses Modell kann aber auf Dauer ohne einen sozialen Ausgleich nicht funktionieren. Auch ist fraglich, ob die steigenden Kosten durch den medizinischen Fortschritt mit der Gesundheitsprämie abgedeckt werden können.
Ein anderer Vorschlag ist die Bürgerversicherung, die für Menschen, die einen Wechsel in die private Krankenversicherung anstreben sicherlich relevanter ist. Denn die Bürgerversicherung würde alle Bürger mit Einkommen berücksichtigen ” also das Konzept von Trennung gesetzliche und private Krankenversicherung aufheben. Hier wird ein einkommensabhängiger Beitrag zu Grunde gelegt.
Kritiker der Bürgerversicherung bemerken, dass die Erweiterung des Versichertenkreises zwar kurzfristig eine Lösung für die Probleme im Gesundheitssystem bieten würde, langfristig der demografische Wandel aber nicht berücksichtigt wird. Auch der medizinische Fortschritt ist damit dauerhaft nicht zu finanzieren.
Die private Krankenversicherung im Vergleich
Die private Krankenversicherung erhebt zwar, ähnlich wie das Modell der Gesundheitsprämie, einkommensunabhängige Beiträge, jedoch werden zusätzlich Risikopauschalen bei Vorerkrankungen erhoben. Dem demografischen Wandel wird gleichzeitig mit den Altersrückstellungen begegnet, indem jüngere Versicherte einen höheren Beitrag zahlen, als für ihre gesundheitliche Versorgung im Durchschnitt nötig wäre, um damit die späteren höheren Kosten zu finanzieren. So basiert die private Krankenversicherung auf eine Deckung der aktuellen Ausgaben mit Ansparung für spätere Kosten. Die gesetzliche Krankenkasse und die beiden Modelle Gesundheitsprämie und Bürgerversicherung basieren jedoch auf einer stark vom demografischen Wandel abhängigen Finanzierung. Da die private Krankenversicherung zudem im Regelfall auch einen höheren Leistungsumfang bietet, bleibt sie weiterhin zukunftsfähig und eine oft günstigere und leistungsorientiertere Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. Ein PKV Vergleich kann trotz momentaner Unsicherheiten lohnen.
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